Ab dem Jahr 2017 sollen auf den landkreiseigenen Deponien Horrheim und Schwieberdingen 3550 t sogenannte freigemessene Abfälle, also gering radioaktive Reststoffe aus dem Rückbau des Kernkraftwerks Neckarwestheim eingebaut werden. Zusätzlich sind weitere uneingeschränkt freigegebene Abfälle aus Neckarwestheim zu erwarten, die auch noch eine geringe Strahlenaktivität aufweisen können, aber staatlich nicht überwacht werden müssen. Dies gilt es aus Sorge um die Risiken für die Standort- und Nachbargemeinden und deren folgende Generationen zu verhindern.

Begründung

Auch bei einer zu erwartenden niedrigen zusätzlichen individuellen Strahlendosis sollte der einzelne Bürger entscheiden können, ob er hierzu über Jahrzehnte bereit ist. Nach dem jüngsten nicht sachgemäßen Umgang mit Asbest auf der Schwieberdinger Deponie haben wir kein Vertrauen in den ordnungsgemäßen Umgang mit gering radioaktiven Kernkraftwerksabfällen, sogenannte freigemessenen Abfällen. Nachdem die Deponierung von freigemessenem Müll aus Karlsruhe jahrelang verheimlicht wurde, haben wir kein Vertrauen in die Kommunikation mit dem Deponiebetreiber. Der Kernkraftwerksbetreiber EnBW bietet nicht die ausreichende öffentliche Transparenz, so dass die Strahlenschutzmesswerte und der langfristige Verbleib der Abfälle nicht ausreichend nachvollzogen werden können. Die Umrechnung der im Kernkraftwerk ermittelten Strahlenaktivität in die auf und um die Deponien über Jahrzehnte und Jahrhunderte zu erwartende Strahlendosis ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Prinzipiell notwendige Strahlenschutzkontrollen z.B. des Sicker- und Grundwassers sind nicht regelhaft vorgesehen. Die freie Nachnutzung der Deponien wird durch die freigemessenen Abfälle unmöglich gemacht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Dierk-Christian Vogt aus Schwieberdingen
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Neuigkeiten

  • Am Freitag,dem 21.7. findet die Kreistagsentscheidung über den Einbau von freigemessenen radioaktiven Abfällen aus dem Kernkraftwerk Neckarwestheim auf den Bauschuttdeponien in Schwieberdingen und Horrheim statt.
    Kommen Sie um 14:30 Uhr zur öffentlichen Sitzung und zeigen Ihr Interesse!

    Zur Vorbereitung führen wir eine Kundgebung mit Demonstrationszug in Schwieberdingen am Montag, den 17. Juli von 17 bis 19:15 Uhr durch.
    Zeigen Sie Ihre Ablehnung gemeinsam mit den Bürgermeistern Lauxmann und Kürner, einem Vorstand einer Bank, einem Arzt, Kreisräten, Bürgerinitiativen, etc.
    Nur durch Ihre Präsenz können wir unsere reelle Chance, die wir haben, nutzen!

  • Liebe Deponiebesorgte,

    wir wollen Sie über den aktuellen Stand informieren und bitten ganz konkret um Ihre Unterstützung !

    Der Rückbau des Kernkraftwerkes Neckarwestheim I hat begonnen, obwohl die von uns reklamierte "nachhaltige Entsorgung" des brisanten Materials nicht gesichert ist. Umweltminister Untersteller und Landrat Dr. Haas halten unbeirrt an ihrem umstrittenen Verteilungsplan zu Gunsten der EnBW fest, obwohl es dagegen breiten Widerstand gibt. Viele strittige Sachfragen sind nach wie vor ungeklärt. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung von Entsorgungsalternativen, deren Machbarkeit von uns mit einem Gutachten belegt wurde, sind nur unzureichend oder gar nicht erfolgt. Man verweigert einfach eine "zentral gesicherte Verwahrung unter weiterer Atomaufsicht"!

    Der mit Risiken verbundene Einbau von "freigemessenen radioaktiven Abfällen" auf den Deponien Froschgraben in Schwieberdingen und Burghof in Vaihingen-Horrheim wird damit konkreter. Es ist zwar 5 vor 12, aber dennoch nicht zu spät, um nochmals klare Position zu beziehen. Jede(r) kann nochmals seinen persönlichen Standpunkt zur Sache reflektieren und entscheiden, ob er die Verteilung/Einlagerung des brisanten Materials in seiner unmittelbaren Nachbarschaft mit deren langfristigen Folgewirkungen akzeptiert oder sich aktiv dagegen engagiert. Es gibt folgende Möglichkeiten dazu:

    Informationen der Kritiker an dem offiziellen 10 Mikrosievert-Freigabekonzept finden sie unter:
    www.froschgraben-freigemessen.de/
    www.baesh.de/
    (unter letzterem Link kann demnächst eine aufklärende Broschüre zum Thema heruntergeladen werden)

    Persönlich können Sie sich am Freitag, 12. Mai 2017, 19.30 Uhr im
    Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3 informieren
    Ursula Schönberger vom Projekt atommüllreport.de präsentiert und diskutiert mit uns das Thema:
    Atommüll 2017 - Ewigkeitsschäden und andere Kleinigkeiten
    Der Eintritt ist frei
    www.antiatom-ludwigsburg.de/termine-antiatom-ludwigsburg/atommüll-2017-ewigkeitsschäden-ursula-schönberger.html

    Der Widerstand wird aber nicht nur von den Anwohnern/innen getragen, sondern wird nahezu einstimmig von den Bürgermeistern und Gemeinderäten der Standortkommunen der Deponien im Landkreis sowie deutschlandweit unterstützt.

    Auch der Widerstand im Kreisrat Ludwigsburg wächst. Am 2. Juni könnte eine große Mehrheit der Kreisräte der Freien Wähler, der FDP, der SPD, der Linken und einige Bürgervertreter der Grünen und einzelne Bürgervertreter der CDU eine Deponierung dieser kritischen Abfälle im Landkreis Ludwigsburg ablehnen.

    Teilen Sie den Kreisräten im Vorfeld Ihre Meinung mit:
    www.landkreis-ludwigsburg.de/sbi/kp0040.php?__kgrnr=1

    Teilen Sie Ihre Meinung auch den von Ihnen gewählten Landtagsabgeordneten, Vertretern des Regionalparlaments, Bundestags- und Europaparlamentsabgeordneten mit, so dass sich an der derzeitigen unzureichenden Rechtslage bald etwas ändert:
    www.landkreis-ludwigsburg.de/deutsch/politik-und-verwaltung/kreistag/parlamentarische-vertreter-aus-dem-landkreis/

    und zeigen Sie bitte Ihr Interesse an dem Thema durch Ihre persönliche Präsenz bei der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) im Landratsamt Ludwigsburg, Hindenburgstraße 40, im kleinen Sitzungssaal im 1.OG (Konferenzzone) am Freitag, den 2.Juni ab 14 Uhr. Auch unsere Bürgervertreter brauchen Ihre Unterstützung.

    Unsere Arbeit seit zwei Jahren kostet Energie, Zeit und leider auch Geld. Bitte unterstützen Sie uns durch eine absetzbare Spende an unseren Kooperationspartner
    "Initiativkreis Müllgebühren Ludwigsburg (IMLB)" (für die steuerliche Anrechnung reicht bis 100 € eine Kopie der Überweisun
    VR-Bank Asperg-Markgröningen
    DE52604628080081674007
    Stichwort: Freimessmüll

    Herzlichen Dank!

    Wir freuen uns über jede und jeden, die oder der sich mit uns gemeinsam gegen den Einbau von Kernkraftwerksabfällen und anderen radioaktiven Abfällen auf "unseren" Deponien engagieren möchte.

    Bitte verbreiten Sie diese Mail in Ihren Familien, Ihrer Nachbarschaft, Freundes-, Vereins- und Kollegenkreis
    - wir können nur alle gemeinsam etwas erreichen.

    Mit optimistischen Grüßen
    Dr. Dierk-Christian Vogt
    Interessengemeinschaft Deponien Schwieberdingen-Horrheim
    www.froschgraben-freigemessen.de

  • Am letzten Donnerstag kamen über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur der vom Schwieberdinger Bürgermeister ausgerichteten Informationsveranstaltung zum Deponiethema. Die Stimmung war teilweise aufgeheizt, da eine offenbare Mehrheit Herrn Landrat Dr. Haas und dem Vertreter des Umweltministeriums Herrn Niehaus Ihren Unwillen zur Deponierung sog. freigegebener radioaktiver Kernkraftwerksabfälle mitgeben wollten.
    Nun liegt es an den Horrheimern, durch Ihr Kommen und evtl. Ihren Fragen auch von dortiger Seite ein Bürgerinteresse zu zeigen, auch wenn die dortige Veranstaltung einseitig von der AVL organisiert wird und kein Kritiker auf dem Podium sitzt.

Pro

Bei der geplanten irrsinnigen Verteilung entstehen dezentrale Atom-Müll-Berge mit unkalkulierbaren Rest-Risiken für Generationen unter enormen Zusatzkosten. Hier entsteht mit politischer Hilfe / Dudung eine neue profitgesteuerte Abfallindustrie zu Lasten der Bevölkerung u. des Steuerzahlers.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.