Região: Alemanha
Saúde

Keine Profite mit Krankenhäusern

A petição é endereçada
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
20.075 Apoiantes 19.982 em Alemanha
40% de 50.000 para quórum
  1. Começado 22-02-2021
  2. Colecta ainda > 2 meses
  3. Submissão
  4. Diálogo com o destinatário
  5. Decisão
Eu concordo que os meus dados sejam 0uardadosO peticionário pode ver os meus Nomes e localidade e encaminhar para o destinatário da petição. Eu posso evogar este consentimento a qualquer momento.

In den letzten Jahren erleben wir eine zunehmende Überführung der öffentlichen Daseinsvorsorge in privatwirtschaftliche Hand. Mit Einführung der Krankenhausfinanzierung durch Fallpauschalen (DRG-System) hat diese Entwicklung die Krankenhäuser erreicht.

Eine Krankenhausbehandlung darf nicht Gewinnbestrebungen von Krankenhausbetreibern oder Klinikkonzernen dienen, sondern muss eine individuelle medizinische, bedarfsgerechte Versorgung von Patient*innen sicherstellen.

Wir fordern daher die Abschaffung des DRG-Systems und den Übergang zu einem gemeinwohlorientierten Finanzierungsmodell für die Krankenhäuser.

Razões

Die schwerwiegenden Probleme unseres Gesundheitssystems – chronischer Personalmangel in vielen Bereichen, prekäre Arbeitsbedingungen, eine mangelhafte Aus- und Weiterbildung und damit einhergehend eine Verschlechterung der Versorgungsqualität, eine zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern, Krankenhausschließungen in ländlichen Regionen und nicht zuletzt die höhere Gewichtung profitorientierter gegenüber medizinisch indizierter Entscheidungen – haben eine gemeinsame Ursache: Das DRG-System (Diagnose Related Groups).

Das DRG-System ordnet Menschen in Fallgruppen nach Hauptdiagnose, Nebendiagnosen, Prozedur, Komplikation, Aufnahmemodalität und Verweildauer. Das Hauptaugenmerk liegt auf den abrechnungsfähigen Prozeduren. Je aufwändiger eine Prozedur, desto höher der Gewinn.

Diesem Anreiz folgend – bei gleichzeitig steigendem Kostendruck – versuchen Krankenhäuser, immer mehr Patient*innen mit immer kürzeren Liegezeiten möglichst aufwändigen Prozeduren zu unterziehen. Eine medizinische Versorgung mit weniger finanziell ertragreichen oder nicht abrechnungsfähigen „Prozeduren“ und die ebenfalls nach DRG nicht abrechnungsfähige Aus- und Weiterbildung von medizinischen Personal versprechen keine Gewinne und sind daher nicht im Interesse der Krankenhausbetreiber und Klinikkonzerne.

Profiteure des aktuellen Systems sind nicht Patient*innen oder Mitarbeiter*innen, sondern Krankenhausbetreiber (und deren Aktionär*innen/Finanziers).

Der Deutsche Bundestag ist in seiner abschließenden Beratung der Petition „Krankenhauswesen – Änderung des Fallpauschalensystems (G-DRG) zur Krankenhausfinanzierung“ (Pet 2-19-15-8275-006360) am 26.09.2019 unter anderem zu der Einschätzung gelangt, dass die „Möglichkeiten zur Erzielung von Gewinnen dazu beitragen, Anreize zur Verbesserung von Wirtschaftlichkeit und Qualität der Krankenhausversorgung zu schaffen“.

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass viele Krankenhäuser trotz krankheitsbedingtem prekärem Personalmangel über Monate gezwungen waren, an elektiven Aufnahmen und Eingriffen (die Prozeduren versprachen) festzuhalten, um das finanzielle Überleben der Kliniken zu sichern. Von einer „Qualität der Versorgung unabhängig von der Gewinnorientierung“ konnte dabei keine Rede sein.

Die Studie „Das DRG-Fallpauschalensystem für Krankenhäuser“ aus 11/2020 von Prof. Dr. Michael Simon im Auftrag der Hans Böckler Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass Fallpauschalen „nicht dem Leitbild eines Krankenhauses als sozialer Einrichtung der Daseinsvorsorge [folgen], sondern dem Vorbild eines Krankenhauses als Produktionsunternehmen, das Waren für einen Markt produziert und Gewinne erzielen muss, um wirtschaftlich zu überleben. [...] Für das DRG-System [kann] in keiner Weise der Anspruch erhoben werden, es sei ein vernünftig konstruiertes Vergütungssystem, das in der Lage ist, eine bedarfsgerechte Krankenhausversorgung sicherzustellen.“

Dieser Einschätzung stimmen wir als Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheitssystem zu.

Es bedarf einer gesellschaftlichen und politischen Diskussion über das künftige Krankenhauswesen und dessen Finanzierung. Das Überlassen der Krankenhäuser an profitorientierte Krankenhausbetreiber und Klinikkonzerne muss enden.

Eine Abkehr von Profitorientierung im Gesundheitssystems ist unabdingbar.

Muito obrigado pelo seu apoio, Bunte Kittel De Berlin
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Novidades

  • Liebe Unterzeichner*innen,

    wir von Bunte Kittel wenden uns mit einem dringenden Anliegen an Euch.
    Unsere Petition konkurriert mit anderen Petitionen in einem Themenfindungswettbewerb um die Teilnahme bei Abstimmung 21. Die Petition mit den meisten Stimmen wird ausgewählt als Thema für eine bundesweite Volksabstimmung, welche kurz vor der Bundestagswahl laufen soll. Mit unserer Petition für eine menschlichere Krankenhausfinanzierung haben wir das Feld in den letzten Wochen angeführt. Nun hat uns eine Petition zur Abschaffung des Rundfundbeitrags überholt, nachdem sie gestern auf dem rechtsgesinnten YouTube Kanal achse:ostwest angepriesen wurde. www.youtube.com/watch?v=Gq_-eCdGtaY
    Die Abstimmung21 läuft noch bis morgen Mittag 12 Uhr!!... mais

  • Liebe Unterzeichner*innen,

    wir haben die 2000er Marke überschritten und freuen uns sehr über das positive Feedback! Durch die vielen, sehr guten Kommentare unter der Petition fühlen wir uns in unserem Weg bestätigt. Für uns alle ist es offensichtlich, dass sich in unserem Gesundheitssystem etwas ändern muss. Die Ausrichtung auf Profit muss enden, der Mensch muss endlich in den Mittelpunkt gestellt werden.
    Mit unserer Petition und der Abstimmung21 von Openpetition besteht die Möglichkeit, die durch das DRG-System verursachten Missstände in Krankenhäusern in den politischen Diskurs zu bringen und Veränderungen im Wahljahr 2021 anzustoßen.
    Wir brauchen Eure Unterstützung um die Petition weiter zu verbreiten! Schickt sie Eurer Familie, Freunden,... mais

Gesundheit, Wasser, Energie, Bildung uvm. sind Grundlagen unserer modernen Zivilgesellschaft und sollten nicht einem wirtschaftlichen Gewinn untergeordet sein. Ein professionelles Management ist dennoch erforderlich.

Um es vorwegzunehmen: ich habe unterschrieben, gespendet und teile das Anliegen. Dennoch meine Kritik: 1) ich würde mir wünschen, dass die Website (auch die von Bunte Kittel) deutlich machen würde, wer tatsächlich hinter dieser online Petition steht. 2) Die Petition greift zu kurz, das DRG-System ist nur eine (symptomatische, nicht kausale) Facette eines dringend in seinem systematischen Ansatz reformbedürftigen Systems. 3) Die Konzentration auf das Krankenhaus entsolidarisiert, auch das ambulante Vergütungssystem (auch nur Symptom) und eigentlich der gesamte Ansatz sind reformbedürftig.

Porque as pessoas assinam

  • Dirk Menge Bad Kissingen

    Há 1 horas atrás

    Jeder Mensch einer Solidargemeinschaft sollte die Chance erhalten, wenn er krank geworden ist, wieder gesund zu werden und das unabhängig von Herkunft, Ansehen und finanziellem Budget. Wenn sich eine Gesellschaft für Menschlichkeit ausspricht, dann können nicht die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus angewandt werden, wo Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Dann benötigen wir andere Ansätze zur Finanzierung der Humanmedizin. Viele Wissenschaftler benötigen nicht den Druck des Marktes, um innovativ zu sein, wie man auch am Beispiel Impfstoffentwicklung sehen konnte. Menschen bzw. Lebewesen sind keine Ware oder Dienstleistung!

  • Há 2 horas atrás

    Ich halte die Gesundheitsversorung in Form von Kliniken für eine Hoheitsaufgabe des Staates und nicht für ein gewinnorientiertes Geschäftsmodell von Aktiengesellschaften.

  • Há 3 horas atrás

    Medizin muss sich am Erfolg für den Patienten orientieren. Ein gesunder Mensch, ein gesundes Volk kann mehr leisten und ist Voraussetzung für gesunde Nachkommen. Wünsche mir für unser Gesundheitssystem viel Augenmerk auf gesunde Landwirtschaft, Ernährung und erfolgsorientierter Behandlung !

  • Não público Nürnberg

    Há 3 horas atrás

    Meine Mutter wurde nach einer Herzklappenoperation vom Krankenhaus entlassen und konnte sich nicht selbst versorgen. Wir Angehörigen wurden nicht über ihren Zustand informiert. Es wurde auch icht nachgefragt, ob sie jemand betreuen kann. Die Patienten werden viel zu früh aus dem Krankenhaus entlassen. Aber mit Pflege macht man ja kein Geld. Es ist sehr, sehr traurig, wie man mit kranken Menschen umgeht. Dabei trifft den Ärzten und Pflegepersonal keine Schuld, denn sie sind überlastet, Aber dass man mit Krankheit Profit macht, geht gar nicht.

  • Há 3 horas atrás

    Weil Profitzwang die Versorgung von Patienten gefährdet.

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