239 Unterschriften
Petition richtet sich an: Ausschuss Anregungen und Beschwerden
Wir fordern den Rat der Stadt Köln auf, die Finanzierung der MitStadtZentrale auch über den bisherigen Förderzeitraum hinaus sicherzustellen und damit die unabhängige Beratungs-, Vernetzungs- und Kooperationsstelle für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen in Köln dauerhaft zu erhalten.
Gemeinschaftliche Wohnprojekte leisten einen wichtigen Beitrag für eine soziale, vielfältige und zukunftsfähige Stadt. Sie ermöglichen soziale Mischung und verbinden Wohnen mit nachbarschaftlichem Engagement. Genossenschaften, Projekte des Mietshäuser Syndikats und gemeinschaftliche Mietwohnprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zum dringend benötigten langfristig bezahlbaren und preisgedämpften Wohnen in Köln.
Begründung
Doch gemeinschaftliche Wohnprojekte entstehen nicht von allein.
Sie werden häufig von engagierten Bürger:innen initiiert und müssen sich über viele Jahre mit komplexen Fragen auseinandersetzen.
- Wie findet sich eine passende Gruppe?
- Welche Rechtsform ist geeignet?
- Wie kann das Projekt finanziert werden?
- Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
- Wie findet man ein geeignetes Grundstück?
- Wie funktioniert die Planung und Projektentwicklung?
Sie brauchen deshalb eine verlässliche Anlaufstelle, die berät, Wissen bündelt, Akteur:innen miteinander vernetzt und zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik und Wohnungswirtschaft vermittelt.
Genau hier setzt die MitStadtZentrale an.
Die MitStadtZentrale berät Bürger:innen und Wohnprojektinitiativen. Sie vermittelt Wissen, bringt Menschen und Projekte zusammen und schafft Kontakte zu Verwaltung, Politik und Wohnungswirtschaft.
Damit ergänzt sie die Arbeit des Büros für gemeinschaftliche Wohnbauprojekte innerhalb der Stadtverwaltung. Dieses übernimmt vor allem eine Lotsen- und Koordinierungsfunktion. Die MitStadtZentrale bietet dagegen eine unabhängige Beratung für Bürger:innen und Projektinitiativen.
In den vergangenen Jahren hat die MitStadtZentrale zahlreiche Gruppen begleitet, Informationsveranstaltungen und Austauschforen organisiert und ein umfangreiches Informationsangebot aufgebaut. Sie betreibt das WohnPortal Köln-Bonn und informiert Interessierte regelmäßig über einen Newsletter. Darüber hinaus hat sie die Kölner Wohnprojekteszene vernetzt und Erfahrungen aus anderen Städten nach Köln gebracht.
Ein konkretes Beispiel: Poller Damm
Wie diese Arbeit zur Entwicklung neuer Projekte beitragen kann, zeigt die erste städtische Konzeptvergabe für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen am Poller Damm.
Die MitStadtZentrale hat das Verfahren gemeinsam mit dem Büro für gemeinschaftliche Wohnbauprojekte innerhalb der Stadtverwaltung mitentwickelt. Sie informierte und beriet Interessierte und Bewerber:innengruppen.
Außerdem organisierte sie Veranstaltungen zu Themen wie Genossenschaftsgründung, Wohnraumförderung und Finanzierung.
Die Projektgruppe hat sich im Umfeld dieser Informations- und Vernetzungsangebote zusammengefunden.
Jetzt braucht es eine verlässliche Perspektive
In Köln stehen in den kommenden Jahren weitere große Stadtentwicklungsprojekte an. Gleichzeitig besteht weiterhin ein hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.
Damit gemeinschaftliche und gemeinwohlorientierte Wohnprojekte entstehen können, braucht es geeignete Grundstücke und transparente Vergabeverfahren. Ebenso wichtig sind verlässliche Beratungs- und Vernetzungsstrukturen.
Die MitStadtZentrale hat in den vergangenen Jahren Wissen, Kontakte und Erfahrungen aufgebaut. Ihre Weiterführung ermöglicht es, diese Strukturen für weitere Wohnprojekte zu nutzen.
Auch in den Kommunalwahlprogrammen 2025 verschiedener im Kölner Rat vertretener Parteien finden sich Forderungen zur Förderung von Genossenschaften, Baugruppen und gemeinschaftlichen Wohnformen. Teilweise wird auch die Fortführung oder der Ausbau entsprechender Beratungsstrukturen genannt.
Unsere Forderung
Wir fordern den Rat der Stadt Köln auf:
Die MitStadtZentrale soll als unabhängige Beratungs-, Vernetzungs- und Kooperationsstelle für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen erhalten bleiben und dauerhaft mit einer auskömmlichen Finanzierung ausgestattet werden.
Damit soll Bürger:innen und Wohnprojektinitiativen auch künftig eine verlässliche Anlaufstelle zur Verfügung stehen.
01.10.2026
Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen Köln und Runder Tisch gemeinschaftlich Wohnen
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
01.10.2026
Sammlung endet:
31.03.2027
Region:
Köln
Kategorie:
Wohnen
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Wir fordern den Rat der Stadt Köln auf, die Finanzierung der MitStadtZentrale auch über den bisherigen Förderzeitraum hinaus sicherzustellen und damit die unabhängige Beratungs-, Vernetzungs- und Kooperationsstelle für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen in Köln dauerhaft zu erhalten.