Health

Modellprojekt zum Anbau von Medizinalhanf und für die Abgabe an Patienten in Südbaden

Petition is directed to
Stadt Emmendingen / Land Baden Württemberg
462 Supporters
77% achieved 600 for collection target
  1. Launched May 2019
  2. Time remaining 3 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Prohibition und Repression sind als drogenpolitische Instrumente insbesondere bei Cannabis offenbar und offensichtlich gescheitert. Es wird Zeit, neue Wege zu erproben. Die internationale Entwicklung legt nahe, dass eine Regulierung des Cannabismarktes mittelfristig auch in Deutschland wahrscheinlich ist. Dann wird es darauf ankommen, optimale Bedingungen zu schaffen, bei denen Jugend- und Verbraucherschutz einen hohen Stellenwert haben.

Die Stadt Emmendingen möchte sich an dieser Entwicklung aktiv beteiligen und erforschen, inwieweit ein regulierter Markt der Versorgung der Konsumenten und Patienten auf dem Schwarzmarkt überlegen sein kann und gut für den Jugendschutz ist. §3 BtMG bietet grundsätzlich die Möglichkeit für Forschungsprojekte im Drogenbereich. Bei der Heroinvergabe in sieben Städten an 1.000 Abhängige wurde diese Vorschrift erfolgreich angewendet. Bisherige Anträge für Cannabis-Modellversuche anderer Städte (Münster, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) führten bisher jedoch zur Ablehnung. Die Erstellung eines eigenen aufwendigen Antrags inklusive Forschungsdesign für die Stadt Emmendingen oder Freiburg ganz allgemein lohnt sich deshalb erst, wenn es einen klaren rechtlichen Rahmen für solche Modellprojekte gibt. Die Bundesländer Bremen, Thüringen und Berlin haben 2017 einen Antrag im Bundesrat eingebracht, um diese rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Der Antrag wurde abgelehnt. Nun ist diese Forderung auch im Bundestag angekommen. Auch die Verfügbarkeit der Medizin, ist für Patienten mit Rezept desolat. - Lieferengpässe!

Als konkretes Modell schlagen wir einen Cannabis Social Club (CSC) vor. Dieser soll an einem gesicherten Ort nach folgenden Regeln betrieben werden:

  • Mitglied werden kann jeder Cannabispatient in Südbaden.

  • Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung des Cannabis erfolgt durch qualifiziertes Personal.

  • Die Abgabe des Cannabis erfolgt ausschließlich an Mitglieder gegen einen Kostenbeitrag.

  • Jedes Mitglied erhält höchstens die medizinisch indizierte Eigenbedarfsmenge

  • Ein Handel mit Cannabis oder eine Abgabe an Dritte, insbesondere Minderjährige, bleibt illegal und führt zum Ausschluss.

Die Gemeinde überwacht einen ordnungsgemäßen Betrieb, kontrolliert die Sicherheit, Qualität, den Wirkstoffgehalt und Verbleib der Cannabinoidmedizin. Der CSC bietet darüber hinaus bedarfsgerechte Präventions-, Informations-, Hilfs- und Schadensminderungsangebote, u. a. durch die Förderung von Konsumformen ohne Verbrennung, wie z. B. Verdampfung. Eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts ist wünschenswert, beispielsweise durch Unterstützung der offiziellen Begleitstudie (auch durch Privatpatienten). Als Alternative zum CSC-Modell wäre auch ein Anbau durch die Stadt selbst sowie die Abgabe durch die Stadt oder über Apotheken denkbar.

Den Entwurf einer Resolution zum Thema Modellprojekt Cannabis in unserer Stadt Emmendingen und Südbaden... Findet ihr zum Download unter folgendem Link:

cph-sks-cannabis-als-medizin-sudbaden-baden-wurttemberg.webnode.com/projekte

NEUIGKEITEN ZU CANNABISANBAU IN MÜNCHEN ZUR LINDERUNG VON LIEFERENGPÄSSEN IN DER MEDIZINALHANFVERSORGUNG:

Der Gesundheitsausschuss hat dem Antrag des DHV einstimmig (!) zugestimmt!

Ein großer Erfolg, der ein kleines bisschen Geschichte schreibt und eine starke Signalwirkung entfaltet: Die weiterhin anhaltenden gravierenden Lieferengpässe bei Medizinalhanfblüten sind nun nicht mehr zu leugnen.

Der Druck auf die Bundesregierung wächst, hier Lösungen zu ermöglichen.

www.openpetition.de/petition/blog/cannabisanbau-in-muenchen-zur-linderung-von-lieferengpaessen-in-der-medizinalhanfversorgung

Empfehlung der WHO: Ist Cannabis eine gefährliche Droge?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertete 2018 das Risiko von Cannabiskonsum (hier: Freizeitkonsum) neu: Cannabis sei eine "relativ sichere Droge", die - anders als Heroin, Kokain aber auch legale Substanzen wie Alkohol, Nikotin und verschiedene Medikamente - niemals zu Todesfällen durch Überdosis geführt habe. Gewarnt wird allenfalls vor möglichen akuten Nebenwirkungen, einschließlich einer Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, der motorischen Koordination sowie potenzieller Risiken für die kognitive Entwicklung von Jugendlichen. Der Konsum synthetischer Cannabinoide, sogenannter "legal highs" (Spice, Bath Salts) endete dagegen für einige Jugendliche in jüngster Vergangenheit tödlich.

www.hapa-pharm.de/medizinisches-cannabis/risiken-gegenanzeigen

Wir setzen uns daher dafür ein, zusammen mit anderen interessierten Städten und Verbänden, auf eine Vereinfachung der Zulassung eines wissenschaftlichen Modellprojektes auf Bundesebene hinzuwirken.

MODELLPROJEKT ZUM ANBAU VON MEDIZINALHANF UND FÜR DIE ABGABE AN PATIENTEN IN SÜDBADEN-ONLINE PETITION: www.openpetition.de/modellprojekt

Reason

Was sind die Argumente für einen Cannabiskonsum?

Cannabis hat viele Namen: Marihuana, Hanf, Gras, Weed oder Haschisch. Gemeint ist grob das Gleiche: eine Heilpflanze, deren Kräfte schon seit Tausenden von Jahren bekannt und genutzt werden. Ursprünglich stammt sie wohl aus Zentralasien und breitete sich von dort über die ganze Welt aus. Sie wurde nicht nur als Rauschmittel, sondern auch als Medizin und als Nutzpflanze bei der Herstellung von Seilen und Textilien verwendet. In der jüngeren Geschichte ist Cannabis jedoch überwiegend als Droge bekannt. Laut des Weltdrogenberichts 2017 ist sie das meistgenutzte illegale Rauschmittel. Von Gesellschaft und Politik wurde sie lange als gefährliche Einstiegsdroge bezeichnet. Seit einigen Jahren entdeckt die Wissenschaft jedoch die medizinischen Vorteile wieder. So sind die enthaltenen Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) bei der Schmerztherapie wirksam. Auch bei Krebs, multipler Sklerose und entzündlichen Schmerzsyndromen wie Arthritis wurde eine positive Wirkung von Hanfprodukten wie Cannabis-Öl und Blüten festgestellt.

Wie wahrscheinlich ist die Cannabis-Legalisierung in Deutschland?

Trotz der positiven Eigenschaften, die die Pro-Cannabis-Fraktion betont, können Sie in Deutschland nicht legal kiffen. Die Hanfpflanze gilt hierzulande noch immer als illegale Droge. Weder der Besitz von Pflanzenteilen noch der Anbau ist erlaubt. Nur für medizinische oder wissenschaftliche Zwecke kann der Besitz genehmigt werden. Die Zeit, in der der private Konsum von Hanf aber legal sein wird, wird aber vermutlich kommen. Der weltweite Trend macht es vor. Die Frage ist nur, wann die Politik eine Entscheidung treffen wird.

Wie lässt sich der Cannabis-Anbau legalisieren?

Der Cannabis-Anbau ist trotz Rezept verboten. Sondergenehmigungen können nur auf gerichtlichem Weg erkämpft werden. Bislang ist es in Deutschland nur wenigen Patienten überhaupt gelungen, eine befristete Erlaubnis zu erhalten. Und es besteht dennoch die Gefahr, dass die Genehmigung nicht verlängert wird. Ob der Privatanbau in Zukunft legal wird, ist fraglich. Denn bei Cannabis Sorte Eigenanbau kann der Staat die Qualität nicht prüfen. Laut Forschern soll der Wirkstoff THC, der für die berauschende Wirkung verantwortlich ist, unter dem Wachstum bei Kunstlicht viel stärker ausgeprägt sein als beim Wachstum in der Sonne. Ob das regelmäßige Kiffen von THC-lastigen Joints Gesundheitsprobleme mit sich bringt, muss noch weiter erforscht werden.

Wie könnte Cannabis legalisiert werden?

Eine Änderung der Drogenpolitik ist derzeit keine Priorität, aber sie steht zumindest auf dem Plan. So fordern die Grünen und die FDP eine kontrollierte Freigabe von Cannabis. Die Mehrheit von CDU und CSU sind dagegen. Langsam sehen allerdings auch die Mitglieder der Contra-Fraktion nicht mehr nur die Nachteile der Cannabis-Legalisierung. Ein weiterer Anschub für eine Cannabis-Legalisierung: Mittlerweile kann die Bundesregierung in Berlin auch auf Erfahrungswerte aus Kalifornien, Uruguay und Kanada usw. zurückgreifen.

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2018, unter 300 Hausärzten in Deutschland halten sechs von zehn befragten Medizinern medizinisches Cannabis für eine sinnvolle Behandlungsmöglichkeit.

Die Umfrage wurde im Auftrag von Wayland, einem Produzenten für medizinisches Cannabis durchgeführt. In der vom 22. November bis 6. Dezember durchgeführten online Befragung wurden deutschlandweit 300 zufällig ausgewählte Hausärzte zu ihrer Meinung bezüglich des medizinischen Einsatzes von Cannabis befragt.

Das Ergebnis: Sechs von zehn Hausärzten halten medizinisches Cannabis für eine sinnvolle Therapiemöglichkeit. Trotzdem hat über die Hälfte aller befragten Ärzte noch nie ein Rezept dafür ausgestellt. Grund dafür sei der vorgeschriebene hohe bürokratische Aufwand, der mit einem Rezept einhergeht. Des Weiteren zweifeln nur 16% der Befragten an der Wirksamkeit einer Behandlung mit Cannabis. 45% aller befragten Ärzte habe mindestens schon einmal ein Rezept ausgestellt. Nur 4% von ihnen haben im Jahr 2018 mehr als 50 Rezepte geschrieben. Vor allem der komplizierte Verschreibungsprozess schreckt viele Ärzte ab. Dem stimmen 64% der befragten Mediziner zu. Zusätzlich zum Rezept muss der behandelnde Arzt einen Antrag auf Kostenübernahme der Krankenkasse ausfüllen und an einer anonymisierten Begleiterhebung teilnehmen. Fast die Hälfte der Befragten beklagt die häufige Ablehnung der Krankenkassen und für 27% ist der Umgang mit medizinischem Cannabis schwierig. Genauso wie starke Schmerzmittel muss Cannabis mit einem BtM-Rezept (Betäubungsmittelrezept) verordnet werden. Zudem müssen eine konkrete Sorte und die entsprechende Dosierung vermerkt werden. Patienten können sich das Cannabis mit einem entsprechenden Rezept in der Apotheke besorgen. Zumindest in der Theorie, denn dazu muss das Zusammenspiel mit Apothekern reibungslos funktionieren. Nur ein Drittel der Ärzte (33%) gibt an, das dies zutreffe.

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News

  • Der Bundestag möge beschließen, dass Patientinnen und Patienten, bei denen aus ärztlicher Sicht eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabinoiden medizinisch indiziert ist, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Durch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes soll verhindert werden, dass Patientinnen und Patienten, die Cannabis auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes verwenden, kriminalisiert werden können. epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2020/_04/_03/Petition_109200.html

  • Ohne klingeln die Tür mit dem Rammbock geöffnet !!
    Eigentlich geht es uns hier in Deutschland gar nicht mal so schlecht, wollen viele sagen. Und das stimmt in gewisser Weise sogar, ist aber auch keine Entschuldigung, wenn dann doch einiges komplett falsch läuft. So können einem die Posts von Magda Sebelka und ihrem Lebensgefährten, Heiko Hartnagel vom 16.05.2018 richtig schocken: Anstelle höflich zu klingeln setzt die Polizei ohne Vorwarnung den Rammbock ein, um die Tür zu öffnen, Sachschaden rund 2.000 Euro. Sie haben Anweisung der Staatsanwaltschaft, das zu tun, um bei Heiko eine „Haarprobe“ zu entnehmen. Interview mit Magda Sebelka: www.hanf-magazin.com/kolumnen/interviews/patienten-trauma-magda-sebelka-im-interview

  • Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2018, unter 300 Hausärzten in Deutschland finden sechs von zehn Cannabis als therapeutische Option sinnvoll. Trotzdem hat über die Hälfte der Befragten noch nie ein Rezept für Medizinisches Cannabis ausgestellt. Ursache der Zurückhaltung ist der hohe bürokratische Aufwand, den das Cannabisgesetz vorsieht. Seit März 2017 dürfen Ärzte in Deutschland Medizinisches Cannabis verschreiben. Nur 16 Prozent der befragten Ärzte zweifeln an der Wirkung von Medizinischem Cannabis. Immerhin 45 Prozent der Umfrageteilnehmer haben mindestens ein Rezept ausgegeben. Von ihnen haben lediglich vier Prozent im Jahr 2018 mehr als 50 Rezepte ausgestellt. Es gibt viele Barrieren, die die Mediziner davon abhalten, getrocknete Cannabisblüten... further

Kurz und knapp es geht neben Patienten auch um die Selbstbestimmung und die eigene Freiheit und man selbst darf entscheiden was man zu sich nehmen möchte und will Aber viele in diesem Land haben ja Sonderrechte

Pro CSC aber leider ist und wird dieser Kampf und jegliche weitere Petition nichts bringen Dieses Land und dieser Staat lernt nicht aus Fehlern oder lernt auch nicht von anderen Ländern welche es uns vormachen aber trotzdem viel Erfolg Zudem beherbergt die komplette Cannabis Szene einfach nur unmögliche Menschen

Why people sign

  • Andre Söhnle Kraichtal

    on 15 Jun 2020

    Das es längst überfällig ist Cannabis zu legalisieren. Alkohol und Tabak sind deutlich schädlicher und haben keine positiven Nutzen.

  • Kraichtal

    on 15 Jun 2020

    es ist bewiesen das es wirkt.

  • Ralf Lambers Bühlertal

    on 05 Jun 2020

    Bin seit Ende 2015 Cannabispatient. Wenn ich meine Medizin selber anbauen dürfte, würden die Krankenkassen durch die jetzt schon vielen Cannabispatienten Millionen an Kosten einsparen. Hat die Regierung zuviel Geld ????

  • Not public Freiburg

    on 09 May 2020

    Viele Konsumenten werden unnötig kriminalisiert

  • on 09 May 2020

    Die Gemeinde Emmendingen ist traditionell dem Hanfanbau und der Hanfverarbeitung verbunden. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhundert war die Hanfindustrie Motor der Wirtschaft in Emmendingen. Für die nahe Zukunft ist damit zu rechnen, dass erneut der Hanf wirtschaftliche Bedeutung für Emmendingen und die Region gewinnen wird. Deshalb gilt es nun, kühne Schritte zu unternehmen, um die Akzeptanz dieses Naturproduktes in der Bevölkerung zu etablieren. Bauern und Gemeinde werden profitieren. Das wirtschaftliche Wohl muss hier alle Bedenken überwiegen.

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