Region: Hamburg
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Education

Keine elternfinanzierten iPads für die Stadtteilschule Altona!

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Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg
47 supporters 32 in Hamburg

Petitioner did not submit the petition.

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  1. Launched December 2022
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Die Schulleitung der Stadtteilschule Altona hat beschlossen, dass die Schüler:innen der 6. Klassen zur Umsetzung des vorgeschriebenen digitalen Unterrichts mit iPads ausgestattet werden sollen. Ausgesucht wurden die Geräte und Geschäftspartner von der Schule, finanzieren sollen nun die Eltern, mit Mindestkosten von € 700,00 pro Kind.

Wir finden, dass die Finanzierung über die Schulbehörde laufen müsste, zumal dafür laut Schulleitung wohl Gelder zur Verfügung stünden, die derzeit eingefroren sind. Eine Finanzierung über die Eltern sowie der Anspruch, es müsse unbedingt ein Apple-Gerät sein, passt nicht zu einer Stadtteilschule und deren sozialem Anspruch.

Reason

Warum iPads?

Eine Ausstattung der Kinder mit digitalen Geräten erscheint uns sinnvoll, wir leben in einer digitalen Welt, der Umgang mit digitalen Endgeräten ist wichtig, ebenso wie das Erlernen eines sinnvollen Umgangs mit Medienzeiten. Die Frage ist , warum sich für Apple-Produkte entschieden wurde, die mit Abstand teuersten Geräte. Eine Entscheidung für technisch ähnlich wertige, erheblich günstigere Modelle wäre sinnvoller gewesen. Auch wenn ein anderer Hersteller vielleicht nicht den gleichen Standard erfüllt wie Apple, wäre der Preisaspekt höherrangig zu bewerten gewesen. Auch im späteren Leben arbeitet man nicht immer mit dem neusten und teuersten Gerät, auch damit kann und muss man umgehen lernen.

Finanzierung über die Eltern statt über die Schulbehörde

Auf einem Info-Abend informierte die Schule, dass es Gelder für digitale Bildung im Bildungsetat gibt, dieser jedoch eingefroren ist. Warum ist das so und wann wird der Etat wieder freigegeben? Wie kann es sein, dass die Entscheidung, die Gelder einzufrieren, auf dem Rücken der Eltern ausgetragen wird? In anderen Bundesländern (z.B. Bremen) haben alle Kinder von Seiten der Schule digitale Endgeräte bekommen. Dies müsste auch in Hamburg angestrebt werden.

Lernmittelfreiheit in Hamburg

In Hamburg herrscht Lernmittelfreiheit, Ausnahme sind Verbrauchsmaterialien. Ein iPad mit einem Wert von mind. € 700,00 ist in unseren Augen kein Verbrauchsmaterial und sollte nicht zwingend von den Eltern finanziert werden müssen. Wie lassen sich diese unangemessen hohen Kosten für Lernmittel rechtfertigen?

Verstärkung von Ungleichheit

Es werden sechs verschiedene Angebotspakete angeboten, die unterschiedlichen Inhalt wie z.B. unterschiedliche Speicherkapazitäten, unterschiedlich hochwertige Hüllen, weiteres Zubehör, ... umfassen. Die Konsequenz wird sein, dass die Kinder, in deren Familien es eh finanziell schwierig ist, das günstigste Paket erhalten werden, Kinder mit wohlhabenderem Background werden größere Pakete, also "mehr" bekommen. Damit ist für jedes Kind klar ersichtlich, was sich die anderen leisten können oder eben auch nicht. Ziel der (insbesondere Stadtteil-)Schule sollte sein, Ungleichheit zu vermeiden und vor allem nicht zu fördern.

Fehlende soziale Gerechtigkeit

Bei "Sofort-Kauf" erhalten diejenigen Eltern Rabatt, die sich es sich eh am besten leisten können. Hier hätte die Schule darauf bestehen können, dass das Angebot sozial gerechter ausgestaltet wird.

Ausgrenzung bei Nichtteilnahme

Auf Nachfragen wurde den Eltern mitgeteilt, dass Kinder, die kein eigenes iPad bekämen, ein Leihgerät erhalten würden. Es ist davon auszugehen, dass wenn einzelne Kinder "nur" ein Leihgerät erhalten, diese ausgegrenzt werden. Was jedoch passiert, wenn der Großteil der Kinder kein eigenes iPad erhält? Springt dann doch die Schule ein?

Finanzierung über die Santander Bank

Für Eltern, die das iPad nicht auf einen Schlag bezahlen können, wird eine Finanzierung über die Santander Bank angeboten. Da € 700,00 (für das günstigste Angebotspaket) eine Menge Geld ist, ist davon auszugehen, dass die meisten Eltern auf diese Finanzierung zurückgreifen müssen. Somit zwingt die Schule die Eltern, sich zu verschulden. Dies in einer Situation, die aufgrund der Inflation ohnehin für viele Familien schwer zu bewältigen ist.

Warum wurden die weiteren Vertragspartner ausgewählt?

Die Schule zwingt die Eltern in eine public-private-Partnerschaft, die Abhängigkeit von gewinnorientierten Konzernen schafft, insbesondere von der Gesellschaft für digitale Bildung, die ein Konzern mit Millionengewinn ist, und dazu mit der Santander Bank und Apple. Die Eltern, die das Projekt ja finanzieren sollen, hatten dabei kein Mitspracherecht und keinen Einblick, warum diese Vertragspartner ausgewählt wurden. Ein Dialog zu diesem Thema wäre wünschenswert, bevor die teuren Geräte angeschafft werden.

Gesellschaft für digitale Bildung

Ein Argument, warum die Gesellschaft beauftragt wurde, ist, dass es derzeit nur eine Teilzeitstelle an der Schule für jemanden gibt, der die digitalen Endgeräte einrichten und pflegen könnte. Mehr sei nicht finanzierbar. Bedeutet also, dass auch an dieser Stelle die Eltern gezwungen werden, eine Fehlplanung der Schulbehörde zu finanzieren. Dies sollte nicht sein. Die Schulbehörde muss genug Gelder bereitstellen, damit die Schule die Bildungsanforderungen auch umsetzen kann. Dies kann nicht Aufgabe der Eltern sein.

Falsche Zeichen an die Kinder

Die Signale, die mit der Entscheidung für die drei Vertragspartner, insbesondere Apple, an die Kinder gesendet werden, sind fragwürdig. Will die Schule wirklich den Eindruck erwecken, dass es nicht unter dem neusten und teuersten Produkt geht? Bei der Entwicklung zu einer modernen Schule wäre dieses Signal eher ein Rückschritt.

Nachhaltigkeit

Je Kind ein Neugerät ist ökologisch nicht sinnvoll. Sowohl ein Teilen der Geräte als auch die Berücksichtigung des "refurbished" Segmentes wäre zu erwägen und wurde es aber nicht.

Thank you for your support, Hanna Liebig from Hamburg
Question to the initiator

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