Als Online-Sprachrohr der Interessengemeinschaft zum Erhalt der Grundschule Simmerath-Kesternich machen wir uns mit dieser Petition für den Erhalt unserer Dorfschule stark und setzen damit auch ein Zeichen gegen das Grundschulsterben in NRW.

Begründung

Unsere Schule liegt in der Gemeinde Simmerath in der Nordeifel und beheimatet aktuell vier Schulklassen. Als GU-Schule leistet sie hervorragende und erfolgreiche Arbeit im Bereich der Inklusion und bietet mit kleinen und reizarmen Klassen allen Schülern ein optimales Lernumfeld. Unsere Kinder profitieren sehr von der familiären Atmosphäre, dem hochqualifizierten Lehrpersonal und der ausgezeichneten Betreuungssituation, die der Förderverein auf die Beine gestellt hat. Für Schüler aus den abgelegenen Dörfern Hirschrott, Erkensruhr und Einruhr ist sie die einzige nächstgelegene Schule.

Als Herzstück des Dorfes stellt sie zudem ein wichtiges soziales Bindeglied dar für lebendige Dorfkultur, Vereinsleben, Kindergarten und das Miteinander im Ort.

Wie unlängst bekannt wurde ist diese Schule nun von der Schließung bedroht, da in Simmerath in Zukunft - möglicher Weise - zu wenig Kinder leben werden, um die Beibehaltung des bisherigen Lehrerstellenschlüssels im Gemeindegebiet zu gewährleisten. Wir sind der Ansicht dass es hier politischen Handlungsspielraum und Alternativen gibt, und wollten dass unsere Schule aus folgenden Gründen bestehen bleibt:

Wir sagen

28 Kilometer Schulweg am Tag sind zu viel für Grundschüler! Inklusion braucht ein Lernumfeld in dem sie auch gelingen kann! Schüler umverteilen und große Schulen entlasten, statt kleine Schulen zu schließen und noch mehr Riesenklassen zu schaffen! Kinderfreundliche Wohngebiete in der Nordeifel erhalten! Bereits jetzt zeichnet sich eine in Zukunft wieder ansteigende Schülerzahl in der Gemeinde ab!

Wir fordern den Blick in die Zukunft zu richten und Perspektiven zu erhalten, die allen Kindern hier im Gemeindegebiet eine angemessene und chancengleiche Beschulung mit kindgerechten Schulwegen ermöglichen.

Die Kesternicher Grundschule darf nicht aufgegeben werden! Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • 249 Tage sind inzwischen vergangen, seit der Rat der Gemeinde Simmerath beschlossen hat, die Grundschule Kesternich zu schließen.
    Inzwischen hat sich die Schülerzahl – trotz der anstehenden Schließung - von 75 auf 85 erhöht, und 17 Kinder sind allein dieses Jahr im Dorf Kesternich geboren worden.
    Uns liegt inzwischen die schriftliche Rückmeldung des Schulamtes und der Bezirksregierung Köln vor, dass die Schule hätte erhalten werden können, wenn die Gemeinde dies gewollt hätte.
    Immer noch ist die Schließung der Schule ein Thema, das die Bevölkerung bewegt. Trotzdem (oder gerade deswegen?) wurde in der Eifeler Zeitung am 02.12.15 ein Artikel veröffentlicht, in dem behauptet wurde, „die Eltern hätten sich mit der neuen Schulsituation arrangiert“. Herr Goffart, CDU, geht in dem Artikel sogar soweit, die Kesternicher Eltern dafür zu loben, dass sie geschlossen ihre Kinder in Steckenborn angemeldet hätten – blanker Hohn, wenn man bedenkt dass die Anmeldezettel der Gemeinde keine andere Wahl gelassen haben. Nachlesen kann man das derzeit auch auf der Homepage der CDU Simmerath.
    Um dieser drastischen Falschdarstellung mit einer Gegendarstellung zu begegnen, wurde am 17.12.15 ein Leserbrief von uns in der Eifeler Zeitung veröffentlicht, den wir ungekürzt auch hier veröffentlichen wollen:

    Leserbrief zum Artikel „Eltern haben sich mit der neuen Schulsituation arrangiert“ vom 02.12.2015 von der IG zum Erhalt der Kesternicher Grundschule, i.V. Simone Werker-Schwartz:
    Es ist an Hohn kaum zu übertreffen, wenn die Verwaltung die Eltern aus Kesternich, Einruhr und Erkensruhr für das Anmeldeverhalten lobt!!! Die Verwaltung sollte doch wohl (hoffentlich) ihre Anmeldezettel für die Schulneulinge kennen: Es gab nämlich keine Alternative zu Steckenborn! Und hätte Herr Goffart einmal in der Verwaltung angefragt, ob es Kommentare auf den Anmeldebögen gegeben hätte, so hätte er gewusst, dass es durchaus viele Eltern gibt, die handschriftlich ihrem Wunsch nach einer Beschulung in Kesternich Ausdruck verliehen haben.
    Nun, Anlass genug für uns, noch einmal Klartext zu sprechen: Wir haben im Oktober diesen Jahres auf unsere Anfrage vom Schulministerium des Landes NRW die schriftliche Bestätigung erhalten, dass der Erhalt der Kesternicher Schule auf Grundlage des Schulgesetzes möglich gewesen wäre, um „ein qualitativ hochwertiges und wohnungsnahes Grundschulangebot“ zu ermöglichen. Wir erinnern daran, dass selbst Herr Bürgermeister Hermanns uns die rechnerische Möglichkeit bestätigte. Aktuell werden in Kesternich 85 Kinder beschult, 92 braucht ein eigenständiger Schulstandort, 46 reichen für einen Teilstandort!!!
    Auch unsere Voraussage, dass es nach zwei „mageren Jahren“ einen eindeutigen Aufwärtstrend gibt, dürfte der Verwaltung als wahr bekannt geworden sein. In diesem Jahr wurden alleine in Kesternich 16 Kinder geboren, in Einruhr 2 … mit 18 Schülern also eine normal große Klasse, sieht man sich die aktuellen Klassengrößen in der Gemeinde an. Wir möchten auch weiterhin ganz klar betonen, dass alle vier Schulstandorte erhalten werden sollen und könnten, es aber schlichtweg politisch nicht gewollt ist!!
    Wären die Entscheidungsträger doch wenigstens so ehrlich, und würden die Wahrheit sagen: Würde es nicht ums Geld gehen, hätte man wohl kaum gegen enormen Widerstand innerhalb von 6 Monaten die Schließung einer Grundschule durchgesetzt, was mittelfristig auf dem Rücken aller Kinder dieser Gemeinde ausgetragen wird. Hauptsache, die Gemeinde Simmerath hat genug Engagement, Energie und Geld, um seit nunmehr 4 Jahren ein Verfahren gegen die Nachbarkommune wegen einer Kaufland-Filiale aufrecht zu erhalten! Man muss halt Prioritäten setzen können.

  • Liebe UnterzeichnerInnen,
     
    nachdem wir am 21.04.2015 noch vor der entscheidenden Ratssitzung diese Petition dem Bürgermeister überreichten, hat die Mehrheitsfraktion in der Sitzung die Schließung der Kesternicher Grundschule bestimmt.
    Wir waren bei der Sitzung anwesend und haben uns anschließend in einem Leserbrief zu den Geschehnissen geäußert, der am 06.05. in den Eifeler Nachrichten abgedruckt wurde, und den wir auch hier als Stellungnahme veröffentlichen wollen:

    "Für wie dumm hält man uns Bürger in der Gemeinde Simmerath eigentlich?
    1390 Unterschriften auf Papier, 964 Unterschriften online: Eine bislang beispiellose Meinungsbekundung der Bürger in der Gemeinde Simmerath, und zwar für den Erhalt der Grundschule Kesternich, wurde den gewählten Volksvertretern übergeben.
    Im negativen Sinne beispiellos ist die Reaktion auf den politischen Willen der Bürger.
    Es ist kaum zu glauben, was sich die beiden Parteien der Mehrheitsfraktionen im Gemeinderat Simmerath an hanebüchenen Argumenten an den Haaren herbeizogen, um die Schließung der Schwalbenschule durchzusetzen, obwohl die Alternative als machbar anerkannt wurde.
    Argumente wie: „man habe gelesen, dass Mütter es zunehmend bedauern würden, Kinder bekommen zu haben, daher könne man nicht optimistisch in die Zukunft blicken…“ (auch nachzulesen bei den Stellungnahmen auf der Onlinepetitionsseite) sind ein Schlag ins Gesicht aller Mütter der verschiedenen Generationen, die mit ganzem Herzen hinter ihren Kindern und Enkeln stehen. Die Vertreter der CDU-Fraktion standen vom inhaltlichen Niveau her ihrem Koalitionskollegen kaum nach: Die alte Leier von der „Gefährdung“ der anderen Grundschulen durch „Verkannibalisierung der Schulen“, wenn Kesternich als Teilstandort erhalten bliebe, wird auch in der tausendsten Wiederholung nicht wahrer. Und das man einer Schulleitung nicht zumuten könne, die Kinder sinnvoll auf zwei Schulorte zu verteilen, hat schon fast ein humoristisches Element, wurde dies doch in der Vergangenheit in der Gemeinde ganz selbstverständlich praktiziert. Dass auch im kommenden Schuljahr wieder mehr Kinder in Kesternich angemeldet wurden, als erwartet, wird dabei genauso unter den Tisch gekehrt wie die Tatsache, dass es Empfehlungen gab, zunächst eine Schulwerkstatt einzurichten, bevor man eine Schule, die erstmals im 18. Jhdt. erwähnt wurde, für immer schließt.
    Warum keine Schulwerkstatt eingerichtet wurde, die ja das Ziel hat, Schulträger in Prozessen der Schulentwicklung zu beraten, liegt wohl auf der Hand. Der laut Gesetz vorgeschriebene Schulentwicklungsplan - bei der Gemeinde Simmerath Fehlanzeige! Fatal wäre wohl gewesen, wenn auch die Schulentwicklungswerkstatt, besetzt mit Elternvertretern, Schulleitung, Bildungsbüro der Städteregion etc., zu dem gleichen Ergebnis gekommen wäre wie u.a. SPD, FDP und UWG: Nämlich, dass es Sinn macht, die Kesternicher Schule als Teilstandort einer anderen Schule zu erhalten, weil genau dafür das 8. Schulrechtsänderungsgesetz gemacht wurde.
    Darum lieber nichts unternehmen, was am Ende zu diesem Ergebnis führen könnte.
    Wir, die IG zum Erhalt der Kesternicher Grundschule, bedanken uns bis hierhin schon einmal bei allen Menschen, die uns in den letzten Wochen und Monaten unterstützt haben, bei allen Unterschriftensammlern und Unterzeichnern, dem Förderverein der Schwalbenschule und auch den Politikern, die sich aktiv für den Erhalt der Schule eingesetzt haben.
    Was bleibt, ist die Frage nach dem Selbstverständnis der von uns gewählten Volks(ver)treter. Und die Frage, wie das Volk darauf reagieren wird.

    IG zum Erhalt der Kesternicher Grundschule: Silke Peeters, Miriam Seibel, Nikola Kunat, Simone Werker-Schwartz"


  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter von Gemeinderat Simmerath geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.


    Bisher haben 9 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.


    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/kesternicher-grundschule-muss-erhalten-bleiben

Pro

Es darf nicht sein, dass in Zeiten zunehmenden Bildungsmangels auch noch Schulen und Schulstandorte geschlossen und zusammengelegt werden. Die freien räumlichen Kapazitäten sollten für die Einrichtung kleinerer Klassen und neuer pädagogischer Konzepte genutzt werden. U.a. hat die Schwalbenschule im Bereich der Inklusion vorbildlich gearbeitet. Ein Erhalt ist daher wichtig und erhöht die Glaubwürdigkeit unserer Demokratie.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.