Welfare

Leerstand in Berlin sinnvoll nutzen!

Petition is directed to
Bezirksamt Berlin Mitte, GCH Hotel Group
1,077 Supporters 659 in Berlin Mitte
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  1. Launched September 2021
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Leerstand sinnvoll nutzen!

Leerstand von Wohnhäusern ist ein verbreitetes Problem in deutschen Städten. Trotz Wohnungsmangels, steigender Mieten und zunehmender Wohnungs- und Obdachlosigkeit steht Wohnraum über Jahre leer. Wir fordern: Lasst uns Leerstand sinnvoll nutzen!

Die Osloer Straße 116a und Stettiner 38

Seit über 10 Jahren stehen in der Osloer Straße 116a und Stettiner 38 Mehrfamilienhäuser leer. Beide Häuser gehören zum Hotel „Wyndham Gardens“ der GCH Hotel Group. Trotz Leerstandsverbots handelt das Bezirksamt nur schleppend: Erst unsere Recherche hat das Verfahren wegen Leerstands in der Osloer Straße 116a wieder angestoßen [1]. Es ist ein Skandal, dass Eigentümer und Bezirk die Häuser verfallen lassen!

 

Wir rufen die Eigentümer und das Bezirksamt Mitte auf, zeitnah für eine sinnvolle Nutzung der Häuser zu sorgen: als dringend benötigtes Frauenhaus und Housing First Projekt für obdachlose Menschen.

 

Projekt 1: Housing First statt Obdachlosigkeit oder Heimunterbringung

Es gibt immer mehr wohnungs- und obdachlose Menschen in Berlin. Gleichzeitig sind die Obdachlosenunterkünfte in Berlin in einem katastrophalen Zustand [2]. Weitere Heime werden von privaten Träger*innen betrieben, wofür absurd hohe Summen an Steuergeldern fällig werden[3].

Daher möchten wir in der Stettiner Straße 38 ein Housing First Projekt schaffen. Die Berliner Obdachlosenhilfe e.V. hat sich bereits einverstanden erklärt, die Trägerschaft zu übernehmen . Wohnungslose oder obdachlose Menschen können dort langfristig Wohnungen beziehen und auf Wunsch professionelle Betreuung finden. Eine Kontakt- und Beratungsstelle für wohnungslose und obdachlose Menschen soll im Erdgeschoss geschaffen werden.

Projekt 2: Ein Schutzraum für Frauen* im Wedding

Der Wohnraummangel trifft Frauen* besonders hart. Aufgrund ungerechter Bezahlung haben sie in der Regel weniger Geld zur Verfügung [4]. Viele Frauen* leben in (finanzieller) Abhängigkeit von ihrem Partner und sind betroffen von häuslicher Gewalt. Bisherige Hilfsangebote haben während der Corona-Pandemie von einem deutlichen Anstieg hilfesuchender Frauen berichtet.

Daher wollen wir Angebote speziell für Frauen* und Mädchen in der Osloer Straße 116a schaffen. Das Haus bietet genug Raum für Krisenwohnungen, Wohngruppen und Beratungsstellen. Es ermöglicht, sowohl kurzfristige Krisenintervention als auch längerfristige Unterstützungsangebote an diesem Ort.

Gemeinsam für Wohnungen für alle 

Diese Projekte können wir umsetzen, wenn viele Menschen mit uns gemeinsam daran arbeiten und diese Petition unterschreiben! Teilt sie mit euren Familien, Freund*innen und Kolleg*innen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Leerstand sinnvoll genutzt wird!

Ihr könnt diese Petition auch anonym unterschreiben. Dazu beim Unterzeichnen im dritten Formular einfach auf "nicht öffentlich" klicken.

[1] https://miwa.noblogs.org/post/2021/05/31/na-also-geht-doch-zum-leerstand-in-der-osloer-strase-116/

[2] https://www.moabit-hilft.com/2021/06/16/schlimme-zust%C3%A4nde-in-berliner-unterkunft-f%C3%BCr-wohnungslose/

[3] https://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2014/me-single/article/ein-profitables-geschaeft/

[4] https://www.jungewelt.de/artikel/392339.gender-pay-gap-schwindet-nur-langsam.html

Reason

Alle Infos zum jahrelangen Leerstand in der Stettiner Straße 38 und Osloer Straße 116a gibt es hier:

https://miwa.noblogs.org/post/2021/01/24/leerstand_recherche/

Die Erstunterzeichner*innen dieser Petition sind:

Berliner Obdachlosenhilfe e.V. , mit der wir gemeinsam ein Housing-First-Projekt planen,

Berliner Kältehilfe

Unter Druck e.V. (mit ihrem Statement): "In unserer Arbeit mit obdach- bzw. wohnungslosen Menschen erleben wir tagtäglich, was für eine enorme Bedeutung eine Wohnung hat. Nur eine Wohnung bietet Schutz vor Kälte, Sicherheit und ist die Voraussetzung gegebenenfalls weiterführende Hilfsangebote zu nutzen, um langfristig eine persönliche Stabilisierung und eine zunehmend selbständige Problembewältigung zu erreichen. Die aktuellen Unterbringungsmöglichkeiten entsprechen hierbei oftmals nicht den Vorstellungen und Voraussetzungen der Betroffenen. Diesen Menschen muß einerseits dringend bedarfsgerechter Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Andererseits steht Wohnraum mitunter über Jahre leer. Das können und wollen wir nicht akzeptieren. Wir fordern: Leerstand sinnvoll nutzen!"

Für Presseanfragen stehen wir unter der Telefonnummer +49 151 2903 1631 und unter der Mailadresse mietenwahnsinn-nord@riseup.net zur Verfügung.

Thank you for your support, Mietenwahnsinn Nord from Berlin
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,

    wir bedanken uns ganz herzlich für die ganze Unterstützung und die vielen Unterschriften, die wir für diese Petition bekommen haben. Das ist ein toller Erfolg für uns und zeigt, wie vielen Menschen das Thema Leerstand unter den Nägeln brennt. Für uns steht fest: wir machen weiter, bis spekulativer Leerstand der Vergangenheit angehört!

    Die Petition wird im Rahmen von Bürger*innenanfragen in die BVV Mitte am 17. Februar eingebracht. Außerdem wollen wir den gemeinsamen symbolischen Abschluss gemeinsam mit der Initiative Hab-ich-saath finden, und zwar auf einer gemeinsamen Demo/Stadtspaziergang von dem besetzten Haus in der Habersaathstraße 48 zur "Wohnungslosen Bühne" am nördlichen Leopoldplatz. Dort gibt es noch ein kleines... further

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    Am 7. November machen wir gemeinsam auf den Leerstand im Kiez aufmerksam und wollen mit Anwohnenden ins Gespärch kommen.Eingeladen sind Aktive der Berliner Obdachlosenhilfe, der Schlafplatzorga, und anderer Gruppen.

    Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr an der Kreuzung Bellermannstraße/Stettiner Straße. Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Leerstand setzen!

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No CONTRA argument yet.

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