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  • Von: Alexander Gajen (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) mehr
  • An: Stadtrat Ludwigshafen
  • Region: Ludwigshafen am Rhein mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Zeichnung beendet
  • 313 Unterstützer
    251 in Ludwigshafen am Rhein
    Sammlung abgeschlossen

Kein Metropol am Berliner Platz in Ludwigshafen

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Petition der Bürgerinnen und Bürger von Ludwigshafen und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

Keine Bebauung des Berliner Platzes in Form des geplanten Metropol-Hochhauses

Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

der Berliner Platz ist eine der wenigen Freiflächen im Innenstadt-Bereich, der die Möglichkeit bietet, ihn mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu gestalten. Als Knotenpunkt im ÖPNV ist der Berliner Platz einer der am höchsten frequentierten Orte mit rund 40 000 Menschen am Tag, und deshalb von immenser Bedeutung für die urbane Entwicklung der Stadt.

Ein Platz braucht Raum zum Atmen! Die Proportionen von Fläche und umgebender Bebauung müssen stimmen. Mit dem geplanten Hochhaus wäre das nicht mehr gegeben. Daher muss die Stadt die einmalige Chance nutzen und den nun freigewordenen Platz, im Herzen der Stadt, zu einer attraktiven Begegnungsstätte für alle Menschen in Ludwigshafen verwandeln.
Ein 67m hohes Prestige-Projekt würde jedoch genau das Gegenteil darstellen und die Aufenthaltsqualität deutlich einschränken. Die Möglichkeit den ÖPNV Knotenpunkt zukunftstauglich und modern anzupassen wäre auf Jahrzehnte verbaut.

Wir kritisieren außerdem den intransparenten Entscheidungsprozess, der zu diesem Projekt geführt hat:

Begründung:

Die Entscheidung für dieses Projekt wurde ohne Bürgerbeteiligung durch eine nicht-öffentliche Jury getroffen und lediglich in den städtischen Gremien diskutiert! . Ein solch tiefgreifendes Projekt erfordert aus unserer Sicht ganz klar die Beteiligung von Bürgern und Anwohnern und darf nicht aus intransparenten Verhandlungen „im stillen Kämmerlein“ hervorgehen.

In der von uns durchgeführten Befragung sprachen sich 67% für eine Nutzung des Raumes als offene und grüne Freifläche aus, 18% wünschten sich eine Bebauung in der Höhe der umliegenden Gebäude und nur 15% sprachen sich für eine Bebauung mit dem Metropol-Hochhaus aus

Laut unserer Kenntnis wurde über die Möglichkeit der Nutzung als Freifläche und attraktiver ÖPNV-Aufenthaltsort nie wirklich diskutiert! Stattdessen droht nun ein weiterer Imageschaden für Ludwigshafen! Es ist immer noch unklar, ob dem Investor ausreichende und tragfähige Mietzusagen vorliegen werden, die die Voraussetzung für die Realisierung des Projektes sind.
Es besteht ein hohes Risiko weiterer Leerstände oder sogar für das vollständige Scheitern des Projekts, was eigentlich niemand wirklich wollen kann!

Daher fordern wir, die geplante Änderung des Bebauungsplans nicht vorzunehmen und stattdessen unsere Vision einer attraktiven Freifläche endlich ernsthaft zu diskutieren oder zumindest die bestehenden Regelungen des vorhandenen Bebauungsplans (Bebauung in Höhe der umliegenden Gebäude) einzuhalten.

Wir bitten Sie daher dringend darum, diese Aspekte noch einmal zu überdenken und mit Ihrer Stimme dafür zu sorgen, dass sie in einem folgenden Entscheidungsprozess berücksichtigt werden!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ludwigshafen, 22.11.2016 (aktiv bis 09.01.2017)


Debatte zur Petition

PRO: ein platz braucht platz zum atmen. ein hochhaus auf einem Platz zerstört den platz. auf dem theaterplatz am pfalzbau würde niemand ein hochhaus wollen. die sichtachse von der S-bahn Unterführung über den berliner platz zur Ludwigskirche würde zerstört. ...

PRO: Und wieder die Frage. Wer will sich hier eine goldene Nase verdienen? Gehen Sie gegen diejenigen vor, die ihre Interessen wieder auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzen wollen!!! Städte benötigen Freiflächen, damit sich die Menschen noch wohlfühlen, ...

CONTRA: Nachdem die Entscheidungen in Sachen Metropol bereits alle gefallen sind, könnte wohl nur die Insolvenz des Investors den Bau verhindern. Diese Petition kommt zu spät und ist deshalb sinnlos.

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Petitionsverlauf

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