Wir fordern mindestens 100 Mio. EUR Soforthilfe für die Anschaffung von modernen Löschfahrzeugen, gefolgt von einem Sonderförderungsprogramm für moderne Einsatzfahrzeuge!

Die aktuelle Fahrzeugsituation macht es deutlich, die Berliner Feuerwehr steht kurz vor der Handlungsunfähigkeit im Regeleinsatzdienst der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung, aber auch im Katastrophenschutz droht der totale Zusammenbruch. Ein massiv überalterter Fahrzeugbestand mit immer mehr täglichen Ausfällen, keine ausreichende Vorhaltung von Reservefahrzeugen und keine adäquate Fahrzeugtechnik für die Aus- und Fortbildung belasten die Berliner Feuerwehr, besonders die Freiwillige Feuerwehr und gefährden die Sicherheit unserer Stadt!

  • Die Berliner Feuerwehr verfügt über 108 sogenannte LHF 16 (Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge), davon haben 87 Fahrzeuge die vorgesehene Nutzungsdauer von 14 Jahren erheblich überschritten. Das entspricht 80 Prozent.

  • Die verbliebenen 21 Fahrzeuge vom Typ LHF 16 haben spätestens in 2 Jahren die vorgesehene Nutzungsdauer erreicht.

  • Erhebliche Korrosionsschäden an den Hilfsrahmen und an den Aufbauten, Undichtigkeiten mit Abtropfungen im Bereich der Antriebe und Nicht-mehr-Verfügbarkeit von Ersatzteilen stellen nur einige der vielen Überalterungsschäden dar.

  • Aufgrund der Überalterung müssen Ersatzteile teilweise extra angefertigt werden. Dies ist nicht nur absolut unwirtschaftlich, sondern auch sehr zeitaufwendig.

Die Situation gipfelt soweit, dass bei Ausfällen von Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr, entsprechend einer internen Prioritätenliste, Fahrzeuge bei Freiwilligen Feuerwehren abgezogen werden. Mehrere Freiwillige Feuerwehren mussten bereits ihren Dienst wegen dieser Pragmatik einstellen. Für den Katastrophenschutz im Land Berlin sieht die Situation mindestens gleichwertig dramatisch aus.

Brandschutzbereitschaften (BSB) sind Verbände aus grundsätzlich drei Brandschutzzügen (BSZ) sowie weiterer Lösch-, Führungs-, Sonder-, Transport-, Rettungsdienst- und Versorgungsfahrzeuge. Diese werden zur Brandbekämpfung bei Groß- und Flächenbränden, für die Abwehr oder Beseitigung von Gemeingefahren nach Unwettern und anderen Naturereignissen, zur Unterstützung von Rettungs-, Bergungs- und unaufschiebbaren In-standsetzungsarbeiten, zum Aufbau und Betreiben einer Wasserversorgung über längere Wegstrecke, sowie zur Unterstützung sicherstellender Maßnahmen bei Großveranstaltungen herangezogen. Die Katastrophenschutzfahrzeuge der Brandschutzbereitschaften wurden in den Jahren 1994, 1995 und 1997 vom Bund an das Land Berlin übergeben. Die Nutzungsdauer von 22 bzw. 24 Jahren sind überschritten.

  • Von ursprünglich 41 Katastrophenschutz-Fahrzeugen wurden bzw. werden dieses Jahr 21 Fahrzeuge ausgesondert.

  • In 2020 stehen lediglich nur noch 8 Fahrzeuge für den Katastrophenschutz in Berlin zur Verfügung!

  • Von ehemals fünf Brandschutzbereitschaften (BSB) existieren derzeit noch vier und im Jahr 2020 nur noch eine.

  • Das Durchschnitts-Reparaturbudget liegt pro Fahrzeug bei 2.500 – 3.400 EUR. Die tatsächlichen Reparatur-Kostenvoranschläge belaufen sich durchschnittlich auf 15.000 EUR.

Die Brandschutzbereitschaften waren u.a. bei den sogenannten Jahrhunderthochwassern zur Amtshilfe außerhalb Berlins, aber auch im Herbst des letzten Jahres zur Bewältigung der Stürme „Xavier“ und „Herwat“ und ihren enormen Folgeschäden im Einsatz. Neben Unwetter, Großschadenslagen und mögliche Katastrophenszenarien, stellt auch die Terrorgefahr einen eher erhöhten als sinkenden Präventionsbedarf dar! Der Katastrophenschutz in Berlin ist auch und vor allem Sache der Freiwilligen Feuerwehr mit ihren Brandschutzbereitschaften.

Weitere Informationen unter: www.landesfeuerwehrverband.berlin

Begründung

Die Berliner Feuerwehr steht kurz vor der Handlungsunfähigkeit im Regeleinsatzdienst der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung, aber auch im Katastrophenschutz droht der totale Zusammenbruch.

Die Sicherheit der Stadt Berlin und aller Bürgerinnen und Bürger ist massiv gefährdet. Ohne adäquate Fahrzeugtechnik wird Ehrenamt zerstört und Menschenleben riskiert!

Für die tägliche Gefahrenabwehr müssen die Berlinerinnen und Berliner mit erheblicher Einschränkung in der Hilfeleistung rechnen. Die Einhaltung der Schutzziele ist für die Berliner Feuerwehr nicht mehr möglich!

Für den Katastrophenschutz im Land Berlin sieht die Situation mindestens gleichwertig dramatisch aus.

Wir erwarten dass der Senat seiner Verantwortung nachkommt und der Berliner Feuerwehr die nötigen Mittel zur Gefahrenabwehr - ausreichende moderne Fahrzeuge für den Regeleinsatzdienst und für den Katastrophenschutz, bereitstellt!

Der Landesfeuerwehrverband Berlin fordert daher die Abgeordneten und alle anderen gewählten politischen Vertreter unserer Stadt auf, sich Ihrer Verantwortung zu stellen und umgehend zum Wohle der Berlinerinnen und Berliner zu handeln!

Bitte unterstützen Sie diese Petition zur Bewahrung der Sicherheit Berlins!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Landesfeuerwehrverband Berlin e.V. aus Berlin
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Pro

Die im ersten Contra-Argument genannte Zahlen sind schlichtweg veraltet! 2016 ist 18 Monate her und seit dem wurde in den Fahrzeugpark der Löschfahrzeuge kaum investiert. Aktuell stehen mind. 6 der genannten 45 Katschutz-Fahrz zur Aussonderung. 4 wurden bereits in den letzten Jahren ausgesondert. Und was scheinbar viele vergessen: Das heute bestellte LHF braucht erfahrungsgemäß 15-18 Monate bis zum Anwender.

Contra

Leider wird hier der Eindruck erweckt, dass der Initiator für die Berliner Feuerwehr spricht und nicht nur als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Berlin e.V. ausschließlich mit Zahlen für die freiwillige Feuerwehr argumentiert. Die Berliner Feuerwehr besitzt 191 Löschfahrzeuge und 45 Fahrzeuge des Bundes für den Katastrophenschutz. Bei allem Respekt für das Ehrenamt, aber die freiwilligen Feuerwehren in Berlin sind nur ein Teil der Garanten für die Sicherheit der Stadt.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 1 Tag

    Sie ist mir sehr wichtig

  • Bruno Kappel , Wallhalben

    vor 3 Tagen

    Weil es um den Schutz jedes Bürgers geht!!!

  • vor 3 Tagen

    Weil ich täglich mit den Kollegen beruflich zu tun habe . Ich fahre Rettungsdienst und bin dankbar wenn die Kollegen uns unterstützen können.

  • vor 4 Tagen

    Weil jeder ber nächste sein könnte, der Hilfe benötigt und diese nicht gewährleistet werden kann, weil keine Fahrzeuge vorhanden sind

  • MArkus Schütz Rudolstadt

    vor 4 Tagen

    Die EInsatzfähigkeit der Berliner Feuerwehr leidet seit Jahren unter anderem an einem riesigem Investitionsstau. Dies muss ein Ende haben!

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