Mein Name ist Jonas Schröder und ich bin im Rettungsdienst bei den Johannitern tätig. Als Rettungssanitäter stehe ich jeden Morgen auf, um anderen zu helfen. Egal, ob es draußen schneit oder die Sonne scheint, ob es Weihnachten oder ein normaler Mittwoch ist. Das ist mein Leben – und auch das der anderen Rettungsdienstler in NRW.

Im April 2015 haben wir Rettungsdienstler uns über das neue Rettungsgesetz in NRW gefreut. Damals wurde auch in unserem Bundesland der Beruf des Notfallsanitäters ins Leben gerufen. Es wurde eine größere Rechtssicherheit geschaffen und ein einfacherer Wechsel in andere Gesundheitsfachberufe ermöglicht. Für uns bedeutete das viele neue Chancen und auch eine größere Anerkennung unserer Arbeit.

Nun können Rettungsassistenten mit einer Ergänzungsprüfung Notfallsanitäter werden. Alle anderen müssen dafür eine Ausbildung absolvieren. Das Problem ist, dass seit Verabschiedung des Gesetzes nicht viel passiert ist. Grund ist die Weigerung der Krankenkassen, für die Aus- und Weiterbildungen aufzukommen – obwohl ihnen das Gesetz das vorschreibt! Deswegen haben auch die Hilfsorganisationen, wie mein Arbeitgeber, die Johanniter, zwar alles vorbereitet für die Ausbildungen, fangen aber noch nicht richtig damit an.

Es gibt mittlerweile Kommunen, die die Aus- und Weiterbildungen auf Kosten des Steuerzahlers anbieten, in der Hoffnung das Geld später von Krankenkassen zurückzubekommen. In anderen Teilen NRWs kann man derzeit die Aus- oder Weiterbildungen gar nicht absolvieren. Obwohl wir uns anfangs über das neue Gesetz freuten, herrscht bei uns Rettungsdienstlern nun große Verunsicherung.

Die Krankenkassen müssen die Kosten übernehmen – so wie es im Gesetz steht!

Für mich und meine Kolleginnen und Kollegen ist es absolut unverständlich, warum sich die Krankenkassen einfach weigern können, die Kosten zu übernehmen – obwohl sie es laut Gesetz müssen. Und wir Rettungsdienstler müssen darunter leiden!

Sehr geehrter Herr Minister Laumann, ich bitte Sie, als zuständiges Mitglied der Landesregierung, nehmen Sie sich der Sache an. Nutzen Sie Ihre Autorität, um die Krankenkassen zum Einlenken zu bewegen, damit endlich auch in NRW flächendeckend Notfallsanitäter ausgebildet werden können. Die Rettungsdienstler in NRW benötigen Ihre Unterstützung!

Begründung

Im April 2015 wurden in NRW die Kommunen durch die Landesregierung angewiesen, den Beruf des Rettungsassistenten durch den des Notfallsanitäters zu ersetzen. Es wurde größere Rechtssicherheit geschaffen, die Attraktivität des Berufes erhöht und der Wechsel in andere Gesundheitsfachberufe ermöglicht.

Die Umsetzung des Gesetzes funktioniert in NRW aber nur unzureichend. Die Krankenkassen weigern sich, für die Kosten der Aus- und Weiterbildungen zum Notfallsanitäter aufzukommen. Dabei sagt das Gesetz eindeutig, dass die Kosten für die Aus- und Weiterbildungen als Kosten des Rettungsdienstes gelten, die Krankenkassen also über Bedarfsplan und Gebührensatzung dafür aufkommen müssen.

Wir haben schon jetzt viel Zeit verloren. Alle Rettungsassistenten müssen bis zum 31. Dezember 2020 eine Ergänzungsprüfung absolviert haben, um Notfallsanitäter zu werden. Danach müssten auch sie die volle dreijährige Ausbildung absolvieren – ganz gleich wie viel Berufserfahrung sie haben! Das wird knapp. Denn wer eine Ausbildung macht, fehlt im täglichen Einsatz. Es können also nur nach und nach Ausbildungen gemacht werden. Zudem haben wir schon jetzt einen Fachkräftemangel im Rettungsdienst und können es uns nicht erlauben, die Aus- und Weiterbildungen weiter in die Länge zu ziehen. Je länger wir warten, desto größer werden unsere Probleme. Deswegen bitte ich Sie um Ihre Unterstützung!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jonas Schröder aus Herdecke
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    vielen herzlichen Dank für Eure zahlreichen Unterschriften, Eure Kommentare, Eure Likes in den sozialen Medien und Eure lieben Nachrichten! Ich bin immer noch fassungslos. 11.789 Unterschriften sind zusammengekommen!

    Und wir haben es geschafft! Ich habe persönlich Gesundheitsminister Karl Josef Laumann in der Johanniter-Akademie in Münster getroffen und ihm Eure Unterschriften überreicht.

    Nur dank Euch hat der Minister uns Unterstützung zugesagt: „Die vielen Unterschriften haben gezeigt, dass das Thema die Menschen bewegt. Wir befinden uns dazu auf verschiedenen Ebenen im Dialog mit den Krankenkassen, Kommunalen Spitzenverbänden und anerkannten Hilfsorganisationen. Klar ist: Die Verfahren zur Umsetzung der Ausbildung sind eindeutig festgelegt, ebenso die Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure in diesem Prozess. Die getroffenen Regelungen sind geltendes Recht und von allen Beteiligten umzusetzen.“

    Ich bin davon überzeugt, dass der Minister eine Lösung herbeiführen wird. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen! Ich danke Euch vielmals für Eure Unterstützung!

    Beste Grüße
    Euer
    Jonas Schröder

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    es gibt großartige Neuigkeiten: Karl-Josef Laumann, unser Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, trifft sich nächsten Freitag mit mir und wird unsere gesammelten Unterschriften von mir persönlich entgegennehmen!

    Das ist nur Euch zu verdanken! Mit Eurer Unterstützung habt Ihr ermöglicht, dass sich ein Rettungssanitäter mit dem zuständigen Minister treffen und über unsere Situation sprechen kann! Dank Eurer Unterschriften kann ich dem Minister von der Problematik der Notfallsanitäterausbildung in NRW persönlich erzählen!

    Und wir haben noch drei Tage Zeit. Erzählt Euren Freunden und Bekannten von der Petition. Je mehr Unterschriften wir haben, umso mehr Gewicht hat unser Wort!

    Beste Grüße
    Euer
    Jonas Schröder

Pro

In allen anderen Bundesländern funktioniert es doch auch, sagt das Video. Ich verstehe nicht, warum bei uns nicht. Es wird auf jeden Fall höchste Zeit, dass sich da auch in NRW was tut. Hier sind die Landesregierung und der Gesundheitsminister gefordert. So geht das nicht weiter.

Contra

Das Gesetz an sich ist eindeutig, da gibt es wohl keinen Zweifel. Aber die Petition solte sich gegen das Gesetz an sich richten, denn warum soll es Aufgabe der GKV sein, eine (aus meiner Sicht) hoheitliche Aufgabe wie die Ausbildung im Rettungsdienst zu übernehmen, der ja nun auch von nicht gesetzlich krankenversicherten Menschen in Anspruch genommen wird? Interessant ist eine Stellungsnahme der AOK, dessen Argumentation ich gut verstehen kann (siehe Quelle). Dennoch meine ausdrückliche Hochachtung für die Menschen, die im Rettungsdienst arbeiten!