Ein Fußballstadion für den Profisport ist keine kommunale Aufgabe. Die Gelder des kommunalen Haushalts, das heißt die Steuern der Karlsruherinnen und Karlsruher, sind dafür da, bezahlbaren Wohnraum für alle Einkommensschichten zu schaffen, das Gesundheitswesen, die Kultur und den Allgemeinsport zu finanzieren sowie Schulen und andere öffentliche Gebäude zu sanieren. Auch genügend Kitas zur Verfügung zu stellen gehört zu den Aufgaben der Stadt.

120 Millionen Euro für eine 100%ige Finanzierung eines neuen Stadions aus dem städtischen Haushalt für den Profifußball sind nicht akzeptabel!

Der KSC muss Geld erwirtschaften und Sponsoren finden, um den größten Teil der Kosten selbst aufbringen zu können. Erst dann sollte der Gemeinderat eine Unterstützung durch Bürgschaft, Kredit oder einem Zuschuss prüfen.

Begründung

Der Karlsruher Gemeinderat hat im Dezember 2013 abgelehnt, am 25.Mai 2014, dem Tag der Gemeinderatswahl, einen Bürgerentscheid zum Bau des Fußballstadions durchzuführen. Offensichtlich befürchtete das gewählte Gremium die Entscheidung seiner Wählerinnen und Wähler. Zugleich hat er sich mehrheitlich für Zuschüsse in dreistelliger Millionenhöhe für ein Stadion ausgesprochen. Dies steht in keinem Verhältnis zu den lediglich 7 Millionen Euro, welche die Stadt in den kommenden Jahren in bezahlbaren Wohnraum investieren will.

Es geht nicht darum, ein neues, modernes Stadion für den KSC zu verhindern. Der KSC ist eines der Aushängeschilder für die Stadt Karlsruhe. Die Frage ist, wer für das Projekt bezahlen soll. Alleine die VIP-Parkplätze sollen 5 Millionen Euro kosten. Der Profifußball ist ein Geschäft - bei Erfolg ein sehr profitables - und auch der KSC hat in seinen guten Zeiten schon Millionen „gescheffelt“. Ein aus dem städtischen Haushalt finanziertes Stadion, allein für den Profifußball, entspricht weder der finanziellen Gesamtsituation der Stadt Karlsruhe noch ihren eigentlichen kommunalen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger selbst. Es fehlt an ausreichend erschwinglichem Wohnraum. Man braucht nur über die Rheinbrücke nach Wörth zu fahren und man bekommt einen kostenlosen Kitaplatz. Auch bei der Gesundheit und Pflege wird jeder Euro zweimal umgedreht.

Alle Prestigeprojekte der vergangenen Jahre haben der Stadt Fehlkalkulationen und dauerhafte Verluste eingebracht. U-Strab, Neue Messe, Flughafen und jetzt ein Station für den Profifußball, das offiziell 120 Millionen Euro kosten soll. Auch hier wird wohl mit einer Verdoppelung der Kosten zu rechnen sein.

Wann lernen wir endlich aus unseren Fehlern?

Ein neues Stadion schützt zudem nicht vor sportlichem Misserfolg. Stiege der KSC wieder ab, hätte die Stadt auch noch die Unterhaltungskosten für ein neues Fußballstadion am Hals, das weder sie selbst noch die Bürgerinnen und Bürger nutzen könnten. Erarbeitet sich der KSC wieder dauerhaft sportlichen Erfolg, wird er Investoren für ein Stadion nach seinen Wünschen gewinnen. Ein städtischer Zuschuss wäre dann auch angemessen. Völlig unangemessen aber ist ein neues Stadion als Geschenk aus Steuergeldern für das Profifußballgeschäft.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Niko Fostiropoulos aus Karlsruhe
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    Liebe Fußballfreundinnen und –freunde,

    am 23.07.2014 findet um 17:30 Uhr im Südwerk eine Informationsveranstaltung zum Neubau des Fußballstadions im Wildpark statt.
    Der Oberbürgermeister Frank Mentrup möchte allen Karlsruherinnen und Karlsruhern die Möglichkeit geben, sich im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung im Oktober über den geplanten Neubau zu informieren.
    Gerne können Sie hier auch Ihre Fragen zu dem Großprojekt stellen.

    Terminnotiz: 23.07.2014, 17:30 Uhr im Südwerk, Henriette-Obermüller-Straße 10, Karlsruhe

    Bringen Sie gern auch Bekannte und Freunde zur Veranstaltung mit.
    Wenn Sie einen Platz in den vorderen Sitzreihen bevorzugen empfehle ich Ihnen, etwas früher zu kommen.

    Ich freue mich auf viele kritische Fragen und Meinungen zur kommunalen Finanzierung eines Stadions für den Profifußball.

    Ihr Stadtrat
    Niko Fostiropoulos


    PS: Die Stadt und die Mehrheit im Gemeinderat hat die Absicht, die Miete für das Wildparkstadion des KSC erneut herabzusetzen. Wie kann er dann die Miete für ein neues, überteuertes bezahlen?

  • Liebe Fußballfreundinnen und –freunde,

    am 23.07.2014 findet um 17:30 Uhr im Südwerk eine Informationsveranstaltung zum Neubau des Fußballstadions im Wildpark statt.
    Es soll allen Karlsruherinnen und Karlsruhern die Möglichkeit gegeben werden, sich im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung im Oktober über den geplanten Neubau zu informieren.

    Gerne können Sie hier auch Ihre Fragen zu dem Großprojekt stellen.

    Terminnotiz: 23.07.2014, 17:30 Uhr im Südwerk, Henriette-Obermüller-Straße 10, Karlsruhe

    Bringen Sie gern auch Bekannte und Freunde zur Veranstaltung mit.
    Wenn Sie einen Platz in den vorderen Sitzreihen bevorzugen empfehle ich Ihnen, etwas früher zu kommen.

    Ich freue mich auf viele kritische Fragen und Meinungen zur kommunalen Finanzierung eines Stadions für den Profifußball.

    Ihr Stadtrat
    Niko Fostiropoulos

    Im Gemeinderat wurde diese Woche beschlossen, die Miete des KSC erneut zu reduzieren. Der KSC ist zahlungsunfähig.
    Daher meine Frage: Wie kann ein Verein, der die eigene Miete nicht zahlen kann, sich ein Stadion für 120 Millionen Euro leisten?

Pro

Es wird daran erinnert, dass sich das Regierungspräsidium Karlsruhe vor 5 Jahren sorgen um die Finanzen der Stadt machte und ein Konzept zur Reduzierung der Schulden verlangte. Vor kurzem geisterte die Zahl von ca. 2 Milliarden Investitionen in 10 Jahren durch den Gemeinderat. Wie sollen bei einem Haushaltsvolumen von 120 Millionen Euro im Jahr plötzlich Investitionen von 200 Millionen gestemmt werden. Es erhebt sich die Frage, lebt die Stadt über ihre Verhältnisse?

Contra

Natürlich wäre es schön, wenn ein Investor das eigentliche Stadionprojekt finanzieren würde und die Stadt Karlsruhe nur für die Infrastrukturkosten aufkommen müsste. Das Geld wird zwar eingespart, aber wer glaubt den dann, dass das Geld dann dafür in die wichtigen genannten Projekte wirklich fließt ? Außerdem, wenn ein Investor das finanzieren sollte, macht nur eine Multifunktionsarena an der Autobahn und mit Gleisanschluss sinn. Sinnvoll wäre auch ein gigantischer Apple Store in der Frontfassade der neuen Arena.