Der Deutsche Bundestag möge beschließen…dass Zitrusfrüchte nur naturbelassen in den Handel kommen sollten.

Begründung

Die Schale von Zitrusfrüchten, wie Zitronen, Orangen, Manderinen, Grapefruit und anderen ist grundsätzlich essbar. In den meisten Kulturen wird die durch marinieren, bzw. konservieren in Salz oder Zucker vorbereitete Schale mitgegessen. (Grade jetzt in der Vorweihnachtszeit werden wir mit jedem mit Zitronat oder Orangeat bestückten Weihnachtsstollen und ähnlichem mit der Nase drauf gestoßen)Niemand kennt die Auswirkungen behandelter Früchte auf Menschen und Natur!

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Neuigkeiten

  • Pet 3-18-10-2128-027495

    Lebens- und Genussmittel


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 15.12.2016 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Die Petentin fordert, dass Zitrusfrüchte nur naturbelassen in den Handel kommen
    dürfen.
    Sie führt aus, dass die Schale von Zitrusfrüchten grundsätzlich essbar sei und auch
    in vielen Kulturen in unterschiedlicher Form mitgegessen würde. Die Auswirkungen
    des Verzehrs behandelter Früchte seien unklar. Daher dürften ausschließlich
    naturbelassene Zitrusfrüchte verkauft werden.
    Es handelt sich um eine öffentliche Petition, die auf den Internetseiten des
    Deutschen Bundestages veröffentlicht und diskutiert wurde. Der Petitionsausschuss
    hat im Rahmen seiner parlamentarischen Prüfung der Bundesregierung Gelegenheit
    gegeben, ihre Auffassung zu dem Anliegen darzulegen. Die Prüfung des
    Petitionsausschusses hatte das im Folgenden dargestellte Ergebnis:
    Stoffe wie Thiabendazol, Imazalil oder 2-Phenylphenol sind so genannte
    Nacherntebehandlungsmittel für Zitrusfrüchte, die als Antipilzmittel z.B. Lagerfäule
    verhindern und somit der Konservierung dienen sollen. Da das Pflanzenschutzmittel
    nach der Ernte aufgebracht wird, geschieht ein Abbau in der Frucht nur noch zu
    einem geringen Anteil und ein Rückstand verbleibt in der Frucht bzw. in der Schale.
    Eine Kenntlichmachung dieser Behandlung ist auf EU-Ebene vorgeschrieben. Nach
    deutschem Recht sind zusätzlich auch andere Zitrusfrüchte als Zitronen, Orangen
    und Mandarinen kenntlich zu machen, sofern Thiabendazol nach der Ernte
    verwendet wurde.
    Im Vorfeld der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels wird im Rahmen von
    Rückstandsversuchen aus den dort gefundenen Rückständen im Erntegut abgeleitet,

    welcher unvermeidliche Rückstand bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter
    Anwendung des Pflanzenschutzmittels im Erntegut verbleibt. Es darf nur so viel wie
    nötig angewandt werden. Im Anschluss wird ein Vorschlag für einen Höchstgehalt
    vorgelegt. Dieser wird im Rahmen einer Risikobewertung daraufhin geprüft, ob der
    Verzehr des Erntegutes, das Rückstände in Höhe des vorgeschlagenen
    Höchstgehaltes enthält, zu akuten oder chronischen gesundheitlichen Schäden
    führen könnte. Nur wenn dies auszuschließen ist, wird ein Rückstandshöchstgehalt
    für die Festsetzung in der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 über Höchstgehalte an
    Pestiziden in oder auf Lebens- und Futtermitteln vorgeschlagen. Diese
    Rückstandshöchstgehalte liegen in der Regel weit unter den toxikologischen
    Grenzwerten. Für die o.g. Substanzen sind für alle Zitrusfrüchte Rückstandsgehalte
    von jeweils 5 mg/kg festgelegt. Diese Rückstandsgehalte gelten nicht nur für in
    Europa erzeugte, sondern auch für importierte Ware.
    Sind Zitronen, Orangen und Mandarinen nicht gekennzeichnet, kann man davon
    ausgehen, dass sie nicht nachbehandelt wurden. Grundsätzlich obliegt es dem
    Lebensmittelunternehmer, zu entscheiden, wie er sein Produkt erzeugt, verarbeitet
    oder herstellt. Er muss alle entsprechenden Anforderungen des Lebensmittelrechts
    erfüllen und darf z.B. bei Zitrusfrüchten die europaweit festgelegten
    Pflanzenschutzmittel-Rückstandsgehalte nicht überschreiten. Die Einhaltung von
    Rückstandshöchstgrenzen obliegt den amtlichen
    Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer.
    Der Petitionsausschuss weist darauf hin, dass die Bundesregierung mitgeteilt hat,
    dass vom behandelten Obst, auch mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln, die
    größtenteils auf der Schale haften, keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht.
    Der Petitionsausschuss stellt fest, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl
    behandelte als auch unbehandelte Zitronen, Orangen und Mandarinen kaufen
    können. Sie können anhand der vorgeschriebenen Kennzeichnung ihre Wahl treffen.
    Das gewünschte Verbot unterstützt der Petitionsausschuss daher nicht. Er empfiehlt
    daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, da dem Anliegen nicht entsprochen
    werden konnte.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.