Kein Betonbau am Schyrenbad / Claude-Lorrain-Str - Erhalt von Natur, Lebensqualität und Klima

Petition richtet sich an
OB Dieter Reiter

133 Unterschriften

Sammlung beendet

133 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet August 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: OB Dieter Reiter

Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, lehnen das geplante Bauvorhaben an der Claude-Lorrain-Str. 19 / Untere Weidenstr. (Neubau 6. Stockwerke) ab und fordern eine umfassende Prüfung alternativer Lösungen zum Schutz von Baumbestand, Natur und Lebensqualität oder den Widerruf der Baugenehmigung. Die folgenden Punkte begründen unsere Bedenken und bitten um Berücksichtigung bei der weiteren Planung und Entscheidung.
 
Begründung der Bedenken:
 
Baumbestand: Der vorhandene Baumbestand (gute 30 Jahre alt) ist wichtig für Artenvielfalt, Schutz vor Lärm und Hitze sowie ästhetische und ökologische Werte. Für viele Bäume besteht eine hohe Alters- und Schadensgefährdung; Verlust des Baumbestandes würde negative Folgen nach sich ziehen.
Klimawandel: Durch Verstärkung der Flächenversiegelung und zusätzliche Bauflächen steigen Hitzeinseln und CO2-Emissionen weiter. Naturnahe Lösungen sind dringend nötig, um Klimaresilienz zu stärken.
Naturerhalt: Das Projekt gefährdet lokale Natur- und Biotopstrukturen, Wildtierkorridore und Lebensräume für Flora und Fauna.
CO2-Speicherung: Bäume und Grünflächen speichern CO2; deren Verlust reduziert diese Speicherleistung erheblich.
Keine Versiegelung: Mehr Flächenversiegelung erhöht Oberflächenabfluss, Überschwemmungsrisiken und Hitzeinseln. Freiflächen, Grünflächen und durchlässige Strukturen sollten Vorrang haben.
Windschutz und Sonnenschutz: Grüne und bewaldete Bereiche liefern Windschutz und helfen beim kühlenden Sonnenschutz für Nachbarschaften bzw. angrenzende Gebäude.
Tiere und Wildvögel: Bauaktivitäten stören Brut- und Nistzeiten, beeinträchtigen Lebensräume und Wanderkorridore von Tieren.
Nachbarschaft und Lebensqualität: Mehr Belästigungen, Verkehr und Lärm belasten Anwohnerinnen und Anwohner und verringern die Lebensqualität.
Verdichtung der Bevölkerung: Übermäßige Verdichtung kann zu Verkehrs- und Infrastrukturproblemen führen und soziale Infrastruktur unter Druck setzen.
Parkplatzprobleme: Das Vorhaben könnte zu weiteren Parkplatzproblemen führen oder bestehende Knappheit verschärfen.
Transparente Prüfung alternativer Konzepte: Wir fordern eine gründliche Prüfung von Alternativen wie Neubau an anderer Stelle, Nachnutzung, dichter aber grün geplanter Bauweise mit ausreichenden Grünflächen, sowie Maßnahmen zur Erhaltung von Natur und Klima.

Begründung

Zu diesem Bauvorhaben wurden keinerlei Informationen zeitig an die Bürger und Bewohner im Viertel übermittelt. Erst aus der Presse hat man von diesem Bauvorhaben erfahren. Zugehörige BA Sitzungen wurden abgehalten, jedoch nicht aktiv kommuniziert. Nach dem Motto: Je weniger Wind, desto besser für das Bauvorhaben des Investors, der einzig an exorbitanter Rendite interessiert ist.

Wir fordern eine Nachprüfung der bestehenden Baugenehmigung, insbesondere unter der Berücksichtigung des bestehenden Klimawandels und Lebensqualität in Großstädten.

Das Argument "Wohnraumschaffen" in einer überfüllten Stadt hat kein Bestand, da eine Stadt wie München nach Außen richtung Umland bauen müsste. Wenn dies nicht mehr möglich ist, so hat die Stadt München ihre Kapazität erreicht. In so einem Fall muss auch die Stadt München sowie deren Bewohner damit leben, das nur durch Umzug freie Wohnungen besetzt werden können.

Unser Anliegen an die Stadt München (OB Dieter Reiter):

  • Umgestaltung oder Einstellung des Bauvorhabens, so dass Bäume auf diesem Grundstück erhalten bleiben.
  • Umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung einschließlich Klima-, Umwelt- und Naturschutzgutachten.
  • Prüfung von Alternativen mit Fokus auf Grünflächen, Versickerung, CO2-Bilanzen und Verkehrsplanung.
  • Wahrung und Ergänzung von Baumbeständen durch Schutzmaßnahmen, Neupflanzungen und Habitatgestaltung.
  • Minimierung der Versiegelung, Nutzung durchlässiger Oberflächen, Retentionsflächen.
  • Sicherung von ausreichend Schutz- und Erholungsflächen für die Nachbarschaft.
  • Berücksichtigung von Artenvielfalt, Brut- und Ruhestätten der Tierwelt.

und sehr wichtig:
Offene Bürgerbeteiligung, transparente Information und regelmäßige Rückkopplung mit der Gemeinschaft.

Eine faire Kommunalpolitik besteht in der Kommunikation mit der Gemeinschaft.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Martin Laube, München
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 19.08.2025
Sammlung endet: 18.02.2026
Region: München Untergiesing-Harlaching
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

München ist voll. Es ist soweit, dass die Menschen, die hier aufgewachsen sind oder schon länger hier wohnen, anfangen um jeden Baum zu kämpfen.

Noch kein CONTRA Argument.

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern