Herr Innenminister Joachim Herrmann,

in der ZDF Talkshow Mybrit Illner haben Sie gesagt, der Vergleich zwischen Vertriebenen und Flüchtlingen sei einen Beleidigung für die Vertriebenen.

Mit dieser Äußerung haben Sie uns, die Nachkommen der Vertriebenen, aber auch unsere Eltern und Großeltern, die die Vertreibung erleiden mussten beleidigt.

Geben Sie uns unsere Ehre wieder und treten Sie zurück.

Begründung

Bereits vor 20 Jahren habe ich ehrenamtlich Flüchtlinge aus allen Ecken der Welt betreut. Die meiste Unterstützung erhielt ich von so bezeichneten Heimatvertriebenen der ersten Generation. Ich habe oft Sätze wie "Wir haben es selbst erleben müssen, wie das ist, aus der Heimat fliehen zu müssen."

Gerade von den Vertriebenen der ersten Generation habe ich immer ein besonderes Mitgefühl für die Flüchtlinge unserer Zeit erfahren dürfen.

Die Äußerung von Herrn Herrmann verhöhnt die große Anteilnahme der Vertriebenen und ist eine dreiste Beleidigung dieser Menschen.

Ich bitte Euch, wenn auch Ihr diese Petition unterstützen wollt und Nachfahren von Vertriebenen seid, unterschreibt diese und schreibt dazu, von wo Eure Eltern oder Großeltern vertrieben wurden, zum Zeichen dafür, dass wir die Kinder und Enkel der Vertriebenen nicht zu den Äußerungen von Herrn Herrmann stehen sondern das Leid und die Not unserer Vorfahren und das Leid und die Not der Flüchtlinge unserer Tage als eines sehen.

Manfred Hierdeis, Vater und Großeltern aus: Giebau, Mähren

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Dadurch werden eher die Flüchtlinge beleidigt. Die wollten in ihrem Land einfach nur in Frieden leben und haben sich dort nicht als "Herrenmenschen" aufgeführt, im Gegensatz zu vielen der sog. Vertriebenen!!! Herrmann schädigt das Ansehen Deutschlands in der Welt in unerträglichem Maße! WIDERLICH!!!

Contra

Herr Herrmann hat Recht! Die Vertriebenen von damals waren Deutsche, sprachen deutsch, waren Christen, hatten dieselbe Kultur und Bildung bzw. Ausbildung. Die Integration mußte nur in den Köpfen der "Reichsdeutschen" stattfinden, die damals massive Vorbehalte gegen den Zuzug ihrer Landsleute (!) hatten. Meine Mutter und ihre Eltern stammten aus dem Sudetenland. Nach der Vertreibung lebten sie in Bayern und haben sofort gearbeitet, meine Oma war Volksschullehrerin, mein Opa Gartenbaumeister. Am Aufbau der BRD haben Flüchtlinge und Vertriebene mit Fleiß und Disziplin tatkräftig mitgeholfen.