Sehr geehrter Herr Stefan Grüttner,

in Ihrem Koalitionsvertrag für die laufende Legislaturperiode, haben sie einen Prüfungsauftrag zur Errichtung einer Landespflegekammer in Hessen verankert. Wir, die Pflegenden, lehnen dies ab. Sollte einen Kammer mit Zwangsbeitrag errichtet werden, wird das auf lange Sicht die Motivation der Pflegenden vermindern, da noch mehr der bereits nicht ausreichenden Vergütung in Pflegeberufen verloren geht. Des weiteren sehen wir, die Pflegenden, eine Zwangsverkammerung, als Eingriff auf unsere Integrität und wollen und können dies so nicht hinnehmen. Bei Einrichtungen der Kammern in anderen Bundesländern ist retroperspektiv die Unzufriedenheit vieler Pflegenden zu beobachten. Dies führt zu einem verminderten gesellschaftlichem Bild des Pflegeberufes und wird auf lange Sicht dazu führen, das noch weniger Personen sich für den Pflegeberuf ausbilden lassen. Dies wollen wir in Hessen verhindern.

Wir bitten sie, dies in Ihrer Prüfung zu beachten.

Begründung

Eine Pflegekammer beschneidet die Rechte der Pflegenden, in dem sie: - privat zu zahlende, Fortbildungen verpflichtet, - einen privat zu zahlenden Mitgliedsbeitrag vorschreibt - mit Mahnverfahren und Berufsverbot droht, sollte kein Beitrag gezahlt werden könne - die Integrität und Stimme der Pflegekräfte entzieht und

generell zu einer erhöhten Unzufriedenheit der Pflegenden führt

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Nico Rischkau aus Raunheim
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Contra

Ich, eine der letzten original "Kinderkrankenschwestern" Examen 1991, habe den ganzen (Qualitäts-) Abbau und die Ausbeutung von Pflegekräften, bedingt durch die politischen Rahmenbedingungen, erlebt und erlebe ihn noch täglich. Begonnen mit der Aussetzung der PPR durch Herr Seehofer (CSU Gesundheitsminister in den 90er Jahren) über das "Pflege-ignorierende" DRG-System, erlebe ich seit Jahren den Umbau Gesundheitssystem - hin zur Gesundheitsindustrie. Pflege benötigt darin eine starke und laute politische Stimme, auch wenn es kostet! MfG D.T. Hattersheim