Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtvorstands, des Stadtrats und der Stadtverwaltung,

zeigen Sie ihren Mut zur Lücke - im doppelten Sinn

  1. Überdenken Sie eine unter anderen Voraussetzungen getroffene Entscheidung – das zeigt wirklich verantwortliches Umgehen mit den Bürgern und ihren Belangen.

  2. Gestehen Sie dem Hofgut Mariahof dem ihm gebührenden Freiraum zu und erhalten Sie hier eine seit Jahrzehnten gewollte Lücke.

Das sind unsere Forderungen:

  • Aufschiebung des Beschlusses zur Bebauung der Fläche östlich des Hofguts Mariahof, da der Druck der hohen Flüchtlingszahlen, der zum Beschluss führte, mittlerweile entfällt

    • Weiterentwicklung eines attraktiven Ortseingangs Mariahof unter Berücksichtigung des prägenden und denkmalgeschützten Hofguts und dessen Landschaftsbezugs
  • Überplanung der Fläche durch eine geordnete städtebauliche Entwicklung, die eine ordnungsgemäße Bürgerbeteiligung beinhaltet.

  • Berücksichtigung aller aus dem FNP 2030 resultierenden Planvorgaben, um nicht jetzt Fakten zu schaffen, die dann weiteren Entwicklungen im Wege stehen

  • frühzeitige Bürgerbeteiligung bei städtebaulich relevanten Themen

Begründung

Es ist fünf vor 12! Wo bleibt die städteplanerische Weitsicht?

Am einzigen Ortseingang der „Gartenstadt Mariahof“ liegt das über 200 Jahre alte denkmalgeschützte, dem Stadtteil namensgebende Hofgut Mariahof, Dieses Kulturdenkmal prägt diesen exponierten Bereich nachhaltig.

Die Stadt Trier hat aufgrund der starken Flüchtlingszuwanderungen Ende 2015 unter enormen Unterbringungsproblemen und großem externen Druck beschlossen, auf der Fläche östlich des Hofguts drei 2-3-geschossige Wohnblocks im sozialen Wohnungsbau zu errichten. In Trier mangelt.es durch jahrelange Versäumnisse an bezahlbarem Wohnraum. Bei dieser Entscheidung spielten städtebauliche Gesichtspunkte eine nur untergeordnete bis gar keine Rolle.

Zwischen dem Hofgut und den Häusern der Wolkerstraße wurde bewusst eine unbebaute Fläche freigehalten, sie eröffnet den Blick in die Brubacher Flur und das angrenzende FFH-Gebiet „Mattheiser Wald“. Früher als Kirmesplatz genutzt, dient sie heute hauptsächlich als Parkplatz für die zahlreichen Besucher, die diesen als Ausgangspunkt zum „Mattheiser Wald“ nutzen. In diesem Sinne sollte sie gemäß Stadtteilrahmenplan, Landschaftsplan und Vorentwurf zum Flächennutzungsplan (FNP) 2025 weiterentwickelt werden.

Der FNP 2030 soll im Herbst dieses Jahres beschlossen werden. Nach derzeitigem Stand (Juli 2016) wird das ca. 30 ha große Neubaugebiet „Brubacher Hof“ von der Stadtverwaltung favorisiert. Die Verkehrserschließung für ca. 3000 Einwohner muss ebenfalls über diese nur 65 m breite Fläche entlang des Hofguts führen muss.

Selbst ohne diese Erschließungsstraße würde das Ortsbild und der Ortseingang durch die geplante Bebauung keine Aufwertung erfahren. Aufgrund der Umsetzung durch Modulbauweise, Funktionalausschreibung mit Generalunternehmer, sowie keiner individuellen, auf das denkmalgeschützte Hofgut abgestimmten Planung, ist eine Einfügung in die Umgebung nicht zu erwarten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bebauung-hofgut-mariahof.com

Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtvorstands, des Stadtrats und der Stadtverwaltung,

Wem gehört die Stadt?

im Sinne dieser Frage appellieren wir an Sie: Nehmen Sie die Bürger in Ihren Entscheidungsprozessen mit, lassen Sie sie konstruktiv daran teilhaben, profitieren Sie von deren vielfältigen Kompetenzen und Kenntnissen und stellen Sie sie nicht kurzfristig vor vollendete Tatsachen. Nur so können positive Lösungen zur Weiterentwicklung unseres Wohn- und Lebensumfeldes einvernehmlich umgesetzt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Unterstützer und Unterstützerinnen,

    am nächsten Mittwoch, dem 10. Mai 2017 stellt die Stadtverwaltung Trier die Pläne für den Bau der Sozialwohnungen am Hofgut Mariahof vor. Das Vergabeverfahren ist mittlerweile abgeschlossen und der Baubeginn ist für Juni geplant.
    In dieser Informationsveranstaltung sollen auch die unterlegenen Planungen gezeigt werden.
    Baudezernent Andreas Ludwig wird ebenfalls anwesend sein.
    Interessierte Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen!
    Mittwoch, 10.05.2017
    20.00 Uhr
    Pfarrheim Mariahof, Am Mariahof 35; Eingang unterhalb der Pfarrkirche

    Herzliche Grüße

  • Sehr geehrte Unterstützer,

    mittlerweile liegt eine Stellungnahme der Verwaltung zur Petition vor. Sie ist im Ratsinformationssystem der Stadt Trier als Vorlage 069/2017 einsehbar.
    Erwartungsgemäß wird die Petition von der Verwaltung abgelehnt.
    Morgen in der Ortsbeiratssitzung um 19.30h im Pfarrheim Trier-Mariahof steht sie auf der Tagesordnung. Hier müssen sich also die Ortsbeiratsmitglieder positionieren. Interessant ist eine weitere Vorlage zu diesem Thema, in der es um eine Kostenerhöhung des Projektes um ca. 1,4Mio. Euro geht, da die Umsetzung nun direkt nach den Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus erfolgen soll und das Bauvolumen um mehr als ein Drittel ( ca. 1000 qm Bruttogrundfläche) erhöht wird. Statt der vom OBR gewünschten 2-Geschossigkeit und evtl. Verringerung des Bauvolumens erfolgt nun gerade das Gegenteil!

    In der Dezernatsausschußsitzung IV am Donnerstag, dem 9.03.2017 um 17.00h im großen Rathaussaal steht die Petition ebenfalls auf der Tagesordnung.

    Herzliche Grüße!

  • Sehr geehrte Unterstützer der Petition,
    heute läuft die Zeichnungsfrist der Petition "Mut zur Lücke - Freiraum statt Bebauung am Ortseingang Trier-Mariahof" ab.
    Die Petition wurde am 19.12.2016 an den Stadtvorstand der Stadt Trier übergeben. Bisher ist allerdings darauf seitens der Verwaltung keine Reaktion erfolgt.
    Die Sache selbst schreitet dennoch voran. In zwei Terminen (20.12.2016 u. 31.01.2017) wurde über die eingereichten Angebote beraten und die Kommission hat sich nach unseren Informationen nun für ein Angebot mit Planungsentwurf entschieden. Wie dieser allerdings aussieht wird voraussichtlich erst am 7.03.2017 in der Ortsbeiratssitzung in Trier-Mariahof der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 8.03. oder 13.03.2017 soll dann der Vergabebeschluss im Stadtrat Trier gefasst werden. Also wieder einmal bleibt sich die Stadt treu, indem sie die Bürger erst in letzter Minute über die weiteren Planungen informiert!
    Wir müssen leider konstatieren, dass die Stadt in dieser Sache an ihrem ursprünglichen Vorgehen festhält und in keiner Weise auf Anregungen, Kritik oder Bedenken der Bürger eingeht.
    Die genauen Termine der genannten Sitzungstermine sowie die entsprechenden Tagesordnungspunkte können Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Trier unter Sitzungen/Kalender einsehen ( info.trier.de/bi/allris.net.asp )

    Wir bedanken uns bei allen, die die Petition mit ihrer Unterschrift unterstützt haben und bleiben natürlich weiter am Ball!

    Herzliche Grüße

Pro

Der Stadtrat Trier entscheidet gegen über 3000 Bürgerstimmen, die gegen eine Bebauung Mariahof (Hofgut) und Bruchbacher Hof sind. Die vom Stadtrat geforderte Bürgerbeteiligung wird einfach ignoriert.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.