Education

Lehrer*innen in Entscheidungsprozesse einbinden

Petition is directed to
Kultusministerium Baden-Württemberg
223 Supporters 150 in Baden-Württemberg
The petition is partly accepted.
  1. Launched June 2021
  2. Collection finished
  3. Submitted on 16 Mar 2022
  4. Dialogue
  5. Partial success

Liebe Theresa Schopper,

wir möchten Sie zu Ihrer neuen Aufgabe als Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg beglückwünschen. Sie wissen sicherlich, dass diese politische Aufgabe eine der schwierigsten des Landes ist. Wir möchten Sie dabei unterstützen. Und dies meinen wir ganz konkret. Unsere Forderung, oder besser, unser Wunsch ist: Gehen Sie früh genug auf Menschen aus der Praxis zu - nicht nur von den Verbänden, sondern auch aus jener vernetzten Praxis, in der jeden Tag tausende Lehrer*innen zusammenarbeiten. Hier finden Sie Expert*innen, die außerhalb institutioneller und juristischer Überlegungen dabei helfen können, dass der Beginn des Schuljahres 2021/22 keine unbezwingbare Aufgabe wird.

Bitte lassen Sie uns mit unserem Know-How, mit unserem Ideen und unseren Konzepten dabei helfen, Ihre politischen Überlegungen für ein gelungenes Schuljahr zu unterstützen.

Reason

Die Pandemiejahre waren kräftezehrend. Während viele Lehrer*innen bis an den Rand Ihrer Möglichkeiten und darüber hinaus gegangen sind, wurden von den Medien meist jene hervorgehoben, die nicht erreichbar waren. Seit eineinhalb Jahren suggerieren Wörter wie "Unterrichtsausfall", das nichts getan worden ist. Das Gegenteil ist richtig. In unglaublichen Kraftakten wurden überall im Land Lösungen gefunden, wie weiter unterrichtet werden konnte.

Leider war dies meist trotz, nicht wegen der Unterstützung des Ministeriums der Fall. Es wäre naiv zu glauben, dass es ohne Vorgaben ginge. Aber Hilfe, Unterstützung und auch bestärkende Worte blieben meist aus. Schon damals forderten wir: #hoertunszu

Dabei lagen und liegen Konzepte vor!

Konzepte, wie ein gelingender Fernunterricht aussehen kann. Konzepte, wie man trotz der schwierigen Situation mit Schüler*innen in Kontakt bleiben kann. Konzepte, wie man Schulen dabei unterstützen kann, auch nach der Pandemie den Unterricht endlich aus den Fesseln überkommender Strukturen zu befreien.

Aber noch ist die Pandemie nicht vorüber. Auch im Angesicht von Lockerungsmaßnahmen droht eine vierte Welle am Horizont. Diese mag vielleicht nicht kommen. Aber jetzt ist es an der Zeit, sich auf mögliche Szenarien vorzubereiten.

Jetzt ist es Zeit zu überlegen, wie man Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern helfen kann, damit wir nicht ein drittes Mal unvorbereitet in ein unkontrolliertes Geschehen schlittern, und wieder an den Rand des Möglichen kommen.

Es muss darüber nachgedacht werden, wie wir Lehrer*innen die Herausforderungen des nächsten Schuljahres stemmen sollen. Wie die Schüler*innen wieder zurück in das soziale Umfeld Schule gebracht werden können. Wie wir es schaffen, den Druck für alle Beteiligten zu reduzieren. Wie Abläufe flexibel gestaltet werden können. Wie Schulleitungen nicht nur Regeln, sondern auch Hilfestellungen an die Hand bekommen können. Ob es möglich sein wird, Zeit für das Aufholen inhaltlicher, aber auch sozialer "Lücken" zu bekommen.

Eins ist sicher: Nächstes Schuljahr wird es keine "Normalität" geben. Egal ob es eine vierte Welle geben wir oder nicht. Sich darauf vorzubereiten ist das Gebot der Stunde. Wir haben schlechte Erfahrungen gemacht, Frau Schopper. Und wir sind hoffnungsvoll, dass sich diese Erfahrungen nicht wieder und wieder wiederholen.

Deshalb bitten wir Sie inständig: Beziehen Sie uns in die Überlegungen ein. Setzen Sie sich in Verbindung mit Expertinnen und Experten außerhalb der Institutionen. Dies ist keine Geringschätzung der Kompetenzen der Mitarbeiter*innen des Ministeriums. Es ist ein Angebot so zusammenarbeiten, dass wir nicht noch einmal mit leeren Händen dastehen.

Wir hoffen auf Ihre Rückmeldung!

Das #twitterlehrerzimmer

Thank you for your support, Bob Blume from Offenburg
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,

    der Landtag Baden-Württemberg hat das Anliegen der Petition geprüft. Der Petition konnte teilweise entsprochen werden. Er folgte damit der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses. Die vollständige Stellungnahme des Petitionsausschusses finden Sie im Anhang.

    Beste Grüße
    das openPetition-Team

  • Liebe Unterstützende,

    das Anliegen wurde an den zuständigen Petitionsausschuss weitergeleitet und hat das Geschäftszeichen 17/01011 erhalten. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten und regelmäßig über Neuigkeiten informieren.


  • openPetition hat die von Ihnen unterstützte Petition offiziell im Petitionsausschuss von Baden-Württemberg eingereicht. Jetzt ist die Politik dran: Über Mitteilungen des Petitionsausschusses werden wir Sie auf dem Laufenden halten und transparent in den Petitionsneuigkeiten veröffentlichen.

    Als Bürgerlobby vertreten wir die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern. Petitionen, die auf unserer Plattform starten, sollen einen formalen Beteiligungsprozess anstoßen. Deswegen helfen wir unseren Petenten, dass ihre Anliegen eingereicht und behandelt werden.


    Mit besten Grüßen,
    das Team von openPetition

Not yet a PRO argument.

Wenn da was mit " *Innen" steht, gibt es von meiner Seite schon mal keine Zustimmung.

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