Region: Germany
Culture

Museen jetzt und zukünftig von Lockdown-Maßnahmen ausnehmen

Petition is directed to
Petitionsausschuss des deutschen Bundestages
46 Supporters 45 in Germany
0% from 50.000 for quorum
  1. Launched 31/10/2020
  2. Time remaining 8 weeks
  3. Submission
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  5. Decision
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Ich fordere Museen von den geplanten strengeren Restriktionen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Infektionsketten auszunehmen, solange eine Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen nicht nachgewiesen ist.

In Zeiten, in denen unsere Gesellschaft durch die Medien täglich überflutet wird mit Nachrichten zu Corona brauchen wir (infektions-) sichere Orte, an denen wir andere, kulturelle Impulse bekommen, wo wir in die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit diesem und anderen Themen gehen können.

Reason

Nach meiner Wahrnehmung haben die von mir besuchten Museen die ihnen auferlegten Hygienevorschriften vorbildlich umgesetzt und gehören damit nach Aussagen des Leiters des Museums Kunstpalast in Düsseldorf, Felix Krämer, in einem Zeitungsartikel der Rheinischen Post vom 31.10.2020 [1] zu den sichersten Orten überhaupt. Außerdem verfügen Museen in der Regel über nach Kubikmeterzahl sehr große Räume, in denen die Aerosol-Konzentration nicht so leicht ansteigt wie etwa in Supermärkten oder anderen Einzelhandelsgeschäften.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum Autohäuser, Baumärkte und Möbelhäuser geöffnet bleiben dürfen, Museen aber nicht. Das ist unverhältnismäßig.

Ich zitiere aus einem Artikel der Rheinischen Post vom 31.10.2020: „Auch Gregor Jansen von der Kunsthalle in Düsseldorf kann nicht verstehen, dass Museen als Freizeiteinrichtungen gelten: „Der Kultur wird damit ihre Relevanz abgesprochen. Das ist unerträglich. Kultureinrichtungen sind Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung und der Bildung, hier wird Demokratie gelebt, gestaltet und vermittelt.“ [2] Dieser Auffassung schließe ich mich voll und ganz an. Wir brauchen Orte, an denen wir uns kritisch mit Corona und anderen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen können.

Ich fordere daher, Museen von den geplanten strengeren Restriktionen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Infektionsketten auszunehmen, solange erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen bestehen. Wir benötigen intelligente Lösung wie beispielsweise einen für diesen Bereich angepassten Katalog von Maßnahmen, der die zulässigen Mindestanforderungen (Hygienekonzepte, Mindestabstände, u.a.) und maximale Zahl von Besucherinnen und Besuchern entsprechend der geltenden Gefahrenstufe vorschreibt. Zudem sollte eine wissenschaftliche Untersuchung zum Einfluss der Aerosolkonzentration in Veranstaltungsräumen auf SARS-CoV-2-Infektionen durchgeführt werden. Sollte sich ein (unter der Voraussetzung eingehaltener Hygienestandards und Abstandsregeln) geringes Infektionsrisiko beim Besuch von Museen ergeben, fordere ich eine Ausnahme von den Restriktionen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Infektionsketten für Ausstellungs- und Museumsbesuche.

Hinweis: Ich leugne nicht die Gefahren, die vom Sars-CoV-2-Erreger ausgehen. Auch können Restriktionen zum Wohl der Allgemeinheit sinnvoll und richtig sein. Es ist aber meines Erachtens auch zum Schutz der verfassungsrechtlich garantierten Freiheit der Kunst notwendig, die Maßnahmen besser abzuwägen und unangemessene oder unverhältnismäßige Maßnahmen zu vermeiden.

Quelle:

[1] https://rp-online.de/kultur/kunst/chef-der-museen-klagen-ueber-die-angeordnete-corona-schliessung_aid-54344357 [2] https://rp-online.de/kultur/kunst/chef-der-museen-klagen-ueber-die-angeordnete-corona-schliessung_aid-54344357#:~:text=Auch%20Gregor%20Jansen%20von%20der,Das%20ist%20unertr%C3%A4glich.&text=Die%20Ma%C3%9Fnahmen%20sind%20bundesweit%20veranlasst,Museen%20sollten%20ihren%20Beitrag%20leisten.

Thank you for your support, Klaus Biermann from Langenfeld
Question to the initiator

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News

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Why people sign

  • on 26 Nov 2020

    Die Entscheidung, Orte der Kultur stärker zu benachteiligen als Orte des Kommerzes, zeigt die fundamentale Missachtung von Kultur als zentraler – wenn nicht überhaupt dem wichtigsten – Bestandteil einer Gesellschaft. Die Reduktion des Daseins auf materielle Bedürfnisse (tatsächlich: besinnungsloses Shoppen) ist unerträglich und zeigt wie tatsächlich gedacht wird – nicht nur in der Politik.

  • on 25 Nov 2020

    weil die meisten Museen Hygienekonzepte haben

  • on 25 Nov 2020

    Gerade in den Wintermonaten braucht es Lichtblicke, wenn die Sonne immer seltener scheint. Außerdem ist es wirklich albern, dass TellyWeil und Mediamarkt öffnen dürfen, aber keine Museen, das erschließt sich mit nicht.

  • Mirko Caspary Wuppertal

    on 04 Nov 2020

    ja und das sofort.

  • Michael Weiß Düsseldorf

    on 03 Nov 2020

    ...weil es sooo wichtig ist!

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