Es ist meines Erachtens nach oberste Plicht eines Staates, daß Schwache, Kranke, Behinderte etc. geschützt werden. Insbesondere wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind ihre eigenen Interessen zu vertreten. Dies ist nach aktueller Rechtslage nicht gegen den Willen der Betroffenen möglich. Die Betroffenen müssen lediglich "nein" sagen, wenn ein Betreuungsverfahren oder eine Begutachtung durch Mediziner eingeleitet wurde. Diese falsche Rechstpraxis stürzt viele der Betroffenen und letztlich deren Angehörige in den Abgrund. Auch ein dementer Mensch schafft es in der Regel "nein" zu sagen. Was für eine absurde Rechtspraxis! Welche Schlüsse sollen Angehörige daraus ziehen. Ich musste meinen Job kündigen und habe mich in Hartz4 begeben. Die Menschenwürde der Betroffenen sollte ebenso bewahrt werden wie die der Angehörigen. Die heutige Gesetzeslage ist nicht akzeptabel. Jeder Angehörige solch kranker Menschen sollte das Recht darauf haben, daß der geistige und körperliche Zustand der/des Betroffenen auch gegen dessen Willen geprüft wird. Dies sollte kurzfristig geschehen und nicht erst Monate später. Betroffener und Angehörige sollten durch Einsetzung eines Betreuers vor Vermögensverlust durch Fehlentscheidungen oder Mißbrauch (Erschleichung des Vertrauens durch Fremde) der kranken Person geschützt werden-soweit ein Arzt/Gericht zu der Erkenntnis kommt, daß die Kranke Person einen Betreuer benötigt.

Begründung

Was mir passierte kann fast jedem Bürger widerfahren. Es ist eines Rechtsstaates nicht würdig. Bitte unterstützt diese Petition daher.

Ich lebte seit der Wende 20 Jahre mit meiner psychisch kranken Mutter in einer Wohnung. Als ihre Medikamente geändert wurden, war sie plötzlich ein fremder Mensch. Von heute auf morgen warf sie mich aus der Wohnung raus. Ich musste meinen Job kündigen und unter menschenunwürdigen Umständen (im Totalchaos) umziehen. Ich habe mich in Hartz4 begeben. Wenige Monate später war Mutter völlig verschuldet (durch onlinekäufe). Nun droht der Verlust der Eigentumswohnung. Sachwerte von mir die ich mangels Platz nicht mitnehmen konnte hat sie bereits an fremde Personen weitergegeben. Angeblich soll eine der Empfänger-Personen mit ihr verwandt sein. Sie hat aber keine Verwandten mehr. Mein ganzes Leben war scheinbar nutzlos. Ich (40J, m.) bin nun völlig ausgebrannt. Ob ich jemals wieder arbeiten gehen werde weiß ich nicht. Wozu? Die Gesetze dieses Landes haben das ermöglicht. Das Betreuungsverfahren am Gericht Chemnitz wurde eingestellt und der Zustand meiner Mutter nicht überprüft. Weil meine Mutter "Nein" sagte. Sie vertraut niemandem mehr. Selbst einfachste Sachverhalte kann Sie nicht mehr geistig verarbeiten. Sie ruft dann Freundinnen von ihr an, die aber selbst psychisch krank sind. Offenbar hat sie Demenz. Absprachen, die ich mit ihr traf hat sie gebrochen. Spreche ich sie darauf an herrscht nur Schweigen. Offenbar vergisst sie alles nach wenigen Tagen. Ich bin in eine andere Stadt gezogen. Ich konnte es nicht mehr ertragen zu sehen wie Sie uns beide ruiniert. Von unserem Staat bin ich schwer enttäuscht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Seifert aus Crimmitschau
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Pro

Meine Mutter hat gegen Ihren Willen, manipuliert durch einen Sohn ,ihr Haus an diesen verschenkt.In 9 Monaten wurde Sie um 40000? erleichtert.2 medizinische Gutachten sagen Demenz ein weiteres sagt geringe Intelligenz. Mutter stand1 Jahr unter Betreuung. Die Richterin hat das Verfahren eingestellt-Mutter könne alle Alltagsaufgaben erledigen. Mutter wird weiter abgezockt bis nichts mehr da ist. Ist es nicht Pflicht des Staaten für geistig behinderte Schutz vor Abzocke und Betrug zu garntieren auch gegen vermeitlichen oder manipulierten Willen der Betroffenen?

Contra

Ich habe Verständnis für den Petitenten, möchte dem Petitenten aber dringend nahelegen, sich mal mit der Realität der heutigen Entmündigungspraxis auseinanderzusetzen. Das aktuelle Betreuungsrecht bietet Möglichkeiten, Menschen gegen ihren Willen unter Betreuung zu stellen, auch völlig Fremde, nicht nur Familienangehörige. Da die Gerichte überlastet sind, werden in den seltensten Fällen die "betreuten" Menschen durch menschlich und ethisch geeignete "Betreuer" betreut, noch durch kompetente Richter überprüft, zudem werden Betroffene auf perfide Art aus ihrem sozialem Umfeld gerissen.