Die Stadt Hanau plant, in dem vor allem ländlich geprägten Stadtteil Mittelbuchen in Zusammenarbeit mit der Terramag GmbH und der Bien Ries AG oberhalb des Neubaugebiets West und Schwaberg, ein weiteres Neubaugebiet mit über 100 Wohneinheiten. Die Häuser sollen in direkter Nachbarschaft zu 1,5 geschossigen Flachdachbungalows errichtet werden und im Gegensatz zu den bestehenden Flachdachbungalows eine 2,5 geschossige Bauweise erhalten und bis zu acht Meter hoch sein. Angebunden werden soll das Neubaugebiet nur über zwei vorhandene schmale Zufahrtsstraßen, die Höhen- und Altkönigstraße. Beide Straßen kommen auch noch aus einer einzigen schmalen Straße, der Oberdorfelderstraße mit einer 90-Grad-Kurve. Neue Zufahrten in das Neubaugebiet sind nicht geplant. Bei angenommenen 200 zusätzlichen Fahrzeugen führt dies gut und gerne zu mindestens 800 Fahrten pro Tag oder 300.000 Fahrten pro Jahr. Eine immense, nicht tolerierbare Lärm-und Emissionsbelastung für die Anwohner dieser Straßen, zumal die Oberdorfelderstraße schon heute das Nadelöhr für das gesamte bestehende Wohngebiet ist. Hier kämpfen sich täglich mehrere hundert Fahrzeuge inkl. Busse durch die Wohngebiete. Damit erhöht sich die Verkehrsbelastung und die Gefahr insbesondere für spielende und zur Schule gehende Kinder. Das geplante Baugebiet bietet ferner derzeit einen Lebensraum für bedrohte und zu den Rote-Liste-Arten zählenden Tieren.

Wir sind gegen das Neubaugebiet in der bisher bekannten Planung.

Das wollen wir berücksichtigt wissen: - Sicherheit für die Kinder - Erhalt des ländlichen Ortsbildes von Mittelbuchen - Beibehaltung des bisherigen Baustils der Nachbarschaftsbebauung - Anwohnerverträgliches Verkehrskonzept - Ausreichende Hochwasserschutzmaßnahmen - Schutz von der vom Aussterben bedrohten Tierarten - Anpassung der Infrastruktur an die wachsende Bevölkerung - Erreichbarkeit durch Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr

Begründung

Die Lage des Neubaugebietes verbunden mit der geplanten trabantenartigen Bebauung führt zu einer Zerstörung des ländlichen Charakters von Mittelbuchen. Das von den Planern vorgestellte „Siedlung in Siedlung Konzept“ widerspricht dem Ortsbild von Mittelbuchen. Davon betroffen sind auch unsere Kinder, die zurzeit noch auf den Straßen spielen können. Mit einer Umsetzung der Bebauung in der geplanten Form wird die Sicherheit unserer Kinder weiter gefährdet. Die geplante Bebauung bedeutet ferner eine weitere Vernichtung des Lebensraums der vom Aussterben bedrohten Tiere (Rote-Liste-Arten). Die ohnehin stark belastete Infrastruktur in Mittelbuchen kann dem geplanten Zuzug nicht gerecht werden. Dies betrifft insbesondere den Kindergarten, die Schule und die Verkehrswege. Außerdem gibt es nur eine Arztpraxis, einen Netto-Markt genau an der gegensätzlichen Mittelbuchener Seite, einen Metzger, keine Jugendeinrichtung und keine ausreichende Busverbindung.

Alle Mittelbuchener Bürger und Bürgerinnen, sowie alle Unterstützer sind gebeten, mit ihrer Stimme die Petition erfolgreich zu unterstützen.

Interessengemeinschaft Bauvorhaben Mittelbuchen Nordwest mail-an-mittelbuchen@web.de www.neubaugebiet-nordwest.jimdo.com

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
  • Liebe Nachbarn, liebe Mitstreiter!
    Die letzten Wochen waren für uns als IG und bestimmt auch für alle, die sich intensiv mit dem Neubaugebiet und allen damit im Zusammenhang stehenden möglichen Veränderungen für Mittelbuchen auseinandersetzen, aufregend, arbeitsreich und informativ.

    Es gab diverse Treffen mit Stadtvertretern und Bien-Ries und jüngst nun die Bürgerversammlung, auf der auch wir viele neue Informationen bezüglich des aktuellen Planungsstands der Stadt Hanau, sowie einen Einblick in die Arbeit der Tierschutzvereine erhalten durften.

    Wir haben natürlich alle Informationen zu verschiedenen Treffen, Bürgerversammlung und Presseberichten für jedermann zugänglich auf unsere Webseite gestellt, damit Sie sich jederzeit noch einmal über jegliche Themen im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet informieren können.



    Webseite: www.neubaugebiet-mittelbuchen.de



    Eins ist uns allerdings im Laufe der Zeit und durch die enge Kommunikation mit den Stadtvertretern auch klar geworden:

    Man hört uns zwar zu und betont auch, die Anliegen der Bürger ernst zu nehmen, im Wesentlichen wird jedoch nicht von der geplanten Bebauungsdichte oder gar vom Verkehrskonzept abgewichen! Viele berechtigte Fragen blieben auf der Bürgerversammlung unbeantwortet und gute Argumente, welche gegen eine Bebauung an dieser Stelle sprechen, werden fortlaufend ignoriert.

    Wir sind nun einen Schritt weiter gegangen und haben uns durch einen Fachanwalt rechtlich beraten lassen, da wir glauben, dass ab einem bestimmten Punkt, wenn der Dialog zum Erliegen kommt, zumindest der Weg geebnet sein muss um rechtliche Schritte einzuleiten.

    Wir haben uns nach einem langen und sehr informativen Gespräch mit dem Fachanwalt für Baurecht dazu entschlossen, diesen zu beauftragen uns in allen weiteren Schritten zu vertreten.

    Wir als IG haben in der Verganagenheit alle Aktivitäten aus eigenen Mitteln bestritten, dies kostete neben der vielen Zeit, welche für die diversen Aktionen aufgewendet werden musste, auch jede Menge Geld. Für die letzten Aktionen hatten wir dann immer wieder Hilfe aus Nachbarschaftskreisen, sowohl durch Manpower als auch durch Spenden und es war schön für uns zu sehen, dass die Zahl der Unterstützer wächst.

    Dies ist auch dringend notwendig, da die Kerngruppe der IG bis jetzt 8 Personen umfasst. Man kann sich vorstellen, dass jedes Mitglied in den letzten Wochen zur Höchstform aufgelaufen ist, um die Mittelbuchener Bürger zu motivieren, an der Bürgerversammlung teilzunehmen und um Informationen zum Neubaugebiet möglichst weit zu streuen.

    Im Gespräch mit dem Rechtsanwalt ist jedoch auch klar geworden: Wir müssen größer werden! Wir brauchen Unterstützung!

    Zwar übernehmen wir als Mitglieder der IG jegliches Risiko, auch für ein Scheitern auf dem Rechtsweg, die Kosten für ein solches Verfahren sind jedoch immens und je mehr Unterstützer wir in dieser Sache finden, desto einfacher wird es auch für uns, der Stadt Hanau die Stirn zu bieten!

    Wir haben daher ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem jeder, der uns gerne bei unseren Aktionen und auch auf dem Rechtsweg unterstützen möchte einen Beitrag leisten kann.



    SPENDENKONTO: DE90 5065 0023 0014 0032 97



    Wir weisen nocheinmal ausdrücklich darauf hin, dass niemandem aus einer Spende an uns irgendwelche Verpflichtungen gegenüber der IG oder einzelnen Personen entstehen! Natürlich können sie jederzeit über die Ausgaben und Einnahmen Kenntnis erhalten. Der etwaige überschüssige Betrag wird natürlich wieder ausbezahlt.

    Selbsverständlich werden wir Sie auch zukünftig mit Infoschreiben, den E-Mailverteiler und unsere Webseite über alle Entwicklungen im Gespräch mit der Stadt Hanau und evtl. Entscheidungen auf dem Rechtsweg informieren.

    Gerne können sie unserer IG, die nun eine GBR ist, auch beitreten. Die Beitrittserklärung finden sie im Anhang. Wir werden nach Bedarf eine Mitgliederversammlung abhalten.



    Wir danken Ihnen bereits vorab für Ihre Unterstützung und hoffen auch weiterhin auf Ihr Interesse!



    Wir möchten sie bitten, diesen Brief per Email oder mündlich an Ihre Nachbarn und Freunde weiterzuleiten.



    Ihre Interessengemeinschaft Bauvorhaben Mittelbuchen-Nordwest



    i.V. Elona Weber

  • Beitrittserklärung
    zur
    - Interessengemeinschaft (IG) Mittelbuchen-Nordwest -

    Vorbemerkung
    Die Interessengemeinschaft Mittelbuchen-Nordwest hat sich mit dem Ziel gegründet, den Bebauungsplan „Mittelbuchen-Nordwest“ gegebenenfalls auch mit Hilfe einer verwaltungsgerichtliche Auseinandersetzung unter Einschaltung eines Fachanwaltes für Verwaltungsrecht zu verhindern.

    § 1 Beitritt
    Hiermit trete ich
    ___

    ___

    der IG Mittelbuchen-Nordwest bei.

    Der Gesellschaftsvertrag wurde mir übergeben und ist mir bekannt.

    § 2 Einlagen
    Mit dem Beitritt zu der Interessengemeinschaft verpflichte ich mich, einen Betrag von 200,00 € auf das mir noch zu benennende Gesellschaftskonto einzuzahlen.

    Mir ist bekannt, dass mit diesem Geld die Interessenvertretung in dem Bauleitplanverfahren, etwaige Sachverständigengutachten sowie eine verwaltungsgerichtliche Auseinandersetzung finanziert werden wird.

    Soweit erforderlich bin ich auch bereit einen weiteren Betrag nachzuschießen, soweit die Höhe von 500,00 € nicht überschritten wird.

    Hanau, den

    ………..

  • Liebe Unterstützer,
    am 05.01.2017 hatten wir Sie darüber informiert, dass Einwände der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Auslegungsfrist schriftlich beim Stadtplanungsamt der Stadt Hanau bis spätestens zum 23.01.2017 eingereicht werden können. Hierzu hatten wir Ihnen über das Petitionstool und per Briefwurfsendung im Ortsteil Mittelbuchen ein Musterschreiben für Ihre Einwendungen nebst Argumentationsliste zukommen lassen.
    Wie Sie der Presse nun entnehmen konnten, gab es mehr als 200 an die Stadt adressierte Einwendungen zu den unterschiedlichsten Themen. Diese sehr hohe Anzahl an Einwände macht deutlich, dass das Thema „Neubaugebiet Mittelbuchen Nordwest“ auf großes Interesse, aber auch auf große Bedenken bei den Bürgerinnen und Bürgern stößt, und weiter mit Nachdruck mit den Verantwortlichen der Stadt Hanau diskutiert werden sollte. Hier hoffen wir weiterhin auf Ihre Unterstützung und bedanken uns an dieser Stelle bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Einwände schriftlich formuliert und bei Stadt Hanau eingereicht haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre
    Interessengemeinschaft Bauvorhaben Mittelbuchen Nordwest

Pro

Ein klares NEIN zum Neubaugebiet in der bisherigen Planung! Dies wird auch durch den Koalitionsvertrag des hessischen Landtages unterstützt. Soll heissen: wertvolle Landschaftstrukturen sind unsere Lebensgrundlage. D.h. intakte Böden, eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt, der sparsame Umgang mit natürlichen Ressourcen und dem Artenverlust soll Einhalt geboten werden. Für die Wohnraumbebauung gilt: Innenentwicklung vor Außenentwicklung !

Contra

Noch kein CONTRA Argument.