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Bild zur Petition mit dem Thema: Ich lehne die Aufnahme von Kernkraftwerksabfällen auf die Deponien Schwieberdingen und Horrheim ab Ich lehne die Aufnahme von Kernkraftwerksabfällen auf die Deponien Schwieberdingen und Horrheim ab
  • Von: Dr. Dierk-Christian Vogt mehr
  • An: Landrat Rainer Haas
  • Region: Landkreis Ludwigsburg mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 2.008 Unterstützende
    1.692 in Landkreis Ludwigsburg
    Sammlung abgeschlossen.

Ich lehne die Aufnahme von Kernkraftwerksabfällen auf die Deponien Schwieberdingen und Horrheim ab

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Ab dem Jahr 2017 sollen auf den landkreiseigenen Deponien Horrheim und Schwieberdingen 3550 t sogenannte freigemessene Abfälle, also gering radioaktive Reststoffe aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim eingebaut werden. Zusätzlich sind weitere uneingeschränkt freigegebene Abfälle aus Neckarwestheim zu erwarten, die auch noch eine geringe Strahlenaktivität aufweisen können, aber staatlich nicht überwacht werden müssen. Dies gilt es aus Sorge um die Risiken für die Standort- und Nachbargemeinden und deren folgende Generationen zu verhindern.

Begründung:

Auch bei einer zu erwartenden niedrigen zusätzlichen individuellen Strahlendosis sollte der einzelne Bürger entscheiden können, ob er hierzu über Jahrzehnte bereit ist. Nach dem jüngsten nicht sachgemäßen Umgang mit Asbest auf der Schwieberdinger Deponie haben wir kein Vertrauen in den ordnungsgemäßen Umgang mit gering radioaktiven Kernkraftwerksabfällen, sogenannte freigemessenen Abfällen. Nachdem die Deponierung von freigemessenem Müll aus Karlsruhe jahrelang verheimlicht wurde, haben wir kein Vertrauen in die Kommunikation mit dem Deponiebetreiber. Der Kernkraftwerksbetreiber EnBW bietet nicht die ausreichende öffentliche Transparenz, so dass die Strahlenschutzmesswerte und der langfristige Verbleib der Abfälle nicht ausreichend nachvollzogen werden können. Die Umrechnung der im Kernkraftwerk ermittelten Strahlenaktivität in die auf und um die Deponien über Jahrzehnte und Jahrhunderte zu erwartende Strahlendosis ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Prinzipiell notwendige Strahlenschutzkontrollen z.B. des Sicker- und Grundwassers sind nicht regelhaft vorgesehen. Die freie Nachnutzung der Deponien wird durch die freigemessenen Abfälle unmöglich gemacht.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Schwieberdingen, 09.03.2016 (aktiv bis 08.12.2016)


Neuigkeiten

Liebe Deponiebesorgte, wir wollen Sie über den aktuellen Stand informieren und bitten ganz konkret um Ihre Unterstützung ! Der Rückbau des Kernkraftwerkes Neckarwestheim I hat begonnen, obwohl die von uns reklamierte "nachhaltige Entsorgung" des brisanten ...

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Debatte zur Petition

PRO: Bei der geplanten irrsinnigen Verteilung entstehen dezentrale Atom-Müll-Berge mit unkalkulierbaren Rest-Risiken für Generationen unter enormen Zusatzkosten. Hier entsteht mit politischer Hilfe / Dudung eine neue profitgesteuerte Abfallindustrie zu Lasten ...

PRO: die Abfälle können auf dem jetzigen AKW-Gelände mit den wenigsten Risiken u. geringsten Kosten verarbeitet u. deponiert werden. Zudem entfallen dann auch die Transporte. Dies ist übrigens auch die Meinung der Bürgerinitiative mittlerer Neckar (NWH / Heilbronn) ...

CONTRA: Irgendwo müssen die radioaktiven Abfälle nunmal hin. Wo soll das Ihrer Meinung nach sein? (Vermutlich "egal wo, nur nicht bei uns"?)

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Petitionsverlauf