Zum Ende des aktuellen Schuljahres läuft die wegen zu geringer Schülerzahlen erteilte Sondergenehmigung der Bezirksregierung Köln für die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Marienhagen nach fünf Jahren aus. Die Stadt Wiehl als Träger der Schule steht nun vor der Entscheidung, den Standort Marienhagen zu schließen oder ggfls. einen Schulverbund zwischen der GGS Marienhagen und der GGS Wiehl zu realisieren. Hierüber soll im Rahmen der Ratssitzung der Stadt Wiehl am 17.10.2017 diskutiert und entschieden werden.

Mögliche Konsequenz des Schulverbundes wäre für die GGS Wiehl, dass Klassenverbünde aufgebrochen und zahlreiche Kinder der GGS Wiehl "zwangsweise" an die GGS Marienhagen umverteilt würden, um die dortigen Klassen "aufzufüllen".

Mit dieser Petition möchten wir im Vorfeld der Ratssitzung der Stadt Wiehl darauf aufmerksam machen, dass wir als betroffene Eltern der GGS Wiehl

  • GEGEN einen Schulverbund mit der GGS Marienhagen und insbesondere
  • GEGEN ein Aufbrechen von Klassenverbünden der GGS Wiehl sowie
  • GEGEN eine "zwangsweise" Versetzung von Schülern an die GGS Marienhagen sind.

Begründung

Es ist selbstverständlich zu bedauern, wenn kleinere Dorf-Grundschulen - wie die in Marienhagen - aufgrund zu geringer Schülerzahlen Schwierigkeiten haben, ihren Standort zu halten.

Es kann und darf allerdings nicht sein, dass zum Erhalt einer möglicherweise ohnehin nicht überlebensfähigen Grundschule wie der in Marienhagen die GGS Wiehl und die dortigen Kinder und Eltern - nicht zu vergessen die Lehrer sowie das gesamte Qualitätsniveau - unter einem Schulverbund leiden. Die möglichen Konsequenzen eines solchen Schulverbundes, Klassenverbünde der GGS Wiehl aufzubrechen und Kinder "zwangsweise“ an die GGS Marienhagen zu versetzen, sind für Kinder und Eltern schlicht unzumutbar. Wir sprechen uns daher mit dieser Petition klar GEGEN einen Verbund mit der GGS Wiehl aus und begründen dies wie folgt:

1. Zunächst einmal empfinden wir den aktuell bestehenden Zeitdruck sowie die Kurzfristigkeit der anberaumten Gremiensitzungen insb. im Rat der Stadt Wiehl als äußerst misslich. Offenbar war doch bei der Stadt Wiehl bereits seit geraumer Zeit bekannt, dass es eine weitere Verlängerung der Sondergenehmigung für die GGS Marienhagen nicht geben wird. Wenn aber die derzeitige Sondergenehmigung im Jahr 2012 erteilt wurde und für 5 Jahre Gültigkeit besitzt, stellt sich die Frage, warum die Stadt Wiehl die Situation nicht viel früher erkannt und das Thema mit ausreichend Zeit und unter Einbezug sämtlicher Betroffenen in Ruhe diskutiert hat. Dann wäre uns allen ein derartiger Zeitdruck erspart geblieben.

2. Abgesehen davon hätten wir uns ein transparenteres Kommunizieren zwischen Stadt, Schulpflegschaft und Eltern gewünscht, um – bestenfalls zu einem früheren Zeitpunkt – das Problem und mögliche Lösungswege mit zu erörtern. Wenn wir nun lesen, dass bereits im August 2017 ein Dialog mit der Stadt aufgenommen wurde, diese aber die Schulleitung sowie Pflegschaft um Stillschweigen gebeten hat, ist dies letztlich genau das Gegenteil von Transparenz und Offenheit.

3. Eine "zwangsweise" Versetzung von Kindern der GGS Wiehl an die GGS Marienhagen wäre aus unserer Sicht völlig inakzeptabel. Die meisten Kinder der GGS Wiehl wohnen in der Nähe der Schule und laufen jeden Tag zu Fuß dorthin und zurück. Dies sehen wir als wesentlichen Teil der Selbständigkeit der Kinder an und genau aus diesem Grund wurden die Kinder auch an der GGS Wiehl angemeldet. Der Weg zur GGS Marienhagen wäre mit einer Distanz zwischen 5 und 7 km (je nach Fahrstrecke) zu Fuß nicht mehr zu erreichen, so dass die Kinder jeden Tag von den Eltern nach Marienhagen gebracht (und wieder abgeholt) werden müssten. Dies lehnen wir ab.

4. Es ist letztlich auch nicht verhältnismäßig, dass die Kinder, Eltern und Lehrkräfte der GGS Wiehl unter einem solchen Schulverbund "leiden" müssen, der dazu dient, eine nicht überlebensfähige Dorf-Grundschule in Marienhagen zu retten.

Wir fordern den Rat der Stadt der Wiehl mit dieser Petition nachdrücklich auf, am 17.10.2017 gegen einen Schulverbund zu votieren und anschließend gemeinsam mit der Elternschaft, der Schulpflegschaft und der Schulleitung das Thema offen und transparent zu diskutieren und eine für alle Seiten tragbare Lösung zu entwickeln.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Petra Zgaga und Dr. Marc Zgaga aus Wiehl
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer,

    wie bereits mitgeteilt, wird der Rat der Stadt Wiehl in seiner öffentlichen Sitzung am 02.11.2017 über den diskutierten Schulverbund zwischen der GGS Wiehl und der GGS Marienhagen entscheiden.

    Um dem Rat noch einmal die aus unserer Sicht wesentlichen Fragen (die bislang unbeantwortet sind) vor Augen zu führen, haben wir mit anliegender Mail alle Ratsmitglieder sowie die Mitglieder des Schulausschusses angeschrieben. Diese Fragen wollen wir dann auch noch einmal im Rahmen der Ratssitzung am 02.11.2017 stellen.

    Viele Grüße

    Marc Zgaga

  • Liebe Unterstützer der Petition "Kein Schulverbund zwischen GGS Wiehl und GGS Marienhagen",

    zunächst einmal möchten wir uns ganz herzlich bei jedem Einzelnen für die Unterstützung der Petition sowie die vielen persönlichen Kommentare zur Situation und den damit einhergehenden Sorgen bedanken. Am Ende sind immerhin 203 Unterschriften zusammengekommen.

    Heute haben wir die Petition inkl. der Unterschriftenlisten zusammen mit einer Stellungnahme an den Bürgermeister der Stadt Wiehl, Herrn Stücker, sowie sämtliche Ratsmitglieder sowie Mitglieder des Schulausschusses versandt. Wir hoffen sehr, dass unsere Petition dazu beiträgt, einen Schulverbund mit den aufgezeigten negativen Folgen für unsere Kinder abzuwenden.

    Zur weiteren Information: Der Rat der Stadt Wiehl wird am Donnerstag, den 02.11.2017 um 18.00 Uhr in öffentlicher Sitzung über den Schulverbund beschließen.

    Also: Daumen drücken!

    Liebe Grüße

    Marc & Petra Zgaga

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Der Schulverbund muss überhaupt keine negativen Auswirkungen für die Schüler in Wiehl haben. Es kommt darauf an, wie der Verbund umgesetzt wird. Nach der Schulausschusssitzung am 02.11. und der anschließenden Ratssitzung, können sich beide Schulen -welcher Verbund auch immer beschlossen wird- konstruktiv austauschen. Aufgrund des bestehenden Lehrermangels müssen die Lehrkörper ohnehin andere Standorte aufsuchen. Im übrigen ist das eine Pflicht des Beamten und keine Belastung!