Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das Höchstgewicht von Schulranzen, welches Schulkinder zu tragen haben, verbindlich, einheitlich, maximal zulässig vorzuschreiben, um Kinder in ihrer Gesundheit und in ihrer gesunden Entwicklung zu schützen.

Begründung

Seit Jahrzehnten kämpfen Eltern, Lehrer, Schüler, Elternvertretungen auf allen Ebenen und allen Schularten für eine Gewichtserleichterung von Schulranzen/-taschen .An jeder Stelle des Schulsystems, an dem es keine gesetzliche Vorgabe dafür gibt, sind Kinder, Eltern, Lehrer, Institutionen, Behörden, Ärzte, Gesundheitsaufsicht etc. der Willkür ausgesetzt und werden im Zweifelsfall keine Handhabe haben, gegen eine Belastung der Kinderrücken wirksam etwas zu unternehmen.Dies halte ich für einen in unserer "normierten" Gesellschaft, untragbaren Zustand.Obwohl das Problem seit vielen Jahrzehnten bekannt ist, ist es für Beteiligte immer wieder schwer, Kinder effektiv in ihrer Gesundheit und damit ihrer späteren Arbeitskraft zu unterstützen.Da es keine verbindlich vorgeschriebene Gesetzesgrundlage gibt, befürchte ich auch weiterhin unnötige volkswirtschaftliche und gesundheitsbeeinträchtigende Probleme dadurch, dass Kinder Gewichte auf den Rücken gelagert bekommen, die - wenn nicht gleich - , in ihrem späteren Leben schwerwiegende Haltungsschäden und damit Kosten verursachen.Sie als Politiker sind hiermit aufgefordert, die Gesundheit unserer Kinder zu schützen, sich entsprechend zu informieren und einzusetzen, damit eine entsprechende Gesetzesgrundlage geschaffen wird, die für ALLE verbindlich vorschreibt , wie viel ein Kind prozentual zu seinem Körpergewicht maximal tragen darf.Damit würde der jahrzehntelange Kampf von Eltern, Ärzen, Schulmedizinern,Orthopäden, Lehrern, Elternbeiräten etc. endlich Rechnung getragen werden, im Interesse der Gesundheit unserer Kinder.Es ist nicht weiter hinzunehmen, dass beispielsweise ein 10jähriger Schüler mit 28 kg Körpergewicht täglich 9,8 kg Ranzen trägt und an Sporttagen noch eine Extratasche mit einem weiteren Kilo Gewicht! Dies ist KEIN Einzelfall , sondern belegbar weit verbreitet, Eltern gefrustet nicht wirklich etwas zu erreichen, Lehrer und Schulen überfordert, desinteressiert, unmotiviert, Behörden achselzuckend - da dieses Problem vor Ort an der entsprechenden Schule anzugehen sei, Ärzte machtlos ... und Politik im Kompetenzgerangel.Alles trägt nicht wirklich zur Beseitigung des Kernproblems bei.Ich bitte Sie nochmals, eine entsprechende gesetzliche Grundlage zu schaffen.Mit freundlichem GrußReiner Ostermayer

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Pet 2-18-15-21650-042956 Kinderschutz

    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 27.09.2018 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Mit der Petition wird gefordert, das Höchstgewicht von Schulranzen, welches
    Schulkinder zu tragen haben, verbindlich, einheitlich, maximal zulässig
    vorzuschreiben, um Kinder in ihrer Gesundheit und in ihrer gesunden Entwicklung zu
    schützen.

    Zur Begründung wird u. a. ausgeführt, seit Jahrzehnten würden Eltern, Lehrer,
    Schüler auf allen Ebenen und allen Schularten für eine Gewichtserleichterung von
    Schulranzen kämpfen.

    Zu den Einzelheiten des Vortrags des Petenten wird auf die Unterlagen verwiesen.

    Die Eingabe war als öffentliche Petition auf der Internetseite des Deutschen
    Bundestages eingestellt. Es gingen 38 Mitzeichnungen sowie 53 Diskussionsbeiträge
    ein.

    Zu diesem Thema liegt dem Petitionsausschuss eine weitere Eingabe mit verwandter
    Zielsetzung vor, die wegen des Sachzusammenhangs einer gemeinsamen
    parlamentarischen Prüfung zugeführt wird. Der Ausschuss bittet daher um
    Verständnis, dass nicht auf alle vorgetragenen Gesichtspunkte eingegangen werden
    kann.

    Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung stellt sich auf der Grundlage einer
    Stellungnahme der Bundesregierung wie folgt dar:

    Grundsätzlich kann gerade bei jüngeren Schulkindern ein schwerer Schulranzen eine
    gesundheitliche Belastung darstellen und sich z. B. auf die kindliche Haltung
    auswirken und dadurch Verspannungen, Rückenschmerzen oder Fehlhaltungen mit
    verursachen. Deshalb ist das Anliegen eines kindgerechten Schulranzens aus Sicht
    der Gesundheitsförderung und Prävention zu begrüßen. Wichtig erscheint,
    Lehrkräfte, Eltern und Kinder für das Thema zu sensibilisieren und zu informieren.
    Konkrete Maßnahmen, die zu einer Verringerung des Gewichtes beitragen können,
    sind in den Schulen vor Ort umzusetzen. Ein generelles Verbot des Tragens zu
    schwerer Schulranzen ist nicht zielführend und in der praktischen Umsetzung auch
    nicht kontrollierbar.

    Zur Förderung einer gesunden Entwicklung sowie zur Vermeidung von
    gesundheitlichen Risiken durch Tragen von Schulranzen gibt es bereits eine Reihe
    von Anstrengungen. So sollte bei der Wahl eines Schulranzens auf die
    Auszeichnung DIN 58124 geachtet werden, die die Sicherheit, das Gewicht sowie die
    Ergonomie des Schulranzens regelt. Eltern und Erziehende werden hierzu über die
    Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert. Auf
    der Internetseite www.kindergesundheit-info.de der BZgA finden sich entsprechende
    Erläuterungen auch zu den Richtwerten für die Schwere des Ranzens.

    Auch eine Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
    "Schulranzen -kinderleicht" informiert Eltern und Lehrkräfte zu dem Thema. Dort
    werden die Eltern ebenfalls angehalten, auf Prüfsiegel mit der Schulranzen-Norm
    DIN 58124 zu achten, dabei jedoch immer auch die individuelle Passform zu
    berücksichtigen und auf die Befüllung des Ranzens zu achten (www.dguv.de).

    Des Weiteren informieren die Krankenkassen ihre Versicherten über das Thema,
    besonders auch vor Beginn eines neuen Schuljahres.

    Konkrete Lösungen, wie zu schwere Schulranzen vermieden werden können, stellen
    etwa Schließfächer dar. Auch können Lehrkräfte dafür sensibilisiert werden, dass sie
    die Kinder nur die Bücher mitbringen lassen, die im Unterricht des jeweiligen Tages
    benötigt werden.

    Grundsätzlich fällt die Thematik in die primäre Zuständigkeit der Länder, die für die
    Organisation des Schulwesens verantwortlich sind wie auch für wichtige Maßnahmen
    der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen vor Ort.

    Vor dem Hintergrund des Dargelegten vermag der Petitionsausschuss ein weiteres
    Tätigwerden nicht in Aussicht zu stellen und empfiehlt daher, das Petitionsverfahren
    abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.
    Der abweichende Antrag der Fraktion der FDP, die Petition der Bundesregierung –
    dem BMBF – zu überweisen, den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur
    Kenntnis zu geben und den Landesvolksvertretungen zu zuleiten, wurde mehrheitlich
    abgelehnt.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.