52 Unterschriften
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Wir fordern von der Friedrich-Naumann-Stiftung, den Unterzeichnenden des Protestbriefs und den deutschen Parteien:
- Preisübergabe beibehalten. Die Stiftung soll den Freiheitspreis 2026 am 7. November in der Frankfurter Paulskirche wie angekündigt dem iranischen Volk verleihen und ihn Prinz Reza Pahlavi treuhänderisch entgegennehmen lassen. Grund: Die Preisannahme verleiht kein Regierungsmandat; die spätere Übergabe an frei gewählte Repräsentanten ist vorgesehen.
- Ausschlussforderung zurücknehmen oder belegen. Die Kritiker sollen eigene Aussagen oder Handlungen Pahlavis benennen, die ihn für diese begrenzte Aufgabe ungeeignet machen sollen. Grund: Herkunft oder politische Gegnerschaft sind keine Beweise persönlicher Verantwortung.
- Alternative konkret benennen. Namen, Organisationen, politische Ziele, Auswahlverfahren und Legitimation der vorgeschlagenen Personen sind offenzulegen. Grund: Eine nicht gewählte Ersatzgruppe darf nicht ohne gleiche Prüfung als demokratisch überlegen gelten.
- Politische Verbindungen offenlegen. Die Unterzeichnenden sollen relevante öffentliche Unterstützung und Zusammenarbeit mit iranischen Oppositionsgruppen erklären, insbesondere im Umfeld Maryam Rajavis und des Nationalen Widerstandsrats Iran. Grund: Eigene politische Präferenzen dürfen nicht als neutrales Urteil erscheinen.
- Historische Verantwortung überall prüfen. Wir erwarten Rechenschaft über die Gewaltgeschichte und Saddam-Kooperation der MEK, die Unterstützung der frühen Islamischen Republik durch die Tudeh-Partei und belegte Verantwortung früherer Funktionsträger, auch heutiger Reformisten. Grund: Spätere Verfolgung hebt frühere Verantwortung nicht auf.
- Vorwürfe präzise belegen. Unrichtige Tatsachenbehauptungen sind zu korrigieren; bei Drohungen Dritter muss eine behauptete Verantwortung Pahlavis eigens nachgewiesen werden. Grund: Politische Nähe ist kein Beweis für Auftrag, Koordination oder Billigung.
- Iranische Stimmen respektieren. Öffentliche Mobilisierung und Stellungnahmen unterschiedlicher iranischer Gruppen sind sachlich zu berücksichtigen. Grund: Die Präferenzen deutscher Politiker ersetzen keinen politischen Willen iranischer Bürger.
- Deutsche Iranpolitik erklären. SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sollen ihre Haltung zu den Anträgen 20/5214 und 20/8407 sowie die Wirkung eigener Maßnahmen gegen die Repression erläutern. Grund: Menschenrechtsbekenntnisse müssen sich an Entscheidungen messen lassen.
Wir erwarten öffentliche, schriftliche Antworten der jeweils zuständigen Adressaten und unterstützen mit unserer Unterschrift den offenen Brief von Res Publica e.V. vom 2. November 2026.
Begründung
Während Menschen in Iran um politische Selbstbestimmung kämpfen, darf die Debatte über ihre Zukunft nicht auf Konflikte von 1979 und den Ausschluss politischer Konkurrenten reduziert werden.
Im Protest gegen die Preisübergabe an Prinz Reza Pahlavi werden historische Verantwortung und demokratische Legitimation eingefordert. Doch mehrere Unterzeichner haben selbst Maryam Rajavis politisches Programm unterstützt. Die Geschichte der Volksmudschahedin (MEK) umfasst bewaffnete Aktionen und die Zusammenarbeit mit Saddam Hussein; Human Rights Watch veröffentlichte Aussagen ehemaliger Mitglieder über schwere interne Misshandlungen. Auch die anfängliche Unterstützung der Islamischen Republik durch die Tudeh-Partei ist dokumentiert.
Warum sollen bei Pahlavi strengere Maßstäbe gelten als bei den bevorzugten Alternativen? Verfolgung durch einen Staat beweist nicht automatisch demokratische Überzeugung. Familiäre Herkunft wiederum beweist keine persönliche Schuld. Entscheidend sind konkrete Handlungen, politische Ziele und historische Aufarbeitung.
Die Unterstützung Pahlavis ist keine bloße Randerscheinung: Die Münchner Polizei bezifferte die Zahl der friedlich Demonstrierenden am 14. Februar 2026 in der Spitze auf rund 250.000. Diese Zahl ist kein Wahlergebnis, aber ein ernst zu nehmender Ausdruck politischer Mobilisierung. Warum sollte dieser sichtbare Wille weniger zählen als die Präferenzen einer Gruppe von Politikern?
Diese Petition verlangt gleiche Maßstäbe, transparente politische Beziehungen, belegte Vorwürfe und Rechenschaft der Kritiker. Die Preisannahme ist treuhänderisch; über Irans politische Zukunft entscheiden die Menschen in Iran selbst. Wer Demokratie fordert, muss selbst Rechenschaft ablegen.
Quellen: Friedrich-Naumann-Stiftung, Congressional Research Service, Human Rights Watch, Polizeipräsidium München.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
03.11.2026
Sammlung endet:
02.05.2027
Region:
Deutschland
Kategorie:
Außenpolitik
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Ich unterstütze diese Petition, weil mir Demokratie, Meinungsfreiheit und das Selbstbestimmungsrecht des iranischen Volkes sehr wichtig sind. Ich bin überzeugt, dass alle politischen Persönlichkeiten und Gruppierungen nach denselben demokratischen Maßstäben beurteilt werden sollten. Über die politische Zukunft Irans müssen die Menschen in Iran selbst frei entscheiden können.
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Wir Deutsch Iraner wollen das der Reza Pahlavi unsere Stimme ist.
Wir vertrauen ihm voll und ganz.