Education

Juri auch für Nichtjuristen

Petitioner not public
Petition is directed to
Rektorat der MLU
114 Supporters
Petitioner did not submit the petition.
  1. Launched 2012
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Wir fordern: 1. dass alle Studierenden der MLU im kompletten Zeitraum der Öffnungszeiten die Bibliothek der Juristen (im Juridikum) benutzen dürfen. 2. dass alle Zweigbibliotheken der Universität adäquate - den Lernerfordernissen der Studierenden angemessene - Öffnungszeiten erhalten. 3. dass in den einzelnen Bibliotheken der ordnungsgemäße Betrieb gewährleistet wird und z.B. defekte Heizungen und Schimmel der Vergangenheit angehören.

Wir würden uns wünschen, dass jede/r seinen Studiengang hinter ihren/seinen Namen setzt, damit deutlich wird, dass Studierende aller Fachbereiche mit dieser Regelung unzufrieden sind und sich nicht im Konkurrenzkampf um bessere Lernbedingungen von der Universitätsleitung gegeneinander ausspielen lassen. Wir wollen dabei nicht Juristinnen und Juristen anschwärzen sondern Problematisieren, dass die anderen Bibliotheken unterfinanziert sind und viele Studierenden gar keine andere Wahl haben, als auf das Juridikum zurückzugreifen um ordentlich arbeiten zu können.

Reason

Wie auf StudIP bekannt gegeben wurde, ist für die vorlesungsfreie Zeit den Nicht-Jura-Studierenden der Zugang zur Zweigbibliothek des Juridicums versagt. Dafür haben viele kein Verständnis, da auch Studierende anderer Fächer die Bücher dieser Präsenzbibliothek brauchen, viele Zweigbibliotheken nicht annähernd so lange geöffnet haben und dort nicht ausreichend Arbeitsplätze und Steckdosen sind, was leider auch für die zusätzlich eingerichteten Lernräume im Melanchthonianum und Löwengebäude gilt. Einige der Jura-Studierenden wiederum sehen nicht ein, warum sie in der Jura-Bibliothek keine Plätze mehr bekommen, weil diese von „Fremd-Fächlern“ belegt sind. Und so wird aus Unverständnis Neid und Empörung auf „beiden Seiten“. Die Frage ist doch aber nicht, wer hier wem welche Lernräume streitig macht: Der selektive Zugang zum Juridicum, die Unterscheidung zwischen JuristInnen und Nicht-JuristInnen durch die Universitätsbibliothek und -leitung ist bei der derzeitigen Situation an der MLU symptomatisch für die Gesamtsituation: volle Hörsäle, Seminarräume und Bibliotheken werden eben auch in der vorlesungsfreien Zeit nicht weniger. Also suchen sich die Studierenden Räumlichkeiten, welche ihnen geeignete Arbeitsbedingungen ermöglichen. Das Ganze ist gar nicht so einfach bei einer Gesamtstudienzahl von über 20.000 und der Jahr für Jahr steigenden Überlast in den meisten Studiengängen. Das Problem sind also strukturelle Defizite an der MLU Halle, die ungleiche Lernbedingungen für die verschiedenen Fächer verursachen und keine „gottgegebenen“ Ausstattungsunterschiede zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen! In einer solchen Situation ist Konkurrenz unter den Fachbereichen das letzte, das wir brauchen können. Im Endeffekt werden wir gegeneinander ausgespielt, obwohl es die Versäumnisse der Universitätsleitung sind, welche die Ungerechtigkeiten unter den Studierenden forcieren werden. Kommt der tägliche „Verwertungszwang“ im BA-/MA-System noch nicht genug zum Tragen, werden sich die Konflikte um die immer knapper werdenden Ressourcen für Studierende an der MLU Halle noch weiter verschärfen! Daher wollen wir die Uni-Leitung mit unserer Kritik an den unhaltbaren Zuständen zahlreicher Zweigbibliotheken mit einem offenen Brief und einer Unterschriftenliste konfrontieren und bitten euch darum, die Petition zur Wieder-Öffnung des Juridicums für alle Studierenden und zur Verbesserung der Arbeits- und Lernbedingungen an den übrigen Bibliotheken zu unterzeichnen.

Thank you for your support

Weil ihr die contra Argumente eh löscht

Es ist nachvollziehbar, wenn man die Nähe des Juri für das Lesen seiner mitgebrachten Bücher nicht missen möchte. Aber vordergründig ist dies die Präsenzbibo für Jurist. Literatur. Wenn man die dortigen Bücher nutzen will/muß, wird man auch eingelassen. So zB Anwälte ua Juristen aus der Stadt. Jessy

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