1) Der Bayerische Landtag muss das bayerische Mediengesetz ergänzen und den Katalog der verpflichtend einzuspeisenden Sender um einen österreichischen (ORF) und einen schweizerischen Sender (SRF) erweitern, die auch über 2017 hinaus angeboten werden sollen.

2) Der Landtag und die Staatsregierung sollen über ihre Vertreter im Medienrat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) auffordern, mit den betroffenen Sendern und anderen Entscheidungsträgern über die Einspeisung eines österreichischen (ORF) und eines schweizerischen Senders (SRF) in das deutsche Kabelnetz zu verhandeln.

Begründung

In großen Teilen Bayerns gehörten das Österreichische Fernsehen (ORF) und das Schweizer Fernsehen (SRF) bereits vor der Zulassung des Privatfernsehens in den 1980er Jahren zu den Standardprogrammen. Das Privatfernsehen wiederum sollte die Medienvielfalt im Frei-staat zusätzlich erweitern. Nun, 30 Jahre später, stellen wir FREIE WÄHLER mit Bedauern fest, dass die Sender ORF und SRF in Deutschland nach und nach von der Mattscheibe ver-schwinden – 2017 droht dem Auslandsempfang das endgültige Aus!

Vor allem die Menschen in den grenznahen Regionen Bayerns wissen den Empfang der Fernsehprogramme unserer Nachbarn aus Österreich und der Schweiz jedoch besonders zu schätzen: Ob Ski-Weltcup-Rennen auf der Streif oder „Zeit im Bild“-Nachrichtensendung, ob Schweizer „Tagesschau“ oder spannende Dokumentationen – auf diesen besonderen Blickwinkel unserer europäischen Nachbarn wollen wir auch nach 2017 nicht verzichten – dann jedoch sollen ORF und SRF auch über Antenne verschlüsselt werden. Die Folge: Ganz Bayern schaut in die Röhre.

Wir FREIE WÄHLER können den Erfolg unserer Bemühungen nicht garantieren. Eines ist jedoch sicher: Wenn wir jetzt nichts unternehmen, verschwinden alle diese jahrzehntelang gewohnten und beliebten Programme geräuschlos von der Bildfläche. Das darf nicht sein. Bitte unterstützen deshalb auch Sie die Massenpetition „Medienvielfalt erhalten – für ORF und SRF über Antenne und im bayerischen Kabelnetz“.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Hallo zusammen, ganz Europa soll zusammenwachsen und wir sollen über unsere Nachbarn informiert sein. Und in der Medienlandschaft beginnt wieder eine engstirnige Kleinstaaterei. Das ganze nur geschürt von den großen Medienkonzernen weil sie an jedem produzierten Film sich dumm und dusselig verdienen wollen.

Contra

Man kann keinem autonomen Staat vorschreiben, sein Fernsehprogramm kostenlos in das Ausland zu übertragen. Insbesondere dann nicht, wenn ihm dadurch erhebliche Kosten in Form von Lizenzgebühren für Spielfilme, Sportübertragungen, Dokumentationen, Fernsehserien etc. entstehen. Diese Mehrkosten müssten gerechter weise vom Bayerischen Staat (Steuerzahler) übernommen werden. Kurz gesagt: Jeder Bayerische Bürger müsste ORF Fernsehgebühren zusätzlich tahlen.