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Protest per Petition: Bürgerinitiative will Pflegeheim neben Aidlinger Schule verhindern
on 11 Dec 2025 -
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Infaqt Berechnung Tagespflegeplätze
on 07 Dec 2025
Petition addressed to: Gemeinderat und Gemeinde Aidlingen, Diakonissenmutterhaus Aidlingen e.V.
Auf dem bergigen Gelände des Mutterhauses in der Sonnenbergstraße soll ein Pflegezentrum entstehen. Insgesamt sind 4 Häuser geplant. Das größte hiervon ist geschätzt 20 Meter breit, 70 m lang und an der Straße 6 Stockwerke hoch – teilweise als Staffelgeschoss umgesetzt. Es sollen 60 Pflegeplätze, insgesamt 66 Ein-, Zwei-, und Drei-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen, auf 699 qm Tagespflegeplätze und 537 qm für Dienstleistungen wie Ärzte, Diakonie, Physiotherapie etc. entstehen. Laut infaqt und KVJS ist mit 16-24 qm pro Tagespflegegast zu rechnen, das bedeutet 29 bis 43 Tagespflegegäste. In der Tiefgarage sind insgesamt 51 Stellplätze geplant. Da es für dieses Grundstück noch keinen Bebauungsplan gibt, wird derzeit ein Bebauungsplan erstellt, mit dem das Vorhaben des Bauträgers KIAG verwirklicht werden soll.
Schon bei einer Einzelbelegung der Wohnungen ergibt die aktuelle Planung mindestens 155 pflege- und betreuungsbedürftige Personen. Hinzu kommen Pflegepersonal, Reinigungskräfte und Besucher. Auch von den 537 qm Dienstleistungsfläche entsteht eine noch unbekannte zusätzliche Belastung. Selbst zu Zeiten, in denen das Mutterhaus noch vollständig in Betrieb war, gab es keine Vergleichbarkeit zu dieser jetzt geplanten Nutzung.
Eine angepasste Wohnbebauung würde deutlich weniger Menschen, Lärm, Verkehr – einschließlich LKW-Anlieferungen – sowie einen geringeren Bedarf an Parkplätzen mit sich bringen.
Die Umgebungsbebauung besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern. Aus unserer Sicht passt die geplante Kubatur nicht in das Wohngebiet und auch nicht zum beschaulichen Aidlingen. Mit der Umsetzung dieser Pläne würde unser Wohngebiet für Jahrzehnte massiv beeinträchtigt. Deshalb bitten wir um Ihre Unterstützung durch Ihre Unterschrift.
Die Errichtung eines Pflegezentrums dieser Größe stellt eine unverhältnismäßige Bebauung für das gesamte Gebiet dar. Eine maßvolle Innenverdichtung ist nicht zu erkennen. Das nördlich gelegene Schulzentrum ist mit 2-3 Stockwerken deutlich besser in die Umgebung eingebunden. Auch die Verkehrsbelastung durch eine Einrichtung dieser Größe ist für die Anwohner der Sonnenbergstraße, Schafhauser Straße und Furtholz nicht tragbar. Außerdem wird die Parkplatzversorgung viel zu gering ausfallen, was zu weiteren Engpässen in der Straße führen wird. Der Betrieb eines Pflegezentrums bedeutet eine Belastung der Anwohner rund um die Uhr, auch an Wochenenden.
Wir sehen den Vorteil der Gemeinde, indem die KIAG den Bau und eine weitere Gesellschaft den Betrieb übernimmt, der keine Kosten für die Gemeinde verursacht. Wir wollen auch nicht den Bau eines dringend benötigten Pflegezentrums verhindern, sondern eine zu Aidlingen passende Umsetzung an anderer, besser geeigneter Stelle. Den Bewohnern mit einer besseren körperlichen Verfassung, insbesondere des betreuten Wohnens, sollte eine wenigstens teilweise fußläufig erreichbare Eigenversorgung ermöglicht werden. Auch dies ist in der Sonnenbergstraße durch die steile Hanglage nicht möglich.
Viele junge Familien suchen dringend Bauplätze oder Wohnungen in Aidlingen. Das Gelände in der Sonnenbergstraße ist durch die Nähe zu Schule und Kindergarten ideal, diesen Bedarf zu erfüllen.
Wir fordern den Gemeinderat, die Gemeinde Aidlingen und das Landratsamt Böblingen auf, alternative Standorte für das Pflegezentrum zu prüfen und das Gelände des Mutterhauses in der Sonnenbergstraße für Wohnungsbau vorzusehen. Alternativ ist auf eine wesentliche Reduzierung der Ausmaße gegenüber den bisherigen Planungen zu bestehen. Vom Diakonissenmutterhaus Aidlingen e.V. fordern wir eine verantwortungsvolle Auswahl des Grundstückskäufers, der eine sozial verträgliche Bebauung mit Familienhäusern und Wohnungen umsetzt.
Petition started:
12/04/2025
Collection ends:
06/03/2026
Region:
Aidlingen
Topic:
Construction
Kaufverträge dieser Art werden in Abhängigkeit vom endgültigen Bebauungsplan geschlossen. Wenn kein Pflegezentrum dieser Größe zugelassen wird, tritt der Kaufvertrag auch nicht in Kraft. Die Verantwortung liegt beim Gemeinderat, ob dieser Mega-Bau zugelassen wird oder nicht. Es darf keine kurzfristige Lösung bei einem Ausmaß dieser Art angestrebt werden.
Neben der schon völlig aus- bis überlasteten Hauptstraße ist die Sonnenberg die einzig andere größere Straße, die für den Verkehr eines Pflegeheims geeignet ist unf zudem gerade erst frisch saniert worden. Wir benötigen dringend Pflegeplätze. Kurzfristiger Egoismus darf dem Allgemeinwohl nicht im Weg stehen
Der demografische Wandel und der berechtigte Wunsch vieler Menschen, ihren letzten Lebensabschnitt möglichst wohnortnah und in vertrauter Umgebung verbringen zu können, machen deutlich: Auch Aidlingen braucht ein Pflegeangebot. Es ist bedauerlich, dass die Gemeinde dieses Thema nicht frühzeitig aktiv gestaltet hat – möglicherweise bedingt durch andere Prioritäten oder die politische Situation der vergangenen Jahre. Nun entsteht jedoch der Eindruck, dass ohne eigene strategische Planung vor allem finanzielle Interessen den Takt vorgeben.
Selbstverständlich darf ein Eigentümer sein Grundstück verkaufen, und selbstverständlich verfolgt ein Investor wirtschaftliche Ziele. Doch bei einem Projekt dieser Größenordnung muss die zentrale Frage lauten: Dient Standort und Ausgestaltung tatsächlich dem Wohl der zukünftigen Bewohner – oder primär wirtschaftlichen Interessen?
Die geplante Lage in der steilen Sonnenbergstraße ist für viele ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen objektiv ungeeignet. Eine fußläufige Anbindung an den Ortskern ist mit Rollator faktisch nicht möglich. Selbst für noch mobile Bewohner stellt der Höhenunterschied eine erhebliche Hürde dar. Ein Pflege- oder Betreuungsangebot sollte Teil des Gemeinwesens sein – erreichbar, eingebunden und nicht topografisch isoliert.
Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, ein Vorhaben „vor der eigenen Haustür“ zu verhindern. Der Bedarf an Pflegeplätzen wird nicht bestritten. Es geht um eine sachliche Standortfrage: Ist ein steiles, abgelegenes Hanggrundstück der richtige Ort für ein Zentrum, das auf Teilhabe, Selbstständigkeit und soziale Einbindung angewiesen ist? Aus meiner Sicht klar nein.
Dass ein Investor wirtschaftlich denkt, ist nachvollziehbar. Umso mehr hätte ich erwartet, dass insbesondere ein kirchlich geprägter Träger soziale und menschliche Aspekte stärker gewichtet als rein wirtschaftliche Überlegungen.
Aidlingen braucht eine tragfähige, zukunftsorientierte Lösung. Aber sie muss zur Gemeinde passen und den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Eine Einrichtung dieser Größe gehört an einen Standort mit guter Erreichbarkeit, flacher Topografie und echter Integration in das öffentliche Leben. Die Gemeinde sollte jetzt Verantwortung übernehmen und alternative Standorte ernsthaft prüfen, damit ein Pflegeangebot entsteht, das sowohl den Bewohnern als auch dem Ort langfristig gerecht wird.
Für die Bewohner ist es wichtig, dass sie solange es geht, ihr Leben selbständig führen können. Daher muss der Standort so gewählt sein, dass sie z.B. die Besorgungen selbständig erledigen oder ins Eiscafe selbständig gehen können. Sie sollen nicht vereinsamen und am Leben im Ort teilhaben können. Das ist bei dem aktuell geplanten Standort nicht für alle möglich. Der gute Standort wäre in der Ortsmitte.
Ja, Aidlingen benötigt dringend weitere Plätze für die Versorgung von älteren/pflegebedürftigen Mitmenschen. Wir werden alle älter und hoffentlich erst spät eine Pflegeeinrichtung benötigen. Wenn der Fall eintritt, ist es schön, wenn man im eigenen Ort eine Möglichkeit bekommt und das soziale Umfeld kurze Wege hat.
Aufgrund der vorherigen Nutzung des Grundstücks ging ich davon aus, dass ein Objekt in einer ähnlichen Größe nachfolgt. Die jetzige Überlegung übersteigt die vorherige Nutzung massiv! Das passt für mich in keinster Weise in ein Wohngebiet wie die Sonnenbergstraße. Zumal die Bewohner*innen, abhängig vom gesundheitlichen Status, nicht selbständig mit einem Rollator über die in der Nähe liegenden Straßen zum Ortskern gelangen.
Derzeit wird die Sonnenbergstraße saniert, was einhergeht mit einer Reduzierung der verfügbaren Parkmöglichkeiten. Mit einem Pflegezentrum dieser Größe und den Überlegungen betreffend der Tiefgarage, wird die Situation weiter angespannt.
Wir könnten abwarten, bis die finalen Pläne vorliegen, nur wird dann das Zeitfenster zum reagieren sehr kurz sein.
Leider gibt es aus dem Rathaus zu offenen Fragestellungen (wie z. B. zur Verkehrsplanung inkl. Parkplatz-Situation) zum Pflegezentrum mit Verweis auf die noch nicht vorliegenden konkreten Pläne keine Antworten.
Ich bin realistisch, das Mutterhaus benötigt Geld und der Bauträger ist an einem maximalen Gewinn interessiert. Evtl. Änderungen werden, wenn überhaupt, vermutlich im kleinen Umfang ausfallen.
Ich bin nicht gegen ein Pflegezentrum und mir ist klar, den optimalen Standort wird es nicht geben, Kompromisse werden alle eingehen müssen. Wenn alle OFFEN an einem Strang ziehen, bin ich mir sicher, dass eine verträglich Planung für das Wohngebiet möglich ist.
Sehr schade fand ich, dass unsere Bürgermeisterin Frau Österle beim Neujahrsempfang am vergangenen Sonntag nur sehr kurz das Thema erwähnte und eine Folie aufzeigte. Diese Art des Umgangs damit weckt in mir Mißtrauen, dass anstatt mit diesem Thema und uns als Gemeinde offen umgegangen wird, sich hier hinter einer nicht vorhandenen finalen Planung „versteckt“ wird.
Es ist praktisch, dass dieses Bauvorhaben die Lösung für benötigte Plätze von älteren/pflegebedürftigen Mitmenschen sein könnte, da wir es bis heute nicht selbst als Gemeinde umgesetzt haben. Zeitnah wird die Gemeinde auch nicht in der Lage sein, dies selbst umzusetzen, da ein geeignetes Grundstück nicht im Besitz der Gemeinde ist und selbst wenn, fehlt das Geld.
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