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Bild zur Petition mit dem Thema: Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen
  • Von: Dirk Trute
  • An: Petitionsausschuss des Thüringer Landtages
  • Region: Thüringen mehr
  • Status: Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 2.536 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Kurzlink

Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen

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Welches Ziel hat die Petition?

    Ziel der Petition ist es, entsprechend dem Koalitionsvertrag der Rot-Rot-Grünen Landesregierung mindestens 5 Prozent des Waldes bzw. 10 Prozent des öffentlichen Waldes in Thüringen in der laufenden Legislaturperiode dauerhaft aus der Nutzung zu nehmen. Zur Umsetzung des Ziels wird gefordert, zwei großflächige Gebiete, welche die Kriterien für Wildnisflächen im Sinne der nationalen Biodiversitätsstrategie erfüllen, im Bereich Wartburg-Inselsberg und im Gebiet Possen dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen. Auf die Anrechnung von Einzelbäumen ist zu verzichten.



  Welche Entscheidung wird beanstandet?

      Die Zeichner dieser Petition äußern ihr Unverständnis darüber, weshalb zwei Jahre nach Beginn der Rot-Rot-Grünen Regierungskoalition immer noch kein Waldwildniskonzept vorliegt und weshalb noch keine Entscheidung zu den großen Flächen, insbesondere im Possen, gefallen ist. Eine parteiübergreifende Willensbekundung ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben.



      Welche Behörde hat diese Entscheidung getroffen?

      Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft; ThüringenForst - Anstalt öffentlichen Rechts

      Wie wird die Petition begründet?

      Auf 5 Prozent der Waldfläche Natur sein lassen - Das Wildnisziel von Rot-Rot-Grün

Die Rot-Rot-Grüne Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, aufbauend auf dem 25.000 Hektar-Ziel der Vorgängerregierung, mindestens 5 Prozent des Waldes in Thüringen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen. Ein zentrales Ziel der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung soll damit für Thüringen umgesetzt werden: Den "Zehnten" der Staatswaldfläche der Natur zu überlassen, statt in der Motorsäge preis zu geben.

Wozu brauchen wir Wildnis im Wald?

Größere Waldflächen, die dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung überlassen sind, haben an der deutschen Waldfläche lediglich einen Anteil von etwa 1 - 2 Prozent. Viele Tier- und Pflanzenarten sind jedoch auf Naturwälder angewiesen, in der alle Waldentwicklungsstadien repräsentiert sind und in denen Bäume alt werden dürfen und nicht bereits im jugendlichen Alter gefällt werden. Nur in großflächig ungenutzten Waldlebensräumen bildet sich das spezifische Flächenmosaik aus dynamisch wechselnden Waldentwicklungsstadien, welches vor allem für so genannte Urwaldarten die Nischen zum Überleben bietet. Nur in großflächig zusammenhängenden, nutzungsfreien Waldflächen kann die Vielfalt der Waldarten dauerhaft gesichert werden.

Der unabhängige Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), der die Bundesregierung berät, fordert in seinem jüngsten Gutachten mehr Waldwildnis auf großer Fläche für Deutschland und liefert hierfür zahlreiche auch volkswirtschaftliche Argumente.

Wilder Possen - Eine ganze Region für Buchenurwald von morgen auf 2.500 ha

Mit dem im Koalitionsvertrag ausdrücklich genannten Possenwald bietet sich ein Gebiet an, welches nicht nur aus fachlicher Sicht hervorragend als Wildnisfläche geeignet ist, sondern eine beispiellose Unterstützung aus der Region erhält. Die Ausweisung einer 2.500 Hektar großen Wildnisfläche rund um den Possen wird von einer breiten und parteiübergreifenden Allianz aus Bürgerschaft, Kommunal- und Landespolitikern unterstützt. Schon seit vielen Jahren gibt es eine örtliche Bürgerinitiative "ProKyffhäuserwald", welche sich für eine Wildnisfläche am Possen einsetzt und hierzu bereits mehrere tausend Unterschriften gesammelt hat. Auch wirtschaftliche Leistungsträger in der Region fordern das Waldschutzgebiet im Possen. Der Verzicht auf die forstliche Nutzung wird als Motor für die touristische Entwicklung der Region gesehen.

Naturerbe Buchenwälder - Thüringens nationale & globale Verantwortung

Der Possenwald verkörpert einen großflächig unzerschnittenen Rotbuchenwald. Für diesen Lebensraum trägt Thüringen eine globale Verantwortung, da sie ihren Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland hat. Nur in forstwirtschaftlich ungenutzten Buchenwäldern kann sich das spezifische Arteninventar optimal entwickeln.

Auch aus nationaler Sicht ist der Possen als Waldwildnisgebiet bedeutsam. Als Teil der Hainleite bildet er ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den urwaldartigen Buchenwäldern der Hohen Schrecke und dem Nationalpark Hainich.

      Richtet sich die Petition auf die Änderung eines Gesetzes? Wie und warum soll das Gesetz geändert werden?

      Nein, die Petition fordert die Umsetzung des Ro-Rot-Grünen Koalitionsvertrages entgegen der Vorbehalte des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft und ThüringenForst - Anstalt des öffentlichen Rechts.



      Welche Rechtsbehelfe wurden in dieser Sache bereits eingereicht?

      Keine
Begründung:

17.01.2017 (aktiv bis 28.02.2017)


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Dies ist eine Online-Petition des Thüringer Landtages

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