Region: Tuttlingen

Kita muss bezahlbar bleiben – für faire Elternbeiträge in Tuttlingen!

Petition is addressed to:
Gemeinderat der Stadt Tuttlingen

292 Signatures

32 %
209 from 660 for quorum in Tuttlingen Tuttlingen

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  1. Launched 14/08/2026
  2. Time remaining 17 days
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Petition addressed to: Gemeinderat der Stadt Tuttlingen

Der Gemeinderat der Stadt Tuttlingen hat in der Sitzung vom 20.07.2026 die massive Erhöhung der Kindergartenbeiträge für 2026/2027 und 2027/2028 beschlossen. Diese Erhöhung macht es für viele Familien zunehmend schwieriger bzw. nicht mehr möglich Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen.

Unterstützen Sie unsere Petition für faire und bezahlbare Kita-Beiträge in Tuttlingen:
Unterschreiben Sie jetzt und teilen Sie die Petition mit Familie, Freunden und anderen Eltern.
Jede Stimme zählt!

Wir fordern den Gemeinderat der Stadt Tuttlingen auf, die neue Beitragsstruktur für die Kinderbetreuung erneut öffentlich zu beraten und die für den 01.09.2027 vorgesehene weitere Erhöhung neu zu bewerten.
Gemeinsam mit den Elternvertretungen aus Tuttlingen und allen Stadtteilen sollen Lösungen für faire, sozial ausgewogene und für Familien bezahlbare Kita-Beiträge entwickelt werden.
Dabei sollen insbesondere

  • sprunghafte Beitragserhöhungen an den Einkommensgrenzen vermieden,
  • Familien mit mehreren betreuten Kindern stärker berücksichtigt,
  • die unterschiedlichen Betreuungsangebote in Tuttlingen und den Stadtteilen einbezogen
  • und die Auswirkungen der Beiträge auf die Erwerbstätigkeit von Eltern berücksichtigt werden.

Unser Ziel: Gute Kinderbetreuung muss für Familien bezahlbar bleiben.

Reason

Kinderbetreuung ist für Familien weit mehr als eine organisatorische Frage. Sie entscheidet mit darüber, ob Eltern Familie und Beruf miteinander vereinbaren können – und sie muss für Familien bezahlbar bleiben.
Genau hier sehen wir bei der neuen Beitragsstruktur der Stadt Tuttlingen ein Problem.

Die finanzielle Belastung für Familien steigt erheblich
Mit den neuen Elternbeiträgen können – abhängig von Einkommen, Alter des Kindes und Betreuungsumfang – erhebliche monatliche Kosten entstehen.

Für ein einziges Kind unter drei Jahren kann der monatliche Beitrag für eine Ganztagsbetreuung im Kindergartenjahr 2027/2028 je nach Einkommensstufe über 600 Euro betragen und bis auf 919 Euro monatlich steigen. Auch bei Regelbetreuung beziehungsweise verlängerten Öffnungszeiten sind hohe Beiträge vorgesehen.

Besonders belastend kann die Situation für Familien werden, in denen mehrere Kinder gleichzeitig betreut werden.

Wenn mehr Arbeit gleichzeitig mehr Betreuung und höhere Beiträge bedeutet
Ein Beispiel aus der Beitragstabelle zeigt, welche Auswirkungen das haben kann:

Eine Familie mit zwei Kindern verfügt über ein gemeinsames Jahresbrutto von 60.000 Euro. Ein Kind unter drei Jahren benötigt Ganztagsbetreuung, das ältere Kindergartenkind Regelbetreuung beziehungsweise verlängerte Öffnungszeiten.

Nach der Beitragstabelle für 2027/2028 ergeben sich hierfür insgesamt 675 Euro Elternbeiträge im Monat.

Erhöht nun ein Elternteil seine Arbeitszeit und steigt das gemeinsame Jahresbrutto beispielsweise um 5.000 Euro auf 65.000 Euro, kann gleichzeitig mehr Betreuung notwendig werden. Benötigt nun auch das ältere Kind Ganztagsbetreuung, steigt der monatliche Elternbeitrag in diesem Beispiel auf 950 Euro.

Damit stehen 5.000 Euro zusätzlichem Jahresbrutto 3.300 Euro zusätzliche Betreuungskosten pro Jahr gegenüber – noch bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf den zusätzlichen Arbeitslohn berücksichtigt sind.

Natürlich ist dies keine individuelle Nettolohnberechnung und jede Familie hat andere Voraussetzungen. Das Beispiel zeigt einen grundsätzlichen Effekt: Mehr Erwerbstätigkeit kann mehr Betreuung erfordern und durch das höhere Einkommen gleichzeitig zu höheren Elternbeiträgen führen.
Sozial gerecht – ohne harte Sprünge

Eine soziale Staffelung der Elternbeiträge stellen wir ausdrücklich nicht grundsätzlich infrage. Familien mit geringerem Einkommen sollen stärker entlastet werden.

Aus unserer Sicht sind feste Einkommensgrenzen problematisch, an denen die Beiträge sprunghaft steigen können. Schon das Überschreiten einer Einkommensgrenze kann dazu führen, dass eine Familie einer höheren Beitragsstufe zugeordnet wird.

Wir wünschen uns deshalb eine sozial gerechte Beitragsstruktur, die Familien nicht durch harte finanzielle Sprünge belastet und zusätzliche Erwerbstätigkeit nicht unattraktiv macht.

Nicht alle Familien haben die gleichen Betreuungsmöglichkeiten
Hinzu kommt: Die Betreuungsmöglichkeiten unterscheiden sich zwischen Einrichtungen sowie zwischen der Kernstadt und den Stadtteilen.

Eltern können Beruf und Familie nur dann gut miteinander vereinbaren, wenn die benötigte Betreuung verfügbar und gleichzeitig bezahlbar ist. Deshalb sollten bei einer Neubewertung der Beiträge auch die unterschiedlichen tatsächlichen Betreuungsmöglichkeiten berücksichtigt werden.

Es ist noch Zeit für eine Neubewertung
Uns ist bewusst, dass die erste Erhöhung der Elternbeiträge zum 01.09.2026 unmittelbar bevorsteht und eine kurzfristige Änderung kaum noch realistisch erscheint.

Die politische Diskussion sollte damit nicht beendet sein.

Bereits zum 01.09.2027 ist eine weitere Erhöhung vorgesehen. Bis dahin besteht Zeit, die Auswirkungen der neuen Beitragsstruktur anhand realistischer Familienkonstellationen zu untersuchen, Alternativen zu prüfen und die Elternvertretungen aus Tuttlingen und allen Stadtteilen frühzeitig einzubeziehen.

Wir bestreiten nicht, dass gute Kinderbetreuung Geld kostet. Qualifiziertes Personal, verlässliche Einrichtungen und gute Betreuung müssen finanziert werden.

Gleichzeitig ist Kinderbetreuung eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Eltern arbeiten können und Familien ihren Alltag bewältigen können. 

Deshalb muss bei der Finanzierung auch die Belastungsgrenze der Familien berücksichtigt werden.

Wir wünschen uns für Tuttlingen eine Kinderbetreuung, die qualitativ hochwertig, sozial gerecht und für Familien bezahlbar ist.

Deshalb bitten wir den Tuttlinger Gemeinderat, die Beitragsstruktur erneut und öffentlich zu beraten und gemeinsam mit den Familien/Elternbeiräten nach besseren Lösungen zu suchen.

Petition details

Petition started: 14 Aug 2026
Collection ends: 10/31/2026
Region: Tuttlingen
Topic: Family

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Kinderbetreuung musst bezahlbar bleiben

Mütter und Vater sollen es weiterhin schaffen Familie, Arbeit und Kinderbetreuung unter ein Hut zu bekommen. Und sich nicht überlegen müssen ob es sich noch rechnet arbeiten zu gehen oder ob die Kita mehr kostet

Unterstützung von Familien

Eine bezahlbare – oder am besten kostenfreie – Kita-Betreuung ist eine Frage der Gerechtigkeit. In Zeiten extrem gestiegener Lebenshaltungskosten ist es eine unzumutbare Härte, wenn hart erarbeitetes Geld direkt wieder für die Betreuung des eigenen Kindes draufgeht. Besonders absurd wird die Situation für Erzieherinnen und Erzieher, die tagtäglich das System tragen und deren Gehalt faktisch für genau die Plätze aufgefressen wird, die sie selbst mit ihrer Arbeit erst ermöglichen. Bildung ist ein Grundrecht und muss für jedes Kind kostenfrei zugänglich sein, damit Herkunft nicht über die Zukunft entscheidet und Familien nicht gezwungen sind, sich im Alltag drastisch einzuschränken.

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