Neuigkeiten
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Änderungen an der Petition
am 03.06.2026 -
Temporäre Sperrung aufgehoben
am 29.05.2026Sehr geehrte Unterstützende,
die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.
Wir bedanken uns für Ihr Engagement!
Ihr openPetition-Team
Ich wohne zwischen Freudenberg und Kotterner Straße. Meist Freitag und Samstag ab Feierabend bis tief in die Nacht werde ich bestens unterhalten: Feinstes Geknatter und Rumgepose, was das (Fahr-)Zeug hält, gerne auch mal bis 5 Uhr morgens.
Bevorzugt geht’s am Parktheater vorbei, einmal um die Bahnhofsapotheke, um das „unnütze Hin- und Herfahren“ auch vollständig auszukosten, und mit nicht selten 50 in der 20er-Zone an den Dönerbuden vorbei, soweit es die kreuzenden Fußgänger erlauben.
Einmal hinter der BigBox mit den Jungs treffen, Richtung Schumacherring knattern. Oder doch eine Runde zurück? Wieder an der städtischen Disko vorbei und den Freudenberg herunter, weil es bei Auf- und Abfahrten scheinbar besonders schön knallt. Selbst Richtung Iller ist der Fahrer noch lange zu hören. Ein akustisches Stadterlebnis für die ganze Nachbarschaft.
Immer dasselbe Klientel: hinten abgedunkelte Scheiben, vorne einen Spalt offen, damit das eigene Geknatter in den Häuserschluchten auch ordentlich zur Geltung kommt. Musik braucht es natürlich nicht, schließlich ist das Fahrzeug selbst die defekte Musikanlage.
Gegen vielfältige Automarken und Bürger unseres Planeten ist nichts einzuwenden, denn schwarze Schafe gibt es eh überall. Und die Besten der Besten fahren eben nachts durch die Städte. Offenbar gehört zum automobilen Selbstbewusstsein, möglichst vielen Menschen mitzuteilen, dass man gerade unterwegs ist.
Auf Videoaufnahmen reagieren die Insassen übrigens erstaunlich allergisch. Daher kann ich dazu nur ermutigen. Dann haben wir bald genug Material für eine unterhaltsame Dokumentation zusammen. Ein Fahrer sagte mir ernsthaft, er mache das „wegen der Mädels“. Damit wären sämtliche Klischees erfüllt. Die jungen Frauen auf dem Bürgersteig wundern sich allerdings weniger über die Motorleistung als über die schlichte Intelligenz dahinter.
Die Polizei nimmt fleißig Meldungen an, die Erfolgsquote scheint aber nur mäßig. Manch ein wilder Fahrer wird leider erst durch einen Unfall nachhaltig aus dem Verkehr gezogen.
Soweit mein Eindruck aus der Stadtmitte.
Die meisten Tuner, Autobastler und Fahrer teurer Autos sind nicht so störend. Offenbar haben sie ein gesünderes Selbstbewusstsein, sind reifer oder nehmen schlicht Rücksicht auf Mitmenschen.
Vielleicht höre ich doch noch auf den persönlichen Tipp eines Fahrers und nutze einfach Noise-Cancelling-Kopfhörer.. jedoch nur, um meine Doku über die Autoposer in Kempten fertigzustellen.
(Bearbeitet)