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Bild zur Petition mit dem Thema: Herr de Maizière: Neuer Ausweis für transsexuelle Menschen ohne teure Gutachten! Herr de Maizière: Neuer Ausweis für transsexuelle Menschen ohne teure Gutachten!
  • Von: Dorothea Zwölfer mehr
  • An: Bundesinnenminister Thomas de Maizière
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Recht mehr
  • Status: Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 1.588 Unterstützende
    1.479 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Herr de Maizière: Neuer Ausweis für transsexuelle Menschen ohne teure Gutachten!

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Vorweg: Bitte nur mit korrektem Namen unterschreiben, sonst habe ich nachträglich Mehrarbeit! Worum geht es in der Petition? Derzeit kostet ein neuer Personalausweis für transsexuelle (transidente) Menschen, die ihren Vornamen und Personenstand ändern wollen, oft 1200-3000 Euro. Das liegt daran, dass laut Transsexuellengesetz (TSG) 2 Sachverständigengutachten beizubringen sind. Diese kosten je nach Gutachter oft 600-1500 Euro pro Gutachten. Wir fordern deshalb eine Abschaffung der Gutachtenpflicht im TSG! Diese Forderung ist in vielen Forderungskatalogen transsexueller Menschen seit langer Zeit enthalten (mehr dazu ggf. in meinem Blog: www.aufwind2012.wordpress.com). Zum Alltag transsexueller Menschen findet man derzeit einen Film, den das BR Fernsehen am 20.11.2014 ausstrahlte in der Mediathek des BR ("Brückenschlag"). Darin werden Angelique Nagel, meine Frau und ich vorgestellt. Ein Plakat, mit dem man für diese Petition werben kann und das einen Kurzlink + QR Code enthält findet man hier: www.familie-zwoelfer.de/sites/default/files/plakat_petition_a4.pdf - auf der dort verlinkten Website gibt es auch den Link zum Film und weitere Informationen zu meiner Person etc... In meinem Blog (www.aufwind2012.wordpress.com) würde ich mich auch über Kommentare der Zeichnenden freuen, denn diese sind dann längerfristig sichtbar (auch dann, wenn die Petition abgelaufen ist) und so kann man andere auf die Probleme hinweisen, die das derzeitige Verfahren mit sich bringt. *** Update 7.12.2014 *** Damit der Text und der Unterschriftenbogen auf eine beidseitig bedruckbare A4 Seite passen, habe ich Fragen u. Antworten zur Petition und Aussagen der Psychiaterin Anette Güldenring im FAQ Beitrag gebloggt: aufwind2012.wordpress.com/2014/12/07/faq-zur-petition/

Begründung:

Die Geschlechtsangleichung bringt für transsexuelle (transidente) Menschen schon so eine Fülle von Herausforderungen und Problemen mit sich (z.B. im Blick auf Familie und Beruf). Neben den medizinischen Vorgaben des medizinischen Dienstes der Krankenkasse sind die rechtlichen Hürden zusätzliche Steine auf dem Weg der Angleichung, die überflüssig sind. Die Gutachten verursachen oft hohe Kosten und einen größeren Zeitaufwand, der nicht zu rechtfertigen ist. Es ist nicht einzusehen, dass der Staat transsexuelle Menschen im Blick auf eine Ausweisänderung anders behandelt als Menschen, die heiraten wollen (zumal eine Ausweisänderung keinerlei medizinische Folgen hat). Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Grundgesetz Artikel 2) wird durch die Gutachtenpflicht im Transsexuellengesetz unnötig eingeschränkt. Es gibt inzwischen etliche Länder, in denen Gutachten für eine Vornamens- und Personenstandsänderung nicht mehr erforderlich ist (z.B. Dänemark, Argentinien). Prof. Dr. Udo Rauchfleisch – ein klinischer Psychologe und Experte, der seit rund 40 Jahren mit transsexuellen Menschen zu tun hat - macht in der 4. Auflage seines Fachbuchs „Transsexualität – Transidentität“ darauf aufmerksam, „dass [...] Transidentität selbst nichts mit irgendwie gearteten psychischen Störungen zu tun hat.“ (S. 52). Er fordert ein weitgehendes Selbstbestimmungsrecht über das Verfahren der Geschlechtsangleichung und kommt dann zu folgendem Ergebnis: "Die Konsequenz daraus ist, dass es keine Begutachtungen [...] und keine sonstigen Forderungen (z.B. >>Alltagstest oder Verpflichtung zur begleitenden Psychotherapie) mehr gibt.“ (S. 206) Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat am 29. April 2010 alle Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, dass man "offizielle Dokumente" bekommen kann, die der eigenen Angabe über das Geschlecht entsprechen ("that reflect an individual’s preferred gender identity") ohne Zwang zu einer Hormontherapie oder genitalangleichenden Operation. (Zitat vgl.: assembly.coe.int/Mainf.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta10/ERES1728.htm Zeile: 16.11.2.). Noch eine Bitte: Wer die Petition zeichnet / gezeichnet hat, möge überlegen, ob er mir für eine weitere Zusammenarbeit nach Petitionsende seine Daten anvertraut. Auf www.familie-zwoelfer.de/ts-weiterarbeit habe ich ein entsprechendes Eingabeformular erstellt.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Landshut, 20.11.2014 (aktiv bis 19.02.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützende meiner Petition, Da sich in der Politik einiges getan hat und nun mehrere Gesetzentwürfe zum Transsexuellengesetz vorliegen, habe ich eine neue Petition gestartet. Diese wird für die kommende Legislaturperiode gleich nach der Bundestagswahl ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: weil es grundlegende Menschenrechte gibt, die in einer Demokratie gelten sollten. Freiheit ist ein Wert, der seit der französischen Revolution und der Aufklärung Basis für Europa ist. Warum sollte man Freiheitsrechte von Menschen durch Gutachtenzwang ...

PRO: Bei Transsexualität handelt es sich um ein inneres Empfinden, das man von außen nicht so bewerten kann, wie man es gerne darstellt. Daher ist es schon absurd, dass der Staat nun Leute per Gesetz befähigt, es doch zu können. Zudem kommt, dass bei der Geburt ...

CONTRA: Die Petition könnte gut sein, wenn nicht Menschen, die transsexuelle Frauen für "transidente" Menschen halten, die ans "andere Geschlecht angeglichen" werden wollen mit der Petition wieder ihre Hintertür gefunden hätten wie Udo Rauchfleisch. Daher ist ...

CONTRA: "Bei einer Vornamensänderung wird z.B. ein "früherer" männlicher Vorname in einen weiblichen Vornamen geändert. Wem sollte das schaden? Seltsame Thesen..." Offensichtlich nicht verstanden, was die Petition fordert. Ich habe meine Vornamen vom männ. in ...

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