Die Zerstörung der gut erhaltenen asphaltierten Waldstraße Gänsefuß in der Dresdner Heide verhindern! Die Landeshauptstadt beabsichtigt, den Gänsefuß durch eine geschlämmte Schotterstraße zu ersetzen. Als Begründung wird vorgegeben, damit einen Ausgleich gegen andernorts versiegelte Flächen zu schaffen. Die Kosten von 90.000 Euro seien schon im Haushalt eingeplant.

Begrundelse

Auf diesem Weg kann man mit dem Fahrrad auch mal etwas schneller als auf den anderen Waldwegen unterwegs sein. Sollte Radfahrern diese Möglichkeit genommen werden, ist es eine erhebliche Verschlechterung der Erreichbarkeit des Ortsteils Langebrück von der Stadtmitte. Eine negative Ökobilanz ist also absehbar.

Die Begründung als sogenannte Entsiegelungsmaßnahme ist nicht zutreffend und hält einer sachlichen Prüfung nicht stand. Der Gänsefuß besitzt bekanntlich, fern von jeglichem Abwassernetz gelegen, keinen Kanalisationsanschluss. Für den Wasserhaushalt in der Dresdner Heide ist es also völlig belanglos, ob das Regenwasser im Falle einer Schotterstraße teilweise über die Straßendecke oder, im Fall der bisherigen Straße, drei Meter links und rechts im Waldboden versickert.

Dem Staatsbetrieb Sachsenforst wird empfohlen, die offensichtlich vorhandenen Mittel und Kräfte lieber für die Instandsetzung maroder Waldwege zu verwenden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ADFC Dresden Fra 01099
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Nyheder

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  • Vielen Dank für die 1758 Unterschriften! U.a. wegen der untergezeichneten Petition, des NDR-Beitrags "Realer Irrsinn" * und weiteren Presseberichten hat die Stadtverwaltung ein Zugeständnis gemacht: Der Rückbau des Weges werde nicht gleich, sondern erst später, wenn sein "baulicher Zustand es erfordert", erfolgen.

    Damit können wir uns *nicht* zufrieden geben, denn: das bedeudet, dass die Stadt vor hat, den Weg "vergammeln" zu lassen, indem Kleinarbeiten wie Frostschädenbeseitigung unterlassen werden. Und dann den Weg für viel Geld entsiegeln, um einen umweltsrechlichen Ausgleich für Versiegelung woanders zu machen.
    Der ADFC Dresden fordert die Verwaltung auf, von der Ausgleichsmaßname auf dem Gänsefuß abzusehen und den Wegunterhalt fortzusetzen. Das wäre kostengünstige Radverkehrsförderung! Wir sind mit mehreren Parteien im Gespräch, um einen Stadtratsbeschluss gegen diesen sinnlosen Behördenakt zu erzielen.

    Möchten Sie unsere Aktivitäten für ein fahrradfreundliches Dresden unterstützen? Dann werden Sie ADFC-Mitglied oder spenden Sie für unsere Vereinsarbeit: www.adfc-dresden.de

    Viele Grüße, Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden

    *) NDR extra 3-Sendung "Realer Irrsinn: Radwegzerstörung in Dresden":
    www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Realer-Irrsinn-Radwegzerstoerung-in-Dresden,extra7714.html

Debatter

Pro

Wenn ein Waldweg im Bestand asphaltiert ist, dadurch keine Nachteile für die Umgebung entstehen und viele Radfahrer davon profitieren - warum sollte man 90.000 Euro für eine Beseitigung dessen ausgeben? Das man keine neuen Wege im Wald asphaltieren sollte, ist Konsens - aber seit langem Bestehendes ohne Not mit viel Geld zu verändern ist Nonsens. Hier entscheiden wieder Autofahrer!!!

Contra

Die geplante Maßnahme findet doch gar nicht statt. Der aufmerksame Zeitungsleser sollte mittlerweile verstanden haben, dass die Maßnahme so nicht stattfinden wird, sondern der jetzige Zustand des Gänsefußes genutzt wird und eine Umwandlung des Straßenbelages erst dann erfolgt, wenn eine grundhafte Instandsetzung ansteht, also in einigen Jahren erst. Von daher Onlinepetition einstellen.