Region: Frankfurt
Education

Klausuren – Online statt Präsenz (im Fachbereich 3 - Wirtschaft und Recht) an der Frankfurt UAS

Petition is directed to
Präsident Frank Dievernich & Vizepräsident René Thiele
463 Supporters
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  1. Launched 10/06/2021
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe ProfessorInnen, DozentInnen und MitarbeiterInnen der Frankfurt UAS,

die Prüfungsphase rückt immer näher. Leider haben wir bislang dennoch keine offiziellen Informationen über die anstehenden Klausuren erhalten, die nach derzeitigen Stand als Präsenzklausuren geplant sind. Dies beunruhigt die Studierenden des Fachbereichs 3, sodass wir uns zusammengeschlossen haben, um unsere Gefühlslage kundzutun.

Dabei fordert ein Teil der Studierenden vom Fachbereich 3 für dieses Semester Online-Klausuren.

Die bisherigen Gespräche, wie zum Beispiel mit Herr Dievernich, sind eher enttäuschend ausgefallen. Daher wenden sich die Studierenden des Fachbereichs 3 nun an Sie.

Seit ca. 15 Monaten haben Sie und auch wir unser soziales Leben auf ein Minimum runtergefahren. Wir haben bereits zwei Lockdowns und unzählige Beschlüsse der Regierung einfach angenommen. Dies haben wir getan um uns selbst und unsere Mitmenschen vor einer Ausbreitung und Ansteckung von Covid-19 zu schützen. Auch stehen die meisten Studierenden, als junge und gesunde Menschen, bezüglich der Corona-Schutzimpfung sinnvollerweise an letzter Stelle, um zunächst den älteren Generationen und den Menschen, die in den pflegerischen-, erzieherischen- und sozialen Berufen tätig sind, den Vortritt zu lassen. Die Einschränkungen unseres sozialen Lebens, die wir solidarisch mittragen, haben  in der Form ausgezahlt, dass die Inzidenzen in einigen Städten Deutschlands gesunken sind. Diese Gesamtsituation hat jedoch zur Folge, dass beinahe alle Studierenden des Fachbereichs 3 nicht geimpft sind.

Durch die nun geplanten Präsenzklausuren und das geplante Hygienekonzept sehen die Studierende des Fachbereichs 3 ihre Gesundheit und ihre studentische Laufbahn gefährdet.

Die Aussage von Herr Dievernich empfindenn wir an dieser Stelle auch sehr unangebracht. Dieser unterstellte, dass die Studierenden am Main zusammensitzen würden, ohne die Abstandsregeln einzuhalten. Diese Unterstellung ist keine qualifizierte Aussage, um Präsenzklausuren zu rechtfertigen. Es gibt sehr viele Studierende an unserer Hochschule, die wirklich Angst vor einer Covid-19-Infektion haben und den Kontakt zu anderen Menschen seit Monaten meiden.

Wir fordern deshalb:

  •  Online-Klausuren zum Wohle unserer Gesundheit und der unserer Mitmenschen.
  • Einen Nachteilsausgleich für alle Studierenden.
  • Im Falle eines positiven Testergebnis kein Verlust des Semesters. 
  • Bei der Umsetzung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen für die Prüfungsphase, die gesundheitlichen Einschränkungen und Ängste der Studierenden berücksichtigt werden.

Wir appellieren daher freundlichst an alle, gemeinsam mit uns für unser Recht auf die Wahrung unseres Wohlbefindens, unsere Gesundheit und unsere studentische Laufbahn einzusetzen. Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit uns ein, sodass wir die Möglichkeit auf Online-Klausuren erhalten.

 

Vielen Dank im Voraus. 

Mit freundlichen Grüßen

die Studierenden des Fachbereichs 3 mit Unterstützung der Bunten Liste

Reason

1. Infektionsgefahr

Viele der Studierenden sind noch nicht geimpft und haben Angst, sich selbst oder Angehörige anzustecken. Diese Angst ist auch nicht unberechtigt. Laut Medienberichten sind immer mehr junge Menschen von Covid-19 betroffen und müssen sich in Behandlung begeben. Dabei leiden viele junge Menschen an Spätfolgen, wie Long-Covid. Wir können als Studierende erwarten, dass uns unsere Hochschule vor möglichen Folgen bei Infektion in Zusammenhang von Präsenzklausuren schützt und keinem unnötigen und vermeidbaren Gesundheitsrisiko aussetzt. Darüber hinaus gehören auch Studierende aus Fachbereich 3 Risikogruppen an. Eine Präsenzklausur könnte für diese Studierenden lebensgefährliche Folgen haben. Durch Online-Klausuren könnten gesundheitliche Spätfolgen und wohlmögliche Todesfälle vermieden werden. Weiterhin gibt es sehr viele Studierende an unserer Hochschule, die Angst vor einer Covid-19-Infektion haben und den Kontakt zu anderen Menschen seit Monaten meiden.

2. Positives Testergebnis

Durch die Präsenzklausur ist es positiv getesteten Studierenden nicht möglich eine oder mehrere Prüfungen zu absolvieren, obwohl sie an einer Online-Klausur hätten teilnehmen können. Sie müssen ihr Studium aufgrund der Klausursituation um ein Semester verlängern. Dies wäre durch eine Online-Klausur vermeidbar gewesen.

Darüber hinaus kann ein:e Student:in, die:der am vorigen Tag negativ getestet wurde, am nächsten Tag ein positives Testergebnis aufweisen und somit zum Zeitpunkt der Klausur bereits ansteckend gewesen sein. Somit würden alle Studierenden, die sich mit der nachträglich positiv getesteten Person am Vortag im Raum aufgehalten haben, als Kontaktpersonen gelten und müssten sich daher ebenfalls 14 Tage in Quarantäne begeben und könnten an den weiteren Klausuren nicht teilnehmen.

3. Fehlerhaftes positives Testergebnis

Ein:e Studierende:r der fälschlicherweise positiv getestet wird, kann an diesem Tag keine Prüfung ablegen. Auch diese:r Studierende:r muss ein Semester länger studieren. Dies wäre auch durch eine Online-Klausur vermeidbar.

4. FFP2-Maske bzw. Masken allgemein

Schon für einen gesunden Menschen stellt das Tragen einer FFP2-Maske bzw. Masken im allgemeinen Sinne in einer normalen Situation eine Belastung dar. Da eine Klausur eine Stresssituation für Studierende darstellt, lässt sich eine Präsenzklausur nicht unter den Begriff normale Situation subsumieren. Die Studierende haben ca. 3 Stunden in einer – für sie belastenden Situation – eine Maske zu tragen. Auch dies stellt eine zusätzliche Belastung dar, die durch eine Online-Klausur vermeidbar wäre.

Darüber hinaus gibt es Studierende an unserer Hochschule, die an Allergien, Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen leiden. Diese bekommen daher schon im normalen Zustand (ohne Maske) schwerer Luft als gesunde Menschen. Mit Maske ist es ihnen stark erschwert zu atmen. Bereits der kurze Weg zum und der Aufenthalt im Supermarkt stellen für diese Personen eine starke Belastung dar, die teilweise Schwindelanfällen zur Folge haben kann. Durch die Präsenzklausuren wären auch diese Studierenden gezwungen, für drei Stunden in einer für sie ohnehin belastenden Situation eine Maske tragen, was die Konzentrationsfähigkeit massiv beeinträchtigen würde. Eine Präsenzklausur ist daher für diese Studierenden unzumutbar. Da Allergien und Asthma ein weitverbreitetes Leiden sind, sind mehrere Studierenden davon betroffen. Auch wenn es laut Herr Dievernich nicht möglich sei, jeder:m Studierende:n gerecht werden, fsollte die Hochschule aus unserer Perspektive dies jedoch zumindest versuchen, gerade im Sinne der Chancengerechtigkeit. Durch Online-Klausuren wären keine Studierenden – ob diese nun an Allergien, Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen leiden – benachteiligt.

5. Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Laut des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst können hochschulische Prüfungen in Präsenzform nach entsprechender Vorbereitung mit besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder durchgeführt werden. Somit liegt das Abhalten einer Präsenzklausur im Ermessen der Hochschule. Diese ist daher nicht verpflichtet, eine Präsenzklausur durchzuführen und kann wahlweise eine Online-Klausur anbieten. Die Aussage, dass eine Online-Klausur nicht möglich sei, ist daher falsch.

Wir appellieren daher freundlichst an alle, gemeinsam mit uns für unser Recht auf die Wahrung unseres Wohlbefindens, unsere Gesundheit und unsere studentische Laufbahn einzusetzen. Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit uns ein, sodass wir die Möglichkeit auf Online-Klausuren erhalten bzw. die Option erhalte, Nachschreibetermine zu bekommen.

Thank you for your support, Bunte Liste an der Frankfurt UAS from Frankfurt am Main
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