• Von: Urs und Ursula Wigett mehr
  • An: Grosser Rat Basel-Stadt
  • Region: Basel CH
    Kategorie: Wohnen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 12 Tage verbleibend
  • 282 Unterstützer
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Keine Massenkündigung der Bewohnerschaft an der Mülhauserstrasse 26

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RETTET DIE BEZAHLBAREN WOHNUNGEN IM ST. JOHANN, MÜLHAUSERSTRASSE 26

− damit die Massenkündigung an der Mülhauserstrasse 26 zurückgenommen wird
− damit die Pensionskasse nicht ihre eigenen Pensionäre und Pensionärinnen auf die Strasse stellen kann
− damit über eine sanfte Sanierung verhandelt werden kann
− damit unser bezahlbarer Wohnraum nicht zerstört wird
− damit solche Massenkündigungen nicht zur Methode der Stadtentwicklung werden
− damit es in Zukunft für Alle einen Platz in Basel hat

Begründung:

Am 17. März 2016 kündigte die Pensionskasse Basel-Stadt, vertreten durch die Immobilien Basel-Stadt, unerwartet mit einer Massenkündigung 21 Mietverhältnisse der Wohnungen an der Mülhauserstrasse 26 auf den 30. September 2017. Wir wehren uns gegen die Massenkündigung unserer Wohnungen.

Die Pensionskasse Basel-Stadt plant eine profitorientierte Gesamtsanierung mit Eingriffen in die Bausubstanz. Der Mietpreis pro Quadratmeter wird sich massiv erhöhen. Es ist nicht vorgesehen, dass die jetzigen MieterInnen nach der Sanierung wieder in ihre Wohnungen zurückgehen. Unser Haus ist weitgehend in Ordnung und kleinere Reparaturen zur Werterhaltung sind auch ohne unseren Rausschmiss möglich. Wir kritisieren die Vorgehensweise und auch das gesamte Umbauprojekt der Pensionskasse. Wenig-Verdienende und Pensionierte kommen nicht mehr als MieterInnen in Betracht. Die neuen Wohnungen sind nur auf Gut-Verdienende zugeschnitten.

In unserem Haus wohnen wir zum Teil seit fast 50 Jahren in ausgezeichnetem Verhältnis miteinander. Wir durften zusammen alt werden – bis jetzt. Manche von uns sind über 70 Jahre alt und zwei von uns sogar schon über 90. Gerade im hohen Alter und im Falle von Krankheit profitieren wir von der Zuwendung unter Nachbarn und Nachbarinnen. Auch neuere Mieter und Mieterinnen haben sich hier gut eingerichtet und eingelebt. Die Kinder gehen in die Schule und schätzen das Leben im St. Johann. Mit der Kündigung und den damit verbundenen Ängsten werden wir auseinandergerissen und vereinsamen. Die Pensionskasse hat jahrzehntelang das Geld unserer Altersvorsorge eingenommen und zahlt uns nun monatlich eine kleine Pension aus. Es ist ein Hohn, dass uns genau diese Pensionskasse als Eigentümerin der Liegenschaft aus den Wohnungen wirft.

Die Mieten, die überall steigen, können wir uns nicht leisten! Wir wollen bleiben!

Vieles haben wir bereits versucht, um uns gegen den plötzlichen Rausschmiss zu wehren, doch die Pensionskasse und die Verwaltung Immobilien Basel sind zu keinerlei Dialog bereit.
Zusammen mit solidarischen Nachbarn und Nachbarinnen im St. Johann möchten wir auf unsere Situation aufmerksam machen und die Pensionskasse Basel Stadt dazu bewegen, die Massenkündigung sofort und vollumfänglich zurückzunehmen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Basel, Schweiz, 08.11.2016 (aktiv bis 19.12.2016)


Neuigkeiten

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Das Anliegen ist sehr berechntigt und nachvollziehbar. Wir könnten alle Betroffen sein. Kann man dagegen etwas machen?

Weil sie sich gegen eine zunehmende Tendenz wendet, günstigen Wohnraum zu vernichten. Gerade die Immobilien BS als Institution in öffentlicher Hand hätten hier eine Vorbildfunktion, die benachteiligteren Bevölkerungsteile zu unterstützten. Das nehmen ...

Weil ich lange Zeit im St. Johann gearbeitet habe und den "Quartier-Geist" schätzte, der Zusammen- halt und Verwurzelung fördert.

Ich will nicht, dass die Leute ihren Wohnungen verlieren und ich stehe gehen gentrification!

Die Stadtsubstanz soll Aallmend sein, all jenen gehören, die sie bewohnen und beleben, in ihr zu Hause sind....

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