Tempo 30 auf Isnys Durchgangsstraßen – für eine höhere Verkehrssicherheit, verbesserte Aufenthaltsqualität und die Förderung von Fuß- und Radverkehr in Isny!

Noch vor der Sommerpause ist es Aufgabe des Gemeinderats über den Vorschlag der Stadtverwaltung zur Geschwindigkeitsreduzierung in der Innenstadt und Verkehrsbeschränkung für LKW auf der CD-Spange zu entscheiden. Seit Mai 2017 kann aufgrund eines Erlasses des Verkehrsministeriums im unmittelbaren Bereich von Kindergärten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern auf Vorfahrtsstraßen Tempo 30 km/h angeordnet werden. § 45 Absatz 9 der StVO verlangt, dass hierzu besondere Gründe zwingend erforderlich sind. Der Vorschlag wurde auf Wunsch zahlreicher BürgerInnen von der Stadtverwaltung erarbeitet und schlägt folgende Maßnahmen vor:

Tempo 30 km/h rund um die Uhr

  1. CD-Spange (Kreisverkehr (BayWa) – Bahnhofstraße – Schwanenweg – Untere Achstraße – Rotmoosweg – Karl-Wilhelm-Heck-Straße bis Lindauer Straße)

  2. Maierhöfener Straße auf Höhe Stephanuswerk und Haus Sonnenhalde

  3. Achener Weg (zwischen den Kreisverkehren)

  4. Lindauer Straße (von Kreuzungsbereich Maierhöfener Straße bis Einmündung Bohnwiesenstraße)

Verbot für Kraftfahrzeuge über 7,5t zulässigem Gesamtgewicht mit Zusatzzeichen „Anlieger frei“

CD-Spange (siehe oben)

Eine Darstellung der Bereiche mit Fotos und Begründung finden Sie auf:

www.stadt.isny.de/fileadmin/Mediendatenbank/PDF/Sitzungen_Gemeinderat/Sitzungsvorlagen_2018/2018.05.07-gr-top-10-geschwindigkeitsbegrenzung-innenstadt-vorstellung.pdf

Begründung

Wir befürworten den Vorschlag der Stadtverwaltung aus folgenden Gründen:

Mit Tempo 30:

…ist es sicherer

• Tempo 30 halbiert den Anhalteweg und vermeidet Unfälle (Bei Tempo 30 kommt ein PKW nach 13,3m zum Stillstand, bei Tempo 50 kommt er erst nach 27,7m zum Stehen, auf einer Strecke von 13,8m fährt der PKW folglich mit voller Geschwindigkeit bevor der Abbremsvorgang beginnt)

• Tempo 30 vermindert die Unfallschwere (Das Risiko von tödlichen Unfällen oder schweren Verletzungen sinkt um ein Vielfaches) Die benannten Straßen sind Teil des Schulwegs. Karl-Wilhelm-Heck-Straße und Lindauer Straße verlaufen direkt am Schulzentrum entlang und werden täglich u.a. von Hunderten von Schülern überquert. An verschiedenen Stellen missachten Autofahrer immer wieder das Tempolimit und beschleunigen nochmals vor Ampeln. Eine Querung ist u.a. in der Lindauer Straße auf Höhe des McDonalds mit Gefahren verbunden.

…ruhiger

• Tempo 30 reduziert den Straßenlärm (eine Reduktion um 2-3db wird vom Menschen wie eine Halbierung des Verkehrslärms wahrgenommen) Die Straßen sind stark frequentiert. Der Verkehrslärm im Bereich der genannten Straßen wird von Anwohnern und Passanten als störend wahrgenommen. Vor allem der hohe LKW-Anteil führt zu einer starken Lärmbelastung der Anwohner.

• Tempo 30 fördert den Rad- und Fußgängerverkehr (die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen PKW und nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern sinkt, die Verkehrsteilnehmer teilen sich den Verkehrsraum als "gleichwertigere" Partner)

…und schöner in der Stadt.

• Tempo 30 senkt die Schadstoffemissionen (Abbrems- und Beschleunigungsphasen werden reduziert, v.a. Stickoxid wird deutlich reduziert)

• Tempo 30 macht die Straßen zu einem bürgerfreundlichen Lebensraum (ein Aufenthalt und Unterhaltungen werden auch an stärker befahrenen Straßen angenehmer oder erst möglich)

Empirische Untersuchungen (u.a. durch LK Argus im Auftrag des Umweltbundesamtes) können viele Bedenken ausräumen:

Bei Tempo 30 und einem guten Verkehrsfluss

• bleibt die Kapazität der Straße erhalten und es bilden sich keine zusätzlichen Staus

• erhöht sich die Fahrtzeit nicht signifikant (die Fahrtzeit wird stärker vom Verkehrsfluss und Bremsvorgängen aufgrund von abbiegenden Autos oder Überquerungen der Fahrbahn bestimmt als von der zulässigen Maximalgeschwindigkeit. Die Reisezeit verlängert sich lediglich um 0-4s/100m)

• wird die Geschwindigkeit deutlich reduziert, v.a. bisherige Tempoüberschreitungen bei über 50km/h werden stark reduziert. Die Akzeptanz des Tempolimits steigt mit der Zeit durch Gewöhnungseffekte sowie durch Begründungen wie z.B. „Schule"/"Seniorenheim" /"Lärmschutz"

• wird kein Schleichverkehr in Wohngebieten erzeugt (aufgrund der Vorfahrtsregelung bleiben Durchgangsstraßen attraktiver als Wohngebiete mit Rechts-vor-Links-Regelung und am Straßenrand parkenden Autos)

• erhalten oder steigern Innenstädte ihre Attraktivität für Bürger und Besucher, Einzelhandel und Gastronomie profitieren von einer verbesserten Aufenthaltsqualität im Bereich der Durchgangsstraßen und den Anreizen für mehr Rad- und Fußverkehr

Bilden Sie sich ein Urteil von den Chancen einer Verkehrsberuhigung für Isny und teilen Sie dem Gemeinderat durch ihre Unterschrift ihre Befürwortung des Vorschlags der Stadtverwaltung mit. Denn nur so kann er die Meinung der Isnyer BürgerInnen bei dieser wichtigen Entscheidung korrekt vertreten. Weitere Informationen finden Sie in den Broschüren des Umweltbundesamtes „Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen“ und des VCD „Position – Tempo 30“.

www.umweltbundesamt.de/publikationen/wirkungen-von-tempo-30-an-hauptverkehrsstrassen

www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Publikationsdatenbank/Verkehrssicherheit/VCD_Position_Tempo30_2012.pdf

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    Wir danken euch für die Teilnahme an der Petition "Mehr Tempo 30 in Isny" durch eure Unterschriften und wertvollen Kommentare - sowohl online als auch im direkten Gespräch.

    Unser Ziel wurde erreicht:
    Der Gemeinderat Isny hat am 2.7.2018 (vgl. Schwäbische Zeitung vom 4.7.2018) die Einführung von Tempo 30 auf den 4 Straßenabschnitten (CD-Spange, Teile der Maierhöfener und Lindauer Straße, Achener Weg) sowie eine Verkehrsbeschränkung für Kfz >7,5t (Anlieger frei) ab November 2018 auf der CD-Spange beschlossen.
    Möglich wurde der knappe Mehrheitsbeschluss durch die geschlossene Zustimmung der SPD, des Bürgermeisters Rainer Magenreuter sowie einiger Mitglieder der Freien Wähler.

    Wir bedanken uns bei den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten für diesen mutigen Beschluss und hoffen auch die Kritiker unter der Bevölkerung erkennen die Vorteile von Tempo 30 und unterstützen die Maßnahme der Verkehrsberuhigung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

    Herzlichen Dank von
    Katarina Schrade, Robert Blaser-Sziede, Simone Kuppel und Manuela Frick

Pro

Tempo 30 macht den Straßenraum sicherer. Der Vorschlag der Stadtverwaltung betrifft Straßen, die Teil des Schulwegs sind und täglich von Hunderten von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg ins Schulzentrum und zu Sportanlagen überquert werden. Sie bilden den Zugang aus den Wohngebieten in die Innenstadt für viele Fußgänger jeden Alters sowie Rollstuhlfahrer. Zunehmender Verkehr, teils massive Geschwindigkeitsüberschreitungen und fehlende Übersicht im Straßenbereich führen zu mehr und auch zu schwereren Unfällen. Diese Wahrnehmung bestätigt auch der aktuelle Sicherheitsbericht der Polizei.

Contra

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