37 Unterschriften
Petition richtet sich an: Peter Tschentscher; Hamburgische Bürgerschaft
Ein Mittwochnachmittag im Harburger Stadtteil Wilstorf, der zur Tragödie wurde: Ein erst elf Jahre alter Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums war mit seinem Fahrrad nah der Schule unterwegs, als ihn ein abbiegender Lastwagen erfasste. Der Junge erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Abbiegeunfälle zwischen Lastwagen und Radfahrern gehören zu den gefürchtetsten Szenarien im deutschen Straßenverkehr. Seit Jahren fordern Verkehrsexperten und Opferverbände verpflichtende Abbiegeassistenten für sämtliche Lkw. Zwar hat die EU eine schrittweise Einführung solcher Systeme beschlossen, doch für Bestandsfahrzeuge gelten nach wie vor großzügige Übergangs-fristen.
Marode Infrastruktur und Politik als stiller Mittäter
Wer regelmäßig durch Harburg radelt, kennt die Zustände: wenige schmale, holprige Radwege, die abrupt enden; Kreuzungen, an denen Radfahrer und Schwerlastverkehr auf engstem Raum aufeinandertreffen; fehlende bauliche Trennungen zwischen den Verkehrsteilnehmern. Die Hansestadt hat zwar ambitionierte Radverkehrskonzepte vorgelegt, doch zwischen den Phantasten des Senats und der gefährlichen Realität auf dem Asphalt klafft eine Lücke, die im schlimmsten Fall – wie an diesem Mittwoch – tödlich endet.
Deutschland leistet sich eine Infrastruktur, die an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß ist. Brücken bröckeln, Straßen verfallen, Wände und Gemäuer verschmiert, und der Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer – Kinder, Fußgänger, Radfahrer – wird verantwortungslos vernachlässigt.
Ein Land, das seine Kinder besser schützen muß
Dieser tragische Vorfall in Wilstorf ist kein Einzelfall. Er reiht sich ein in eine erschreckend lange Liste von Abbiegeunfällen, die Jahr für Jahr mehrere Dutzend Radfahrer-Leben fordern. Jeder einzelne dieser Todesfälle ist einer zu viel – und jeder einzelne ist ein Versagen, das nicht allein dem jeweiligen Fahrer angelastet werden kann. Es ist ein systemisches Versagen: fehlende Technik, fehlende Kontrolle der Abbiegegeschwindigkeit, politische Trägheit.
Die Eltern Simons haben an einem ganz normalen Nachmittag ihren Liebsten für immer verloren. Unwiderruflich. Es sollte uns nun ein Gebot sein, endlich konsequentes Handeln zu erzwingen. Deutschland braucht Politiker, die Prioritäten setzen, die den Schutz von Menschenleben über ideologische Lieblingsprojekte stellen. Unsere Kinder verdienen sichere Straßen.
UNSERE FORDERUNGEN:
Die Kreuzungen in Schulnähe sind endlich sicher zu machen!
- Stop- statt Vorfahrtschilder
- Radwege sind rot einzufärben
- Zebrastreifen für Schüler [z.B. an der Rönneburger Str.]
- Fahrverbot in der Stadt für Lkw ohne Notbremssystem noch Abbiegeassistenten oder, als Alternative, die verpflichtende Mitfahrt eines Beifahrers, der den Abbiegevorgang absichert. Außerdem mehr Kontrollen des korrekten Rechtsabbbiegens der Lkw in Schrittgeschwindigkeit und gegebenenfalls eine konsequente erzieherische Ahndung des Vergehens mit drakonischen Maßnahmen bzw. Bußgeldern, denn anders als bei einer banalen Zeitüberschreitung beim Parken geht es hier um Menschenleben.
Begründung
Es ist an der Zeit zu handeln. Das sind wir den getöteten Kindern schuldig.
Initiative der besorgten Elternschaft in Harburg
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
19.04.2026
Sammlung endet:
18.10.2026
Region:
Hamburg
Kategorie:
Sicherheit
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