News
-
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer
Wie bereits Informiert findet am 6. und 7. März eine Sondertagung unserer Landessynode statt.
Dazu eine Wichtige Information:
Heute den 6. März ab 21 Uhr wird ist im Foyer im Haus der Kirche einen Gesprächsraum geben, wo Gemeindemitglieder und Interessierte herzlich eingeladen sind mit Synodalen zum Bericht „Kirche im Wandel“ ins Gespräch zu kommen.
Dies ist im Allgemeinen Tagesablauf leider nicht vermerkt.
Daher nochmal hier eine Extra Information.
Mit besten Grüßen aus Sachsen und Gottes Segen
das Team von Kirche von unten -
Liebe Petent/in
Wie bereits Informiert findet am 6. und 7. März eine Sondertagung unserer Landessynode statt.
Dazu eine Wichtige Information:Heute den 6. März ab 21 Uhr wird ist im Foyer im Haus der Kirche einen Gesprächsraum geben, wo Gemeindemitglieder und Interessierte herzlich eingeladen sind mit Synodalen zum Bericht „Kirche im Wandel“ ins Gespräch zu kommen.
Dies ist im Allgemeinen Tagesablauf leider nicht vermerkt.
Daher nochmal hier eine Extra Information.Mit besten Grüßen aus Sachsen und Gottes Segen
das Team von Kirche von unten -
Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hat am 6. Februar 2026 den
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe „Kirche im Wandel“ veröffentlicht. Nach Prüfung durch die
Kirchenleitung wurde der Bericht an die 28. Landessynode übergeben. Diese wird auf der
Sondertagung am 6./7. März 2026 darüber beraten. Sie wird gebeten, auf Grundlage der Beratungen
erste konkrete Arbeitsaufträge an die Kirchenleitung zu beschließen. Bis zur ersten Tagung der 29.
Landessynode im November 2026 sollen konkrete Schritte und deren Machbarkeit geprüft werden.
Der Abschlussbericht versteht sich als Orientierungsrahmen, indem er mit dem Blick auf knapper
werdende Ressourcen konkrete Vorschläge unterbreitet, mit dem Anspruch, dass „das kirchliche
Leben lebendig bleiben kann“ und „wir als Landeskirche auch künftig handlungsfähig sein können“.
(https://kirche-im-wandel.org/bericht-der-ag-kirche-im-wandel).
Er schließt an den Zwischenbericht von 2025 an und konkretisiert diesen nun zu Empfehlungen.
Rückmeldungen und Resonanzen aus dem Beteiligungsprozess wurden ausgewertet und zur
Begründung und Bestärkung der bereits angelegten Richtungsmarkierungen herangezogen. An
einzelnen Punkten wurden gegenüber dem Zwischenbericht Korrekturen vorgenommen (zum
Beispiel sollen nun zahlenmäßig mehr und somit kleinere Kirchenbezirke gebildet werden). Aus
unserer Perspektive werden jedoch wichtige, kritisch bzw. alternativ argumentierende
Rückmeldungen zu „Kirche im Wandel“ nicht ausreichend berücksichtigt.
Unsere inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Abschlussbericht und dem Prozess „Kirche im
Wandel“ erwächst aus dem Interesse, eine lebendige Kirche mit greifbaren Beziehungs- und
Glaubensräumen zu gestalten, in der wir uns gegenseitig in unserer Handlungsfähigkeit brauchen und
stärken (können).
In diesem Sinne sehen wir kritisch:
Der Abschlussbericht nimmt keinen Bezug auf die vielen Anmerkungen zur Bedeutung des Status
„Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und den Forderungen, den Kirchgemeinden diesen Status
zu belassen, um Ihnen die notwendigen Handlungs- und Entscheidungsfähigkeiten zu ermöglichen.
Es wird in den Raum gestellt, dass dieser Status den Gemeinden zu hohe Kosten und Pflichten
aufbürde, ohne dies transparent und konkret zu begründen. Demgegenüber wird ein Bedeutungs- und
Verantwortungsverlust der Kirchgemeinden vor Ort in Kauf genommen, der zum weiteren Verlust
von Selbstwirksamkeit führen und engagierte Gemeindeglieder resignieren lassen wird.
Zur Vereinfachung von Strukturen angesichts zunehmender Regelungsdichte möchte der Abschlussbericht ausschließlich mit gemeindeferner Konzentration von Kompetenzen und
Professionalisierung begegnen. Wir vermissen dagegen Empfehlungen zu alternativen
Möglichkeiten des Bürokratieabbaus.
Die Konsequenzen der Strukturveränderungen werden nicht in ihrer vollen Tragweite dargestellt,
z.B.:
- Es muss davon ausgegangen werden, dass die Kirchgemeinden mit dem Verlust des Status als
„Körperschaft des öffentlichen Rechts“ ihre Rechtsfähigkeit und ihr Eigentum verlieren.
- Die Bildung von Regionalkirchgemeinden führt dazu, dass die Anzahl der Wahlberechtigten
(Kirchenvorstände), die die Kirchenparlamente in Sachsen wählen, immer kleiner und damit
die Interessenvertretung der Kirchen vor Ort marginalisiert wird.
Wir beobachten, dass in den Kirchgemeinden angesichts der oft wiederholten Forderungen zur
Mitteleinsparung ein großer Zeit- und Handlungsdruck aufgebaut und Resignation ausgelöst wird.
Der Diskussions- und Beteiligungsprozess mit den Ortskirchgemeinden darf auch deshalb aus unserer
Sicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht beendet werden. Wir sehen es als zwingend notwendig,
miteinander weiter zu debattieren, um tragfähige Lösungen zu suchen und dabei den Bedürfnissen
und Perspektiven der Ortskirchgemeinden als einem äußerst wichtigen Glaubens- und Lebensort
wirklich gerecht zu werden.
Mit unserer Petition Kirche von unten statt Zentralisierung – Keine übereilte Strukturreform!
(www.openpetition.de/kvu) setzen wir uns gemeinsam mit inzwischen über 2.300
Mitunterzeichnenden dafür ein, dass der Diskussionsprozess weitergeht. Wir rufen die
Landessynode dazu auf, auf der Basis der Empfehlungen des Abschlussberichtes keine übereilten
inhaltlichen Richtungsentscheidungen zu treffen, sondern Weichen für einen konstruktiven
weiterführenden Diskussions- und Beteiligungsprozess zu stellen.
Im Übrigen fragen wir uns, wie Martin Luther in dieser Situation reagiert hätte. Sicher hätte er zu
einem geraten: Klartext zu reden. Anbei dazu ein alternativer Impuls.
Um unserer Petition und unseren Anliegen Nachdruck zu verleihen, laden wir zur Beteiligung ein:
Es sind am 6./7. März 2026 Mahnwachen vor der Dreikönigskirche – Haus der Kirche in Dresden zur
Sitzung der Sondersynode der 28. Landessynode und die offizielle Übergabe der Petition an die
Synodalpräsidentin geplant. Nähere Informationen dazu folgen noch.
Weil Kirche und Gemeinde vor allem durch die Menschen, die sich engagieren und von Gemeinschaft und Selbständigkeit lebt.