Region: Bavaria
Education

Kleinere Klassengrößen für Erstklässler in Pandemiezeiten

Petition is directed to
Bayerischer Ministerpräsident, Bayerischer Kultusminister Bildungsausschuss des Landtages
307 Supporters 289 in Bavaria
1% from 24.000 for quorum
  1. Launched 27/07/2020
  2. Time remaining 3 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder, sehr geehrter Herr Staatsminister Prof. Dr. Piazolo,

wir wenden uns als Eltern, Verwandte, Freunde oder Unterstützer von im September 2020 einzuschulenden Erstklässlern mit folgendem Anlie­gen an Sie:

Bitte ermöglichen Sie in der ersten Grundschulklasse kleinere Klassengrößen, so dass Erstklässler auch bei steigenden Covid-19-Infektionszahlen unter Einhaltung des bislang noch geltenden Abstandsgebotes durchgehend Präsenzunterricht er­halten können.

Durch eine Begrenzung der Klassenstärke auf beispielsweise 18 statt derzeit 28 oder ggf. auch im Schulbezirk anhand der örtlichen Gegebenheiten individuell fest­zulegenden Klassengrößen könnte wahrscheinlich gewährleistet werden, dass die neuen Erstklässler auch unter Beachtung des derzeit noch geltenden Abstands­gebotes durchgehend in der Schule unterrichtet werden könnten.

Anders als zu Beginn dieses Jahres haben wir derzeit noch die Möglichkeit uns auf Unter­richt unter Pandemie-Bedingungen vorzubereiten: Bitte ermöglichen Sie den Kindern ein möglichst reibungsloses erstes Schuljahr. Im ersten Schuljahr wer­den die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn gelegt: Was hier verloren geht, ist schwer aufzuholen und wird die Kinder den Rest Ihres (Schul)Lebens verfolgen.

Reason

Derzeit können in Bayern Grundschulklassen erst ab einer Anzahl von 28 Schülern (bzw. 25 Schülern bei hohem Migrationsanteil) geteilt werden. Diese Anzahl bedeu­tet, dass in den üblichen Klassenzimmern im Regelbetrieb das Abstandsgebot so gut wie nie eingehal­ten werden könnte. Deshalb mussten im Verlauf dieses Schul­jahres die meisten Klassen geteilt und ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanz­unterricht durchgeführt werden.

Angesichts der derzeit in Deutschland steigenden Infektionszahlen, der bereits erforderli­chen Wiedereinführung von strengeren Hygieneregeln im europäischen Aus­land sowie zu befürchtender Erkrankungen von Urlaubsrückkehrern gehen wir El­tern davon aus, dass mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Schuljahr der Regelbetrieb an Schulen jeden­falls nicht durchgehend durchgeführt werden kann. Es wird wahrscheinlich im Herbst und Winter wieder zu einem Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht kommen. Aus unserer Sicht ist es keine Frage des Ob, sondern nur wann in Schulen das Abstandsgebot wieder eingeführt werden muss bzw. gar nicht erst aufgehoben werden kann.

Erstklässler sind jedoch im besonderen Maße auf Präsenzunterricht angewiesen und da­her sehen wir die folgenden Probleme auf unsere zukünftigen Erstklässler zukommen:

Erstklässler kommen erstmals mit dem „System Schule“ in Kontakt, d.h. sie müssen sich erst an den Schulalltag, wie z.B. pünktlichen Schulbeginn, täglichen Schulbe­such, Aufmerk­samkeit im Unterricht, Hausaufgaben etc., gewöhnen und sich im Klassenverbund zurecht­finden. Ein Wechsel der Unterrichtsform und Klassenzu­sammensetzung würde gerade die Erstklässler in besonderem Maße verwirren und verunsichern.

Noch viel wichtiger: In der ersten Klasse werden die Grundlagen für die zukünftige Schullaufbahn gelegt; den Kindern wird das Lesen, Schreiben und erstes Rechnen beige­bracht. Wir als Eltern verfügen nicht über die erforderlichen pädagogischen Fachkennt­nisse, um unseren Kindern dieses Wissen altersgerecht zu vermitteln. Anders als bei älte­ren Schulkindern ist gerade noch kein Grundstock vorhanden, auf dem man als Eltern, die in den wenigsten Fällen über pädagogisches Fach­wissen verfügen, aufbauen kann.

Uns ist bewusst, dass dies zu erheblichem personellen Mehraufwand führen wird. Aller­dings könnte dieser beispielsweise durch eine geringfügige Reduzierung des Präsenzunter­richts auf die wichtigen Themengebiete (z.B. Grundlegender Unter­richt) und eine von Be­ginn an in geringem Umfang und nur bei geeigneten Themen durchzuführenden Distanzun­terricht zumindest teilweise abgefangen werden. Auch sind wir der Ansicht, dass sich der Mehraufwand an Präsenzunterricht für die Lehr­kräfte im Ergebnis „lohnen“ könnte: Es müsste nicht - wie im abgelaufenen Schul­jahr - für den gesamten Grundlegenden Unter­richt Präsenzunterricht und Material für das Homeschooling vorbereitet werden; auch die geringere Klassenstärke er­möglicht voraussichtlich ein schnelleres Fortkommen und somit ggf. eine geringere Anzahl an Präsenzunterrichtsstunden.

Thank you for your support, Verena Käbisch from Ingolstadt
Question to the initiator

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News

Not yet a PRO argument.

Es gibt zahlreiche neue Erkenntnisse, dass es in Schulen kein erhöhtes Infektionsrisiko gibt und nichts dagegen spricht, den Unterricht einfach normal "wie früher" zu gestalten. Wem die Bildung und auch die psychische Gesundheit seiner Kinder wichtig ist, sollte sich dafür einsetzen, dass der Unterricht nach den Ferien uneingeschränkt und ohne unsinnige Hygienemaßnahmen den Betrieb aufnehmen kann.

Why people sign

  • Maria Käbisch Ingolstadt

    on 05 Sep 2020

    Bin als bereuende Oma betroffen

  • on 01 Sep 2020

    Schutz der Kinder und betreuenden Großeltern vor Corona.

  • Not public Ingolstadt

    on 26 Aug 2020

    Wir sind selbst betroffen. Meine Tochter soll am 08.09.20 eingeschult werden. In der Schule waren die Erstklässler bisher im Container. Bisher gibt es noch keine Neuigkeiten von der Schule

  • on 23 Aug 2020

    Die Situation mit MNB im Unterricht ist unzumutbar für Grundschüler, die gesundheitlichen Auswirkungen sowie die psychische Belastung ist Menschenunwürdig. Niemand kann sich den Schulalltag vorstellen wie er zum Zeitpunkt der Einschulung sein wird - der nicht selbst die Kinder mit MNB erlebt hat. Es zerreißt einem das Herz-was wollen wir unseren Kindern noch antun lieber Herr Söder/ Herr Piazzolo?!?! Müssen wir mit aller Macht die nachfolge Generation psychisch zerstören? Weshalb wird auf keinen Kinderarzt/ Klinikum Chef oder anderem Fachpersonal gehört? Was bezweckt die Regierung mit der Knebelung unserer Kinder?!?! Diese Frage muss man sich leider stellen...

  • Not public Ingolstadt

    on 17 Aug 2020

    Als Grundschullehrerin kann ich diese Petition nur unterstützen und mit meinen eigenen Erfahrungen untermauern. Schulanfänger sind in besonderem Maße beim Lesen- und Schreibenlernen auf die individuelle Hilfestellung und Betreuung durch die Lehrkraft angewiesen. Dass sich diese persönliche Zuwendung und die Unterstützungsmöglichkeiten des Lehrers bei großer Klassenstärke verringert, liegt auf der Hand. Darüber hinaus sollte man nicht unterschätzen, wie stark die Motivationswirkung der ersten Schulwochen für das spätere Lernen ist. Corona-bedingte Homeschooling-Phasen wären gerade im ersten Schulhalbjahr der ersten Klasse sowohl für Kinder, Eltern als auch Lehrer eine nur schwer zu bewältigende Hürde - vor allem in großen Klassen!

    (Processed)

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