Region: Bremen

L 20/298 - Schaffung eines Unterrichtsfachs zu den Themen Klimaschutz, Tierschutz und globale Gerechtigkeit

Eric Schiller
Petition is directed to
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
15 Supporters 15 in Bremen
0% from 3.900 for quorum
  1. Launched 09/02/2021
  2. Time remaining 2 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

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Es ist fünf vor zwölf! Einführung des Schulfachs „Mensch, Tier, Klima“ - für eine sinnvollere Bildung. Unsere Forderung: Ein Unterrichtsfach mit thematischen Inhalten zum Klimaschutz, Tierschutz und zur globalen Gerechtigkeit. „Es ist kurz vor Zwölf“, warnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und so hallt es – je nach aktuellen Ereignissen – in den Nachrichten wider. Dass es kurz vor Zwölf ist, rufen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf den Straßen – weltweit. Die Schule beginnt kurz vor Acht. Und mit dem Gong zum Unterricht: Binomische Formeln, Goethe und das französische Verb être - sein. Aber wo wir schon einmal beim Thema „sein“ sind: Wo auf den Lernplänen finden aktuelle Themen ihren Platz, die entscheidend für die Gegenwart der Schülerinnen und Schüler und für die Zukunft sind? Es ist kurz vor Acht, und an Deutschlands Schulbänken brütet die Generation ‚for Future‘ über Gedichtinterpretationen. Wie Klimaschutz und Klimagerechtigkeit funktionieren, das lernen Kinder und Jugendliche weder im Biologie- oder Erdkundeunterricht noch in der Schulmensa, wo die CO2-Bilanz natürlich nicht mit auf den Essensplan gedruckt wird. Und auch während der Fridays For Future-Proteste kommt die kritische Frage, was jeder von uns zu einer gerechteren Welt beitragen kann, leider zu kurz. All das wollen wir ändern, indem wir fordern: Fakten, Bildung, Orientierung, kritische Reflexion und Sensibilisierung hinsichtlich Klimawandel, Tierethik sowie sozialer Ungerechtigkeit. Und im selben Atemzug ein Unterrichtsfach „Mensch-Tier-Klima“. Eine Debatte darum, unsere Kinder und Jugendlichen für die Zukunft zu wappnen, sollte höchste Aktualität besitzen. Man kann es auch positiv sehen: Es ist kurz vor Acht, und es gibt so viel zu lernen, bevor die Uhr Zwölf schlägt. Eine Metaanalyse hat gezeigt, dass nicht nur unsere Werte und unsere politische Ausrichtung, sondern ebenso die Erfahrungen aus Kindheitstagen (bzgl. Naturschutz) sowie unsere Persönlichkeit eine Rolle bei umweltethischen Fragen spielen. So zeigten sich offene und experimentierfreudige Menschen eher bereit, Normen und Werte zu hinterfragen. Und zur Offenheit, Experimentierfreudigkeit und zum kritischen Hinterfragen von Wertesystemen sollte unser Schulsystem doch animieren, oder nicht? - Die Metastudie der University of Edinburgh umfasst 38 Studien mit insgesamt 44.000 Versuchspersonen Eine detaillierte Auflistung unserer Vorstellungen finden sie hier: Begründung: Begründungen in Stichpunktform: - Erlernen wichtiger Grundlagen, um die Umwelt zu schützen, z.B. das Pfandsystem - Animierung selbst zugunsten der Umwelt und des Tierwohls tätig zu werden, z.B. Recyclingprojekte, Müllsammelaktionen etc. - min. 5,25 Billionen Plastikteile befinden sich in den Meeren; dieser Müll verletzt Meerestiere, findet sich in den Mägen vieler Tiere wieder und landet über die Nahrungskette im Menschen - ausführliche Reflexion des menschengemachten Klimawandels (interdisziplinär) - 99,94 % der Wissenschaft, die den Klimawandel als menschengemacht ansehen. Deswegen sollten schon Kinder & Jugendliche ein klimafreundliches Leben erlernen. So wird ein stärkeres Bewusstsein geschaffen. - Sensibilisierung bzgl. der Verschwendung von Konsumgütern: In Deutschland werden jährlich (nach Schätzungen des WWF) 18 Mio. Tonnen an Lebensmitteln weggeschmissen - Transparenz hinsichtlicher globaler Verschwendung, die Klimaungerechtigkeit sowie Hunger provoziert: - rund 800 Mio. Tonnen der Weltgetreideernte sowie 250 Mio. Tonnen Sojaschrot werden für die Tierfütterung eingesetzt - 1/3 der nutzbaren Ackerfläche dient dem Anbau von Futtermittel für Nutztiere - 70% des verfügbaren Frischwassers wird in der Landwirtschaft verbraucht, während 3,5 Menschen jährlich an den Folgen schlechter Wasserversorgung sterben - Kennenlernen verschiedener Tierarten, deren menschengemachten Kategorien (Haustier, Wildtier, Nutztier) sowie kritische, kindgerechte Auseinandersetzung mit Haltungsformen (Käfighaltung, Zoo, Aquarium, Tiermast) - Hinterfragen des durch den Konsum provozierten Tierleids der breite Konsum tierischer Produkte geht mit der Ausbeutung von Arbeitskraft und den Masttieren einher die konventionelle Tierhaltung soll betrachtet und die Alternativen kritisch reflektiert werden - wir fordern ein Unterrichtsmodell, das ohne Interessenvertretung - bspw. durch Landwirtschaftsverbände oder Tierschutzorganisationen - beim Schulmaterial auskommt - wir fordern einen differenzierten und mehrperspektivischen Umgang mit kritischen Fragen hinsichtlich Umwelt, Klima, Tierwohl und Menschenrechten - wir wünschen uns, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine eigene Position entwickeln und sich ein Bewusstsein der oben angesprochenen Themen entwickelt

Thank you for your support, Eric Schiller

Not yet a PRO argument.

Schule sollte Bildung vermitteln und nicht weltanschauliches Gedöns.Die Lehrpläne sind heute schon mit allerlei unnötigem Unsinn vollgestopft,was kommt als nächstes?Mülltrennung leicht gemacht?Vollkornlehre im Kontext eines integrativen Veganertums?

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