In diesem Jahr sind bereits über 400 Krefelder Bäume gefällt worden - ein Ende der Fällaktionen ist nicht in Sicht, da Geld für angemessene, nötige Baumpflegemaßnahmen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt wurde und weitere Fällungen "nach Bedarf" folgen werden. Wertvolle Altbaumbestände werden leichtfertig und kurzsichtig vernichtet. Über Jahrzehnte gewachsene Grün-Ressourcen und Werte gehen uns allen sowie den nachfolgenden Generationen verloren. Wir sind bestürzt über die zunehmend gravierenden Eingriffe in den Naturhaushalt unserer Stadt, die Auswirkungen auf die Gesamtlebensqualität in Krefeld haben.

Der unangemessene Etat-Ansatz im Umweltbereich wird laut Umweltdezernent Thomas Visser "aus Loyalität gegenüber dem Verwaltungsvorstand" mitgetragen, obgleich aus fachlicher Sicht mehr Geld für den Erhalt der Straßenbäume vorhanden sein sollte (vgl. Presseartikel in der WZ v. 03.04., 09.04., 14.04, 17.04.2014). Nach Berechnungen der Fachverwaltung 2012 sind pro Jahr für die Behandlung von Baumkrankheiten 300.000 € und zur Sicherung des Baumbestandes (Pflege allg.) 178.000 € p. a. erforderlich. Der für die Baumbestandspflege 2014 zur Verfügung gestellte Geldbetrag von ca. 150.000 € ist vollkommen unzureichend und wird anscheinend, um der Verkehrssicherungspflicht auf einfachem Wege nachzukommen, zweckentfremdet für Fällaktionen enormen Ausmaßes verwendet. Die Baumstümpfe bleiben als "Mahnmale" sogar zunächst stehen, da das Geld fehlt, um sie auszufräsen. Angesichts der vielen Baumstümpfe ist es gegenwärtig ein bedrückendes Gefühl, auf Krefelder Straßen und Wegen unterwegs zu sein. Welche Bäume werden die nächsten sein? Jeder auch noch so gesund wirkende Baum ist gefühlt irgendwie schon ein potentieller Baumstumpf. Die Baumfällungen reißen auch Wunden in das Rechts- und Fürsorgeempfinden vieler Menschen und beeinträchtigen das Lebensgefühl.

Zur Ratssitzung am 18. September 2014 soll der endgültige Entwurf für den Haushaltsplan der Stadt Krefeld vorliegen und die Stadt über den Haushalt für 2015 beschließen. Bisherige Diskussionen im Rat der Stadt Krefeld vor der Wahl am 25.05.2014 waren nicht zielführend. Man einigte sich nicht auf eine Bereitstellung der erforderlichen Mittel. Einzig eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, die sich mit Fragen von Nachpflanzungen, Standorten, Pflege etc. befassen soll.

Wir fordern unseren Oberbürgermeister, Herrn Gregor Kathstede, dazu auf, den Erhalt der Krefelder Bäume parteienübergreifend zur Chefsache zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass die Lebensqualität in unserer Stadt, ihr Image und ihre Werte auf lange Sicht und für Generationen geschützt und erhalten werden. Es sollte in Krefeld gemeinschaftlich Verantwortung übernommen werden für eine Baumbestandssicherung. Ein langfristig intakter Naturhaushalt und die damit einhergehende Lebensqualität in der Stadt bedarf der Wertschätzung in Politik und Verwaltung - im Interesse aller Bürger und Bürgerinnen und der Gäste unserer Stadt.

Wir fordern verantwortliche Investitionen in eine grüne und lebenswerte Zukunft: - Baumpflegegelder ab sofort für Pflege verwenden statt zweckentfremdet für Baumfällungen - unabhängige externe und kompetente Fachleute bei der Baumpflege hinzuziehen und alternative Baumerhaltungskonzepte umsetzen - Bereitstellung aller erforderlichen Gelder im Haushaltsbeschluß für 2015 - für Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen für geschädigte Bäume - für die Behandlung von Baumkrankheiten - für die Sicherung des Baumbestandes bzw. für Neupflanzungen als Ersatz für evtl. nicht zu vermeidende Baumverluste

Begründung

Abholzen von Bäumen in diesem Ausmaß ist keine Lösung und eine Schande für die Stadt. Krefeld kann sich so nicht mehr guten Gewissens eine grüne Stadt nennen, schädigt sein Image und das Lebensgefühl seiner Einwohner.

Baumfällungen dürfen nur in Ausnahmefällen "notwendig" sein. Eine Perspektive für den gesamten Baumbestand ist bei diesem radikalen Vorgehen und ohne angemessene Pflegegelder nicht mehr gegeben, da Anzahl und Zustand der Bäume immer weiter heruntergewirtschaftet werden und in Folge auch immer mehr Bäume chancenlos der Säge zum Opfer fallen. Ohne nachhaltige Fürsorge werden sich Baumkrankheiten immer schneller und weiter ausbreiten. Bäume müssen mit passenden Pflegemaßnahmen angemessen betreut werden, um Nachfolgeerkrankungen in Zaum zu halten und die Lebensdauer der Bäume zu verlängern. Die Einbeziehung von unabhängigem, kompetentem Sachverstand nach neustem Standard durch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige kann bei der Begutachtung, Diagnose und Prognose von Bäumen verhindern, dass es zu Fehlinterpretationen und vorschnellen Aktionen kommt (www.baumsachverstand.de, www.der-baumfluesterer.de/html/sachverstaendiger.html).

Baumfällungen haben seit 2005 im Stadtgebiet kontinuierlich zugenommen. Die Entwicklung der Baumverluste durch Fällungen und ausbleibende Nachpflanzungen über die vergangenen Jahre ist dramatisch und beläuft sich auf 1.280 Bäume. Das Budget für Nachpflanzungen 2014 von 25.000 € würde für etwa gerade einmal 6 Straßenbäume im gesamten Stadtgebiet reichen. Für die allein in 2014 schon gefällten mindestens 415 Bäume (www.krefeld.de/de/fb-67/baumfaellungen-2014) ergibt sich bereits ein Gesamt-wertverlust von 1.370.200,- € bei Kosten von je 3.880,- € für ca. 295 Straßenbäume und je 1.880,- € für ca. 120 Bäume in Parks und Grüngürteln. Die Kosten für das Abholzen der Bäume und das Ausfräsen von Stümpfen sind darin nicht eingerechnet. Zudem wird dabei nur vom Wert für Jungbäume ausgegangen. Der Wert eines Baumes entsprechend des Alters wird nicht berücksichtigt (vgl. Baumwertermittlung Methode Koch). Um wieviel höher noch ist damit der Wert, der in Krefeld schon vernichtet wurde!

Neben dem Aspekt, dass große, alte Bäume ein Geschenk für eine Stadt sind und wesentlich zur Regeneration und Erholung der Menschen beitragen, spielen Bäume insbesondere eine wesentliche Rolle im Stadtklima bzw. für die Gesundheit ihrer Bürger (www.umwelt-audit.lernnetz.de/pages/n415/3_03A_D_Wert_des_Baumes.pdf). Die Baumfällungen stehen in krassem Widerspruch auch zum Wissen um ökologische Zusammenhänge. Die Bedeutung von Bäumen als Luftfilter, und hier insbesondere großer Baumkronen, die die größten Mengen an CO2 binden, wird sträflich mißachtet (www.arboristik.de/baumpflege-neue-baeume.html, www.arboristik.de/links/htm, www.arboristik.de/baeume_diverses.htm). Die Stadt räumt ein, dass es wegen der zu hohen Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid einen Handlungsbedarf in Sachen Luftreinhalteplan gibt (WZ vom 05.06.14). Wenn sich die Luftqualität in der Stadt verschlechtert, wird die Gesundheit vieler Menschen in Krefeld, insbesondere von Kindern und geschwächten Menschen, noch mehr bedroht werden. Es gilt als erwiesen, dass die Menschen, die in der Stadt leben, mehr von allergischen Erkrankungen betroffen sind, als die Landbevölkerung. Eine Hauptursache wird in den Umweltfaktoren gesehen. Die Pflege unserer grünen Lunge kann diesen Entwicklungen entgegenwirken.

Um Identifikation und Liebe zur eigenen Stadt sowie ein gutes Lebensgefühl zu erhalten, braucht unser Gemeinwesen einen respektvollen, fürsorglichen Umgang miteinander, den Schutz allen Lebens, der Natur/Umwelt sowie auch unserer kulturellen Errungenschaften. Wenn diese Wertschätzung nicht mehr Maßstab allen Handels ist, verliert unsere Stadt und Gesellschaft zusehends an Lebenswert!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    vor über einem Jahr ging es los ... - Entrüstet über zahllose Fällaktionen und einen fortschreitenden Abbau der Lebensqualität in unserer Stadt Krefeld setzte sich unsere Initiative für ein Umdenken in Verwaltung und Politik bzw. eine nötige und nachhaltige Wertschätzung unserer grünen Ressourcen ein. Wir forderten die Bereitstellung angemessener Gelder für nötige Pflegemaßnahmen und Neupflanzungen und den Erhalt der Krefelder Bäume.

    Mit dem Start dieser Petition am 27.06.2014 wollten wir verstärkt öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und eine Möglichkeit der Solidarisierung bieten. Die Petition wurde Herrn Oberbürgermeister Kathstede am 25.08.2014 übergeben. 1.940 Unterstützerinnen und Unterstützer forderten "Herr Oberbürgermeister: Retten Sie unsere grüne Stadt Krefeld!"

    Erfolgreiches Ergebnis der Petition:
    Ein gutes Jahr später nun freuen wir uns über ein sehr positives Ergebnis der Petition! Nach langem politischen Ringen um einen tragfähigen Haushalt wurde in der Ratssitzung am 18. Juni 2015 der Etat für 2015 letztlich verabschiedet. Das uns von der CDU-Fraktion dazu übermittelte Schreiben vom 07. Juli 2015 zeigt eine Übersicht zur Mittelbereitstellung für den Bereich Baumpflanzung, Baumpflege pp. in den Jahren 2015 bis 2018. Dropbox-Link:
    www.dropbox.com/s/8ovdq7rngqa0n0w/Mittelbereitstellung%20B%C3%A4ume%20Juli%202015.pdf?dl=0

    Mittelbereitstellung für Baumpflege/-neupflanzungen (im Vergleich):

    2015: Gesamt 881.152,00 € (523.000,00 € für Baumbestandspflege / 358.152,00 € für Investitionen/Neupflanzungen )

    2014: Gesamt 175.000,00 € (150.000,00 € für Baumbestandspflege / 25.000,00 € für Investitionen/Neupflanzungen)

    Dies bedeutet eine enorme Steigerung! Dem von der Verwaltung eingebrachten Haushaltsentwurf für 2015 wurde damit weitgehend entsprochen (vgl. Blog-Eintrag vom 03.02.15). Wachsamkeit ist allerdings geboten, da für die Folgejahre die Gelder niedriger angesetzt sind (vgl. Liste zur Mittelbereitstellung)!

    Die Bezirksregierung muß diesen Haushalt insgesamt allerdings noch genehmigen, da sich unsere Stadt im Nothaushalt befindet. Dies könnte u. U. noch bis zum Jahresende dauern. Hoffen wir nun auf einen positiven Bescheid der Bezirksregierung, denn letztlich wären sonst alle städtischen Bereiche wiederum von Sparmaßnahmen betroffen.

    Was grundlegend zählt:
    Ganz gleich wie es auch ausgehen mag - den größten Erfolg stellt das durch unsere Petition eingeforderte und nunmehr auch durch den neuen Haushalt in den Fokus gerückte neue Bewusstsein in Politik und Verwaltung dar: Konkurrierende Interessen dürfen nicht dazu führen, dass die für die Lebensqualität der Menschen wichtigen Grundlagen ganz aus dem Blick geraten und verkümmern. Eine positive Entwicklung der Stadt wird nur mit dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen gelingen können.

    Dankeschön!
    Wir danken in diesem Zusammenhang allen Beteiligten für den Austausch von Meinungen und Perspektiven, Kooperation und auch Kritik sowie manch hilfreichen Tipp und Unterstützung. Ein dickes Dankeschön (mit einer nachfolgenden Spende) geht hier auch an openPetition, die sich als gemeinnützige GmbH der Förderung der Bildung, des demokratischen Staatswesens und bürgerschaftlichen Engagements verschrieben haben. Ihre Plattform sorgt dafür, dass Menschen etwas bewirken können.

    Letztendlich verdienen alle die Wertschätzung ihrer Arbeit. Vieles ist sehr arbeitsintensiv geworden. Die Dinge sind in der Tat sehr komplex und oft nicht leicht zu bewältigen. Wir wünschen uns und allen Beteiligten, dass Widerstände immer positiv als Anregung zur eigenen Weiterentwicklung genutzt werden können - auf dass wir alle nach neuen Wegen suchen, um unsere Ziele kreativ und miteinander zu verwirklichen.

    Wie geht es weiter mit den Krefelder Bäumen?
    Auf der Webseite der Bürgeraktion Baumschutz Krefeld e. V. (www.buergeraktion-baumschutz.de) können Sie sich darüber informieren, wie es mit den Krefelder Bäumen weitergeht. Auch zu noch laufenden gemeinsamen Aktionen wie bspw. den Stellungnahmen der Oberbürgermeister-Kandidaten zur Entwicklung des Baumbestands wird dort aktuell berichtet. Sollte nochmal ein Kontakt zu uns gewünscht sein, so wäre das über diesen Verein ebenfalls möglich. Auch auf der Webseite des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V./Kreisgruppe Krefeld (www.bund-krefeld.de) werden Informationen rund um Natur und Umwelt geboten. Und falls Sie Lust bekommen haben "mitzumischen" - bei beiden Vereinen werden tatkräftige Mitstreiter/-innen, Unterstützer/-innen und Freunde gesucht!

    Vielen Dank für Ihr Engagement zugunsten der Krefelder Bäume und alles Gute für die Zukunft!
    Bleiben Sie dran, die Welt braucht Menschen wie Sie ...

    Mit freundlichen Grüßen

    Doris Moorees
    für die Initiative Erhalt der Krefelder Bäume

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    seit unserer letzten Nachricht sind drei Monate vergangen, doch Entscheidungen zum Haushalt stehen noch aus. Es war für uns eine intensive Zeit. Bei allen relevanten Ausschuss- und Ratssitzungen waren wir mit kontinuierlicher Präsenz - man hörte auch sagen "standhaft wie ein Baum" - vor Ort, um für den Erhalt des Krefelder Baumbestands bzw. die Bereitstellung angemessener Gelder im nächsten Haushalt einzutreten. Ein langer Atem ist nötig, das Thema bis zu den abschließenden Etatberatungen zu begleiten. Wir wollen hoffen, dass mit der heutigen Sitzung des Finanzausschusses der Weg zu einem erfolgreichen Etatbeschluss bei der Ratssitzung am 18. Juni 2015 bereitet wird.

    Tendenzen: Auf unser letztes Schreiben vom 04.03.2015 an Herrn Oberbürgermeister Gregor Kathstede und den Rat der Stadt Krefeld teilte die CDU-Fraktion mit Schreiben vom 17. März 2015 mit, dass sie die im Entwurf des Haushaltsplanes der Stadt Krefeld für das Haushaltsjahr 2015 vorgesehenen Mittel für die Pflege bzw. Unterhaltung des Baumbestandes in Höhe von rd. 800.000 € ebenso wie die Mittel für die Durchführung von Ersatzbeschaffungen in Höhe von 345.900 € als ausreichend ansieht, zumal die diesbezüglichen Möglichkeiten der Stadt Krefeld angesichts ihrer Nothaushaltslage begrenzt sind. Sie hofft auf Verständnis und verweist auch auf ihre darin erkennbare Bereitschaft, Maßnahmen zur Pflege- und Weiterentwicklung bzw. Sicherung der Haltung des Krefelder Baumbestandes städtischerseits finanziell über das bisherige Maß hinaus zu unterstützen und zu fördern.
    Die SPD-Fraktion betonte mit Schreiben vom 12. März 2015 nochmals, dass es sich bei unserem Wunsch nach Bereitstellung angemessener Gelder zum Erhalt des Krefelder Baumbestandes auch um ein ihr wichtiges Anliegen handele. Ratsfrau Gabi Schock, umweltpolitische Sprecherin der SPD, führe diesbezüglich viele Gespräche mit Politik und Verwaltung, um eine breite Akzeptanz für die Notwendigkeit des Erhalts unserer Straßenbäume zu schaffen. Der Fraktionsvorsitzende Ulrich Hahnen versicherte, unser Anliegen mit in die Haushaltsplanberatungen aufzunehmen.
    Herr Oberbürgermeister Kathstede betonte mit Schreiben vom 11. März 2015 wiederum, dass ihm die Bewahrung unseres grünen Stadtbildes sehr am Herzen läge, und dankte ausdrücklich für den engagierten Einsatz zum Wohle der Samt- und Seidenstadt. Im Übrigen blieben die Haushaltsberatungen in den politischen Gremien abzuwarten. Er wünschte uns weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

    Forderungskatalog an die OB-Kandidaten:
    Im Rahmen der bevorstehenden Wahl zum Oberbürgermeister/zur Oberbürgermeisterin der Stadt Krefeld am 13. September 2015 hat sich unsere Initiative Erhalt der Krefelder Bäume mit 3 anderen Krefelder Gruppierungen (Bürgeraktion Baumschutz, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)/ Kreisgruppe Krefeld und Initiative "3.333 Bäume für Krefeld"/Werkhaus e. V.) zusammengefunden. Unter dem Namen "Baumforum Krefeld" haben wir uns am 28.05.2015 in einem offenen Brief zur Entwicklung des Baumbestands mit einem Forderungskatalog an die fünf OB-Kandidaten/Kandidatin gerichtet, um ihre Ansichten und Schwerpunkte zum Thema Stadtbäume kennenzulernen. Eine zeitnahe Stellungnahme dazu wurde erbeten. Ziel des Baumforums ist, einen "Anstoß" zu geben - zur Umsetzung einer Vision für eine lebenswerte Stadt Krefeld.

    Der Forderungskatalog wurde auf Basis des vorhandenen Baumkonzepts der Stadt Krefeld über die letzten 6 Monate gemeinsam mit Fachleuten und Vertretern der Parteien in intensiven Arbeitsbesprechungen entwickelt, um das Stadtklima zu verbessern und die Lebensqualität, vor allem im dicht bebauten Zentrum, zu sichern sowie Krefeld als "grüne Stadt" stärker zu profilieren.

    Über folgende Dropbox-Links können Brief und Forderungskatalog eingesehen werden:
    www.dropbox.com/s/6eqmlcnrjtt3a0x/Anschreiben%20OB%202015%20%2828.05.2015%29%20signiert.pdf?dl=0
    www.dropbox.com/s/l16i25bj9a09n5a/Forderungskatalog%20OB%202015%20%2828.05.2015%29%20signiert.pdf?dl=0

    Mit freundlichen Grüßen

    Doris Moorees
    für die Initiative Erhalt der Krefelder Bäume

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    die Initiative Erhalt der Krefelder Bäume hat sich in Anbetracht der bevorstehenden wichtigen finanziellen Entscheidungen zum Haushalt 2015 nochmals in einem offenen Brief im Namen aller 1.940 Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition "Herr Oberbürgermeister: Retten Sie unsere grüne Stadt Krefeld!" zum Thema Bereitstellung angemessener Gelder zum Erhalt des Krefelder Baumbestands an den Vorsitzenden des Rates, Herrn Oberbürgermeister Gregor Kathstede, sowie die verschiedenen Fraktionen, Gruppierungen und Einzelpersonen im Rat der Stadt Krefeld gewandt.

    Das unglaubliche Ausmaß an Fällungen hat im Jahr 2014 einen traurigen Rekord von rd. 900 Bäumen erreicht. Neupflanzungen entsprechen in keiner Weise den Verlusten. Ein Umdenken zur Verbesserung des Stadtklimas ist von verschiedenen Seiten aus erforderlich, eine Stärkung der grünen Lunge Krefelds gehört unverzichtbar dazu.

    Nachstehend übermitteln wir Ihnen zu Ihrer Information den genauen Brieftext.

    Mit freundlichen Grüßen

    Doris Moorees
    für die Initiative Erhalt der Krefelder Bäume


    Brieftext:
    ---

    Krefeld, 03.03.2015

    Offener Brief
    Haushaltsberatungen 2015 / Bereitstellung angemessener Gelder zum Erhalt
    des Krefelder Baumbestands
    Unsere Schreiben vom 26.06.2014, 03.09.2014 sowie 03.12.2014


    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
    sehr geehrte Damen und Herren des Krefelder Rates,

    in Anbetracht der von Ihnen zu treffenden wichtigen finanziellen Entscheidungen zum Haushalt 2015 und der damit verbundenen weitreichenden Folgen verweisen wir hiermit nochmals eindringlich auf das Anliegen der rd. 2.000 Unterstützer und Unterstützerinnen der Petition "Herr Oberbürgermeister: Retten Sie unsere grüne Stadt Krefeld!".

    Die enorme Tragweite der bestehenden Problematik von Baumkrankheiten/-schwächungen ist bekannt. Ebenso die tiefgreifende Emotionalität des Themas bzw. die große Betroffenheit in der Bevölkerung angesichts des unglaublichen Ausmaßes an Fällungen und der bei weitem nicht in ausgleichendem Maße erfolgten Neupflanzungen. Im vergangenen Jahr 2014 wurde eine bisherige traurige Rekordzahl von rd. 900(!) Bäumen gefällt. Die weitaus geringere, genaue Zahl an Neupflanzungen ist angefragt und soll bis zum Ende der Woche vorliegen.

    Das grüne Image, das Gesicht unserer Stadt Krefeld hat dringenden Zuwendungsbedarf. Lebensgrundlagen, Gesundheit und Lebensqualität der Krefelder Bürgerinnen und Bürger müssen insbesondere auch im Innenstadtbereich geschützt werden. Wie noch 'akzeptable' Feinstaubwerte und eine über den Grenzwerten liegende Stickoxid-Belastung im Stadtbereich zeigen, ist ein Umdenken bzw. eine Umstrukturierung zur Verbesserung des Stadtklimas von verschiedensten Seiten aus erforderlich. Die Stärkung der grünen Lunge unserer Stadt durch Neupflanzungen und weitestgehenden Erhalt großer Bäume bzw. Baumkronen gehören unverzichtbar dazu.

    Nach Jahren der extremen Vernachlässigung des Bereichs Grünflächen und des rapiden Abbaus der städtischen "Grün-Ressourcen" ist hier eine weitsichtige Politik vonnöten, die sich der Verantwortung auch für nachfolgende Generationen stellt. Es müssen unbedingt die entsprechenden angemessenen Mittel für das Baumkonzept der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden, um dem erhöhten Pflegebedarf der Bäume gerecht zu werden und den Krefelder Baumbestand auch für die Folgejahre zu garantieren.

    Als erfreulich haben wir empfunden, dass einige Parteien sich für unsere Initiative bedankt haben, ihr eigenes Engagement zum Teil bekundet und ihre bisherigen Bemühungen in diesem Thema auch dokumentiert haben. Bei den Parteien, die uns mitteilten, sich mit dem Thema 'befassen' zu wollen, hoffen wir jetzt auf zukunftsfähiges Denken und Handeln im Interesse der Einwohner unserer Stadt. Wir appellieren hiermit an alle Parteien, parteienübergreifende Lösungen anzustreben und sich an einer erweiterten Vision für eine lebenswerte Stadt und deren Chancen zu orientieren.

    In diesem Sinne hoffen wir für alle heutigen und späteren Bürgerinnen und Bürger Krefelds auf zielführende Haushaltsberatungen!

    Mit freundlichen Grüßen ...

Pro

Die Petition spricht für sich! Will man zu der klammen Haushaltlage auch noch wertvolle Ressourcen einfach zerstören und die Bürger darüber hinaus "vergraulen"? Müssen wir wirtschaften gegen Gefühle oder Wirtschaften mit Gefühl - und Weitsicht?

Contra

Die Stadt befindet sich in einem Not-Haushalt. Der kurzsichtige Bürger schreit danach morsche Bäume für teures Geld zu erhalten. Und der gleiche Bürger beklagt sich dann darüber, wenn dafür woanders gekürzt werden muss...