Ungerechtigkeit bei den Kindergartengebühren von 0-6 Jahren:

  • Einige Städte erheben Gebühren und andere nicht (z. B. Heilbronn ohne Betreuungskosten)
  • Manche Städte berücksichtigen nur Einnahmen, aber keine Ausgaben (z. B. Kindesunterhalt) => Sozialstaffelung ist realitätsfern!
  • Mietspiegel und Betreuungskosten steigen massiv an; im Gegenzug nur 2 Euro mehr Kindergeld pro Kind
  • Qualität der Betreuung trotz Mehreinnahmen der Stadt nicht verbessert (z. B. schlechtere Aufsicht durch Erziehermangel)
  • Extra Kosten für Ausflüge sollten in den Gebühren bereits inbegriffen sein
  • Entscheidung über Betreuungskosten sollte mind. auf Landesebene beschlossen werden

Aktuelle Erhöhungen z. B. Fellbach: 01/2016, 09/2016, neu 09/2017 Änderung wurde erst Mitte Dezember für den Januar bekannt gegeben!

Aktuelle Gebühren z. B. Fellbach:

Einzelkind unter 3 Jahren mit einer wöchentlichen Öffnungszeit unter 35 Stunden ab 01.01.2016 6,40 € pro Wochenstunde, ab 01.09.2016 6,90 € pro Wochenstunde und ab 01.09.2017 8,00 € pro Wochenstunde und in Ganztageseinrichtungen mit einer wöchentlichen Öffnungszeit ab 35 Stunden ab 01.01.2016 7,60 € pro Wochenstunde, ab 01.09.2016 8,20 € pro Wochenstunde und ab 01.09.2017 9,50 € pro Wochenstunde.

Einzelkind über 3 Jahren mit einer wöchentlichen Öffnungszeit unter 35 Stunden ab 01.01.2016 3,20 € pro Wochenstunde, ab 01.09.2016 3,45 € pro Wochenstunde und ab 01.09.2017 4,00 € pro Wochenstunde und in Ganztageseinrichtungen mit einer wöchentlichen Öffnungszeit ab 35 Stunden sowie in Einrichtungen nach Ziffer 1.3 ab 01.01.2016 3,80 € pro Wochenstunde, ab 01.09.2016 4,10 € pro Wochenstunde und ab 01.09.2017 4,75 € pro Wochenstunde.

Dazu kommen pro Kind 81 Euro pro Monat Verpflegungsgeld für Essen und Trinken dazu.

Es gibt den Geschwisterbonus von 25 % pro Kind auf die Betreuungskosten bei zwei Kindern im Haushalt, 50 % bei drei Kindern und 80 % bei vier Kindern im Haushalt.

Beispiel: Bei zwei Kindern (eins unter 3 Jahre und eins über 3 Jahre) bezahlt man aktuell 624 Euro im Monat Gebühren inkl. Verpflegung bei einer Betreuung von 50 Stunden/Woche (Ganztagsbetreuung). Ab September dann 698 Euro.

Quelle: "Gebührensatzung Betreuungseinrichtungen", der Stadt Fellbach

Obrazloženje

Nimmst du alles stillschweigend hin?

Kennst du selber das Problem oder sind dir andere Familien bekannt, die aufgrund hoher Kitakosten nicht mehr wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt stämmen sollen?

Hilf uns gegen die Ungerechtigkeit bei den Kindergartengebühren vorzugehen und gibt uns deine Stimme!

Wieso bekommen es Städte wie Heilbronn hin, dass Familien nicht mit Betreuungskosten belastet werden? Familien ziehen aus Städten mit massivem Mietspiegel und unbezahlbaren Kitakosten immer mehr weg oder müssen sich enorm bei der Gestaltung ihrer Freizeitaktivitäten einschränken (z. B. Besuch von Vereinen, etc.)

Mancher Familienvater macht einen Zweitjob und Mütter fragen sich, ob sich arbeiten gehen überhaupt noch lohnt.

Als Normalverdiener (nach Berufsausbildung, plus Kindergeld) lassen einem die Lebenshaltungskosten nicht einmal genug Spielraum für Urlaub oder grössere Anschaffungen. Steht beim Kind ein Ausflug oder gar eine Gruppenfahrt (z. B. Bauernhoffreizeit) über mehrere Tage mit der Kita an, dann wissen einige Familien nicht, wie sie diese Kosten decken sollen, ohne das Kind zu enttäuschen und von der Gruppe auszugrenzen.

Die Kitagebühren gleichen bereits dem Niveau einer Wohnungsmiete und die Erhöhungen kommen in kurzen Abständen mit zu grossen Beträgen. Nicht mal eine normale Gehaltserhöhung laut manchem Tarifvertrag kann diese Mehrkosten ausgleichen. Das Kindergeld hat sich jahrelang nicht verändert. 2016 und 2017 gab es lediglich je 2 Euro mehr pro Kind. Die Anpassungen beim Kindesunterhalt lagen bei ca. 10 Euro. Wie steht das im Verhältnis zueinander?

Die Städte wollen sozialschwachen Familien mit einer Gebührenreduzierung helfen, die fern jeder Realität ist. Bei einem Ganztagskitaplatz müssen beide Elternteile eine gewisse Stundenanzahl tätig sein. Aus dem Feedback mancher Eltern ist bekannt, dass man nicht mal bei Arbeitslosigkeit unter die gesetzte Verdienstgrenze fällt. Stattdessen riskiert man noch einen Rauswurf des Kindes aus der Kita, wenn man nicht innerhalb von 6 Monaten eine neue Anstellung findet. Bekommt man ein weiteres Kind oder wird das Kind drei Jahre alt, reduziert sich die Gebühr. Eine erneute Erhöhung löst die Reduzierung regelrecht ab. Eltern überlegen sogar, ob man sich überhaupt noch ein weiteres Kind leisten kann.

Die Kitas schimpfen über zu wenig Erzieher und Erzieher über zu wenig Gehalt. Doch über die Konsequenzen für uns Familien scheint sich kaum jemand zu interessieren. Wir betreuen unsere Kinder selbst in der Streikphase und werden mit erneuten Erhöhungen zur Kasse gebeten. Doch an der Qualität der Betreuung ändert sich nichts!

Wir wollen was ändern!

Unterstütze uns bitte mit deiner Stimme und leite unsere Petition an andere Interessierte weiter, damit sich endlich was bewegt!

Vielen Dank!

Stephanie Barth und Daniela Lidonnici

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Interessensgruppe iz Fellbach
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Novosti

  • Die Stadt Fellbach hat im Januar 2018 darüber informiert, dass ab Februar 2018 die Betreuungszeit gekürzt wird.
    Personalmangel ist der Hintergrund.

    Montag bis Donnerstag statt 17.30 Uhr nur bis 17 Uhr und Freitag statt 17 Uhr nur bis 16 Uhr.
    Die Gebühr wird entsprechend angeglichen.

    FLEXIBILITÄT ist dieses Jahr gefordert!

    Kannst du dein Leben innerhalb eines Monats so umorganisieren, dass Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist?

  • Die Stadt Fellbach hat im Januar 2018 darüber informiert, dass ab Februar 2018 die Betreuungszeit gekürzt wird.
    Personalmangel ist der Hintergrund.

    Montag bis Freitag statt 17.30 Uhr nur bis 17 Uhr und Freitag statt 17 Uhr nur bis 16 Uhr.
    Die Gebühr wird entsprechend angeglichen.

    FLEXIBILITÄT ist dieses Jahr gefordert!

    Kannst du dein Leben innerhalb eines Monats so umorganisieren, dass Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist?

Za

Kinderbetreuung darf etwas kosten. Gute Qualität der Betreuung sichert auch den Bildungsanspruch der Kitas. Die hohe Finanzierung der Plätze ist gerechtfertigt durch den Bildungsauftrag des Staates. Eine vernünftige Staffelung der Beiträge ist wichtig, damit die Plätze bezahlbar sind. Natürlich sollen Gutverdiener angemessen bezahlen. Flexible Betreuungszeiten sind sehr wichtig insbesondere für Schichtarbeiter.

Protiv

Wer unbedingt Kinderbetreuung will, soll diese auch selbst bezahlen. Denn wer doppelt verdient, hat genug Geld. Und wer dann immer noch nicht genug verdient, sollte sich nicht weiter im Job ausbeuten lassen und sich lieber um seine Kinder kümmern. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit private Entscheidungen finanzieren muss.