Der Pflegenotstand betrifft auch Kinder, nicht nur kranke und ältere Menschen:

Betten auf Kinderintensivstationen müssen geschlossen werden, weil Kinderpflegekräfte fehlen. In der Kinderherzchirurgie müssen dringend notwendige Herzoperationen abgesagt bzw. um mehrere Monate verschoben werden.

Solche dramatischen Fälle sind inzwischen tagtägliche Praxis. Nicht wenige Familien sind davon sogar mehrfach betroffen. Wir appellieren vor allem an die Krankenhäuser und Länderregierungen, den Pflegenotstand auf den Kinderintensivstationen anzupacken, um derzeit oft lebensbedrohliche Situationen abzustellen und das Leid der Kinder und deren Familien zu vermindern.

Unsere Forderungen:

1) Mehr Geld für die Kinderkrankenpflege, eine anstrengende, emotional belastende Arbeit mit hoher Verantwortung und notwendiger Erfahrung!

2) Erhalt und Erweiterung von Ausbildungsplätzen an Krankenpflegeschulen!

3) Wiedergewinnung bereits qualifizierter Kräfte durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. familienfreundliche Schichtpläne, krankenhaus-eigene Kitas)!

Reason

Zu 1) Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sprechende Medizin kostet Zeit! Zeit fehlt den Pflegenden an allen Ecken und Enden! „Stellen Sie sich vor: Sie bekommen ein Kind, das nach der Geburt direkt auf die Intensivstation gebracht wird, voller Kabel und Zugänge. Und niemand hat Zeit, sich damit zu befassen, den Eltern zu erklären, was genau da passiert: www.bvhk.de/natalie-pflegenotstand/

Zu 2) Wir brauchen niedrigschwelligere Zugangsvoraussetzungen für Lehrkräfte an Krankenpflegeschulen und Schulgeldfreiheit für alle Pflege-Auszubildenden. „Internationale Studien zeigen, dass eine Unterbesetzung im Pflegedienst das Risiko für Schädigungen der Patienten durch sogenannte unerwünschte Ereignisse erhöht. Werden deswegen diese schweren Komplikationen zu spät oder gar nicht erkannt, kann dies sogar zum Versterben im Krankenhaus führen.“

Zu 3) Bessere Bezahlung ist nicht alles, denn dem überlasteten Pflegepersonal droht Burn-out. Die „Flucht aus der Pflege“ führt zu noch mehr Belastung für die Verbleibenden, da die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt werden muss. Leidtragende sind die kranken Kinder und ihre Pflegkräfte. „Die Zustände in der Klinik verschlechtern sich zusehends. An einem Tag hatte eine Krankenschwester vier Kinder gleichzeitig auf Intensivstation zu versorgen.“ www.bvhk.de/wp-content/uploads/2018/12/OP-Verschiebungen.pdf

Wir fordern den Petitionsausschuss des Bundestags und der jeweiligen Landesparlamente auf, gemeinsam mit den Krankenhäusern, unsere Forderungen kurzfristig in die Praxis umzusetzen.

Mehr Info: www.bvhk.de/informationen/medizinische-informationen/pflegemangel/

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News

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contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 47 min. ago

    Weil ich Mutter von zwei kleinen Jungs bin

  • 51 min. ago

    Mein Kind hatte zwei Herzoperationen und der Termin wurde auch mehrfach verschoben.

  • 2 h. ago

    Mir ist diese Petition wichitg , weil ich selbst ein Herzkranken Kind habe .

  • 2 h. ago

    Weil es um Kinderleben geht und auch mein Kind in so eine Situation kommen könnte.

  • 3 h. ago

    Kinder dürfen nicht vernachlässigt werden. Die Betreuung und Pflege darf nicht leiden. Hier muss investiert werden.

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