Education

keine übereilte Öffnung der Grundschulen in NRW

Petition is directed to
Die Präsidentin des Landtags NRW
98 Supporters 87 in North Rhine-Westphalia
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  1. Launched June 2020
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Petition gegen die übereilte Öffnung der Grundschulen in NRW

Am Freitag, den 05.06.2020 wurde plötzlich vom Schulministerium NRW verkündet die Grundschulen ab dem 15.06.2020 für alle Schüler zu öffnen. Die bisherigen Abstandregeln, die einen Mindestabstand zwischen den Schülern vorschreiben, sollen dann entfallen. Stattdessen sollen nur noch die Lerngruppen voneinander getrennt werden um möglichen Infektionsketten leichter nachvollziehen zu können.

Diese Entscheidung ist gesundheitspolitisch grob fahrlässig und auch bildungspolitisch so kurzfristig nicht sinnvoll. Auch wenn sicher einige Familien die dann verbesserte Betreuungssituation begrüßen würden, stellt diese Entscheidung tatsächlich ein unnötiges Experiment mit ungewissem Ausgang zulasten von Schülern, Eltern und Lehrern dar. Es ist ein Experiment, das Angst macht.

Wir fordern die Grundschulen noch nicht im Normalbetrieb zu öffnen.

Reason

Weshalb ist die Maßnahme gesundheitspolitisch gefährlich?

Bis heute ist wissenschaftlich nicht geklärt, wie groß das Covid-19- Infektionsrisiko für Kinder im Grundschulalter ist. Vereinfacht gesprochen streiten renommierte Wissenschaftler darüber, ob Kinder weniger oder in etwa genauso infektiös sind wie Erwachsene.

Abgesehen von diesem Streit gelten jedoch folgende Punkte als unumstrittene Tatsachen:

  • Kinder können grundsätzlich an Covid-19 erkranken.
  • Auch bei Kindern sind schwere Verläufe dieser Krankheit möglich.
  • Kinder können grundsätzlich das Virus auch weiterverbreiten.
  • Ebenso wie Erwachsene können auch Kinder symptomlos erkranken also unwissentlich Virusträger sein.
  • Je mehr Personen (einschließlich Kinder) in geschlossenen Räumen auf engem Raum zusammentreffen, desto höher das Infektionsrisiko.

Aus all diesen Punkten folgt rein logisch betrachtet, dass eine Eröffnung der Schulen ein Risiko für die Kinder selbst und indirekt auch für ihre Eltern weitere Bezugspersonen und Lehrer darstellt. Dies gilt in besonderem Maße – aber keineswegs nur- für Personen aus Risikogruppen.

Besonders gefährlich erscheint in diesem Zusammenhang, dass nun auch auf die bisherigen Abstandsregeln verzichtet werden soll. Diese Abstandsregeln waren nachweislich wirksam. Sie bieten zwar keinen 100 % Schutz doch reduzieren sie das Risiko erheblich. Die bloße Trennung von Lerngruppen hingegen erscheint als eine zynische Maßnahme. Sie läuft darauf hinaus Schülern und ihren Familien einem hohen Infektionsrisiko auszusetzen, solange nur die Infektionsketten nachvollzogen werden können. Es wirkt auf viele Eltern so, als wolle man an ihren Kindern kurz vor den Sommerferien noch schnell testen wie groß das Risiko tatsächlich ist um sich bei Misserfolg in die Ferien flüchten zu können.

Das Beispiel Göttingen zeigt uns außerdem, dass jederzeit in Deutschland noch mit größeren Ausbrüchen gerechnet werden muss. Weshalb ist die Maßnahme auch bildungspolitisch nicht sinnvoll?

Immer wieder wurden in den letzten Wochen sehr kurzfristig Anweisungen an die Schulen geändert, was dazu führte, dass die Schulen kurzfristig umplanen mussten und auch einigermaßen praktikable Lösungen wieder abgebrochen werden mussten. So haben die Schulen unter großen Mühen, Unterrichtskonzepte an die Krisensituation immer wieder angepasst und seit einiger Zeit endgültige Pläne bis zu den Sommerferien aufgestellt. Auf genau diese Pläne haben sich Schüler, Eltern und Lehrer eingestellt. Es ist nicht sinnvoll alle Planungen ständig zu ändern. Unter großem Aufwand werden so die Kinder für zwei Wochen zurück in die Schule geholt. Aufwand und Ertrag stehen hier in einem schlechten Verhältnis.

Kernforderung:

Wir fordern daher in NRW auch in Grundschulen vor den Sommerferien nicht mehr zum Regelunterricht zurückzukehren. Besonders das Abstandsgebot muss weiter an allen Schulen gelten. Nach den Sommerferien sollte erst dann zum Regelunterricht zurückgekehrte werden, wenn dies gesundheitspolitisch sicher vertreten werden kann.

Thank you for your support, Cordt Hollburg from Minden
Question to the initiator

Not yet a PRO argument.

Man kann es auch übertreiben. Es handelt sich um einen simplen Schnupfen und es hat zu KEINER Zeit auch nur das geringste bisschen Gefahr bestanden!

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