Region: Germany
Habitation

Mietpreisbremse nach örtlichem Mietspiegel

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
49 Supporters 49 in Germany
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  1. Launched May 2018
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Es soll beschlossen werden, dass der örtliche Mietspiegel zur Ermittlung der Mietobergrenze herangezogen werden anstatt dem vorherigen Mietvertrag.

Hierzu soll in jeder Kommune der aktuelle ortsüblicher Mietspiegel veröffentlicht werden.

Will ein Vermieter eine höhere Miete als im ortsüblichen Mietspiegel maximal für sein Baujahr, Quadratmeter und Ausstattung angegeben, soll er dies schriftlich begründen, zur Prüfung vorlegen und dem Mietvertrag ausdrücklich beilegen müssen.

Reason

Ein Hauptproblem der hohen Mieten sind weniger private Vermieter, weil sie auch auf andere Faktoren wert legen wie auf das Zusammenleben in einem Haus mit dem Mieter und langfristige Mietverhältnisse, ganz im Gegenteil zu lediglich gewinnorientierten Gesellschaften.

Die jetzige Mietpreisbremse, sowie das angedachte Modell, dass ein Vermieter den vorherigen Mietvertrag vorzeigen muss, wird das Problem der hohen Mieten nicht lösen, sondern verschärfen, da private Vermieter dadurch "indirekt" angehalten werden stetig die Miete anzupassen um mittel - und langfristig keinen dauerhaften Nachteil erleiden zu müssen.

Des weiteren gibt es weitere Faktoren, die zu höheren Mieten führen, u.a. Spekulationen, die gesetzlich zulässigen Umlagen, private Vermieter, die nicht mehr vermieten möchten, weil der Ärger mit den Mietern in den letzten Jahren stark zugenommen hat und das Recht an seinem Eigentum, auf das er oftmals ein Leben lang gespart hat und Jahrzehnte abzahlen musste, zumindest gefühlt nicht mehr vorhanden ist aufgrund der stetig einseitig zunehmenden Mieterrechte und deshalb lieber auf diese Einnahmen verzichtet. Beides erhöht die Miete, weil es den zu mietenden Wohnraum verknappt. Kann sich das der Vermieter nicht leisten, wird er mögliche Schwierigkeiten einpreisen wollen oder die Mieten so erhöhen, dass es sich nur "bessere" Mieter leisten können in der Hoffnung, dass die befürchteten Schwierigkeiten wie Mietausfall, Mietnomaden, ... ausbleiben. Diese Entwicklung kann nur gestoppt werden, wenn beide Parteien Rechte haben, die sie vor Übervorteilung schützt ohne jedes mal den Rechtsanwalt bemühen zu müssen und keinen Freibrief ausstellt zu tun und lassen was man will.

Thank you for your support, Frank-Philipp Wolfer from Leinfelden-Echterdingen
Question to the initiator

Not yet a PRO argument.

In der Wohnraumdebatte ist weiter zu betrachten, dass Arbeitsplätze vor allem in Ballungszentren angesiedelt werden. Die Gehälter nicht mehr die Kaufkraft haben, wie vor 20 Jahren. Eventuell sollten die Arbeitgeber "bezahlbaren" Wohnraum für x% Ihrer Mitarbeiter vorhalten müssen. Wochenpendler, benötigen auch Wohnungen. Was ist bezahlbar? Heute wohnen unter anderem Singels in 3 Zimmer, 80qm - Wohnungen. Dort haben früher Familien mit 3 Kindern gelebt. Sicher nicht wieder erstrebenswert. Aber auch dieser Aspekt ist bei der Wohnraumdebatte völlig aussen vor gelassen worden.

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