Durch unvorhergesehene Ereignisse mussten die Bauarbeiten an den Räumlichkeiten in der Münzstraße 12 in Würzburg um drei Wochen verlängert und konnten deswegen noch nicht für den Vorlesungsbetrieb freigegeben werden. Die Semesterferien haben sich für uns 2.500 Studierende natürlich auch um drei Wochen verzögert. Dies alles führt dazu, dass die versäumten Vorlesungen an den Samstagen nachgeholt werden sollen. Wenn jeder Wochentag eins zu eins auf die Samstage übertragen würde, ergäben das 12(!) Samstage, die bis in den Juni hineinreichen würden. Das brachte mich auf folgende Idee, die ich jetzt erbitten und argumentieren will.

Hiermit bitte ich im Namen aller Unterzeichner um eine videotechnische Aufzeichnung und Online-Bereitstellung der Vorlesungen an den kommenden Samstagen, die als Ersatz für die ungeplante Verlängerung der Semesterferien um drei Wochen dienen sollen.

Begründung

Folgende Argumente sprechen dafür:

  1. Die Studierenden können nichts für die Verzögerung, daher sollten sie auch nicht die Folgen tragen. Die Folgen wären für einige immens.

  2. Folgende Personengruppen würden besonders unter dem Samstagsausgleich leiden (die Liste ließe sich erweitern):

- Studierende mit Kindern - Studierende, die wegen geringem oder gar keinem BaföGs einer Verdiensttätigkeit am Wochenende nachgehen MÜSSEN und diese zum jetzigen Zeitpunkt schon fest für den Samstag eingeplant haben, einige auch in der Heimat - Studierende mit sonstigen Verpflichtungen in der Heimat (z.B. Pflege von Angehörigen zur Entlastung der Eltern) - Studierende, die am Wochenende ehrenamtlich tätig sind - Studierende mit Partnern, die unter der Woche arbeitstätig sind - Studierende mit Seminaren am Samstag, die terminlich im Konflikt zu den Vorlesungen stehen

  1. Mindestens für die oben aufgezählten Personengruppen wird es unausweichlich sein, den Samstagsvorlesungen nicht beiwohnen zu können. Das würde zu einer Verschlechterung der Leistungen im Studium führen, weil sich nachgearbeitete Lerninhalte bekanntlich nicht so gut aneignen lassen wie in einer Vorlesung.

  2. Die betroffenen Fakultäten haben in der restlichen Zeit bis zum Vorlesungsstart ausreichend Zeit für die Vorbereitung einer solchen Maßnahme.

Es kann durchaus sein, dass es nicht Ihr Verschulden ist und dass unvorhergesehene Dinge im Leben einfach passieren, obwohl man gut und verantwortungsbewusst geplant hat. Aber müssen dann die Studierenden, die sich sozial engagieren oder sowieso schon hohen Belastungen ausgesetzt sind, darunter leiden?

Ich sage NEIN und bitte hiermit, die Unterzeichner der Petition ernst zu nehmen und Maßnahmen für eine Videoaufzeichnung zu ergreifen.

Mit freundlichem Gruß,

Peter Herbert

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Hallo Ihr lieben Unterzeichner der Petition!

    Heute, am 7. Mai 2013, habe ich mit Dekan Prof.Dr. Peter Bradl gesprochen und er hat mir die Gründe erläutert, warum die Aufzeichnung der Samstagsvorlesungen aus der Sicht der Dekane des WiSo-Gebäudes nicht möglich ist.

    Zum Anfang will ich erwähnen, dass vor ein paar Jahren die Dekane schon einmal überlegt haben, ob sie die Vorlesungen aufzeichnen sollen und sich auch dagegen entschieden haben. Außerdem habe ich an der Herangehensweise an unser Gespräch gemerkt, dass sich Prof.Dr. Bradl ausführlich darüber Gedanken gemacht hat, was sich auch in den Gründen widerspiegelt, die gegen eine Aufzeichnung und Onlinestellung sprechen (die ersten beiden Gründe sind die schwerwiegendsten):

    - In den Vorlesungen werden über die Beamer-Projektion Inhalte aus Büchern gezeigt, die urheberrechtlich geschützt sind

    - Die technische Realisation würde einen Personal- und Arbeitsaufwand mit sich bringen, der so nicht realisierbar ist: Pro Vorlesungsraum 2 Kameras (eine für die Projektion, eine für den Prof). Eine davon müsste live bedient werden, weil der Prof ja umherläuft >> daher ein Mitarbeiter, der die Kameras bedienen würde. Gehen wir mal schätzungsweise davon aus, dass Samstags nur 7 von den 17 Räumen belegt wären, müssten 7 Mitarbeiter dafür bereit stehen
    - Die Fragen der Studenten müssten mit einem Extra-Mikrofon aufgenommen werden bzw. der Prof müsste die Fragen immer wiederholen (wie das in der Realität aussieht, wissen wir alle…)
    - Die Vorlesungen sind nicht auf eine Aufzeichnung ausgelegt
    - Die Profs müssten zustimmen, da mit den Aufzeichnungen ihr „Recht am eigenen Bild“ verletzt werden würde. Leider gibt es ein paar der Profs, die so einen Verzicht nicht unterschreiben würden – sie müssen es auch nicht.

    Abschließend will ich sinngemäß wiedergeben, was Herr Prof.Dr. Bradl zu mir gesagt hat: Es ist eine gute Idee, aber die Gründe dagegen sind zu schwer. Grundsätzlich fand er die Idee gut und auch, dass wir als Studenten uns mit unseren Ideen einbringen, aber ihm sind rechtlich die Hände gebunden.

    Mein Fazit:
    Leider konnte ich diesen Argumenten wenig bis gar nichts entgegensetzen und muss sagen, ich kann sie nachvollziehen, nachdem ich mit ihm darüber geredet hatte. Somit habe ich alles getan, was in meiner Macht stand, um Euch, lieben Kollegen, die Samstage zu erleichtern. Dass es nicht mit Erfolg gekrönt war, tut mir wirklich leid.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg im weiteren Studium und hoffe, dass alle, denen die Samstage wirklich ein Problem bereiten, gut damit zurechtkommen, dass sich an der Situation nichts ändern ließ.

    Bis bald, Peter Herbert

  • Hallo Ihr Lieben!

    Heute hab ich die Petition mit 348 Unterschriften eingereicht und mir das schriftlich bestätigen lassen. Das ist eine aussagekräftige Zahl und wir hoffen, dass wir ernst genommen werden.

    Herzlichen Dank an alle, die unterschrieben haben!

    Weitere Info über die Reaktionen der Dekanate folgen.

    Gruß, Peter

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.