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Änderungen an der Petition
on 10 Jan 2026
Petition addressed to: Bürgermeister Alois Schiegg
Der Gemeinderat Marxheim hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Schulbus um 12.00 Uhr abzuschaffen. Gleichzeitig wird ab dem Schuljahr 2026/2027 die bisherige Mittagsbetreuung in der Grundschule eingestellt und durch einen neuen Hort ersetzt. Eltern und Elternvertretungen wurden in diese Entscheidung nicht eingebunden.
Für viele Familien – insbesondere außerhalb von Marxheim – hat dieser Beschluss erhebliche Folgen:
Ohne den 12-Uhr-Bus können Kinder nach dem regulären Unterricht nicht mehr direkt nach Hause fahren. Stattdessen müssen sie die Zeit bis zur nächsten Heimfahrmöglichkeit in der neuen Hortbetreuung verbringen – unabhängig davon, ob Betreuung pädagogisch gewünscht ist oder nicht.
Diese Hortbetreuung ist kostenpflichtig. Die Mindestbuchungszeit beträgt 6 Stunden pro Woche, der Elternbeitrag liegt bei voraussichtlich 70 € pro Kind und Monat zuzüglich Mittagessen. Das entspricht mindestens 840 € pro Kind und Jahr für eine Leistung, die viele Eltern gar nicht benötigen würden. Für die Kinder bedeutet dies zudem, dass sie – je nach Unterrichtsende – bis zu 2,5 Stunden länger betreut werden und deutlich später nach Hause kommen.
Wir kritisieren, dass durch die Abschaffung des 12-Uhr-Schulbusses faktisch eine kostenpflichtige Betreuung zur Voraussetzung wird, um nach dem Unterricht mit dem Bus nach Hause zu kommen.
Unsere Forderungen:
Nur so ist sichergestellt, dass Kinder auch ohne verpflichtende, kostenpflichtige Betreuung nach regulärem Unterrichtsende zuverlässig nach Hause kommen können.
Warum bewegt uns dieses Thema so?
Die Gemeinde ist dafür zuständig, für Grundschulkinder eine zumutbare Möglichkeit zur Heimfahrt nach dem Unterricht bereitzustellen. Ein Unterrichtsende um 11 oder 12 Uhr ist an Grundschulen völlig üblich und kein Sonderfall.
Mit dem Beschluss, den Schulbus um 12 Uhr abzuschaffen, wird diese Verantwortung aus unserer Sicht nicht mehr ausreichend wahrgenommen. Stattdessen entsteht für viele Familien faktisch die Situation, dass Kinder nur noch dann nach Hause kommen können, wenn sie in den neuen Hort gehen.
Der Hort ist jedoch eigentlich ein freiwilliges Angebot. Durch den Wegfall der Busverbindung wird er de facto zu einer Pflichtleistung, die Eltern in Anspruch nehmen und bezahlen müssen – nicht aus pädagogischer Überzeugung oder zeitlicher Notwendigkeit, sondern weil es keine zumutbare Alternative gibt.
Uns bewegt dieses Thema, weil hier der Eindruck entsteht, dass über den Schulbus indirekt der neue Hort querfinanziert und als Standardlösung etabliert werden soll – auf Kosten der Familien und der Kinder. Eine solche Lösung darf nicht zulasten der zumutbaren Schülerbeförderung gehen.
Man spart auf dem Rücken der Kinder. Ohne 12‑Uhr‑Bus bleibt vielen nur eine teure Betreuung, die sie nicht brauchen. Dass diese Entscheidung auch noch ohne Rücksprache mit Eltern getroffen wurde, macht es noch unverständlicher. So sieht keine familienfreundliche Politik aus.
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