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Bild zur Petition mit dem Thema: MV tut gut ohne Öl! - Gegen geplante Ölbohrungen an der Küste MVs! MV tut gut ohne Öl! - Gegen geplante Ölbohrungen an der Küste MVs!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, ...
  • Region: Mecklenburg-Vorpommern mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 2.741 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

MV tut gut ohne Öl! - Gegen geplante Ölbohrungen an der Küste MVs!

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Keine neuen Ölbohrungen an der Küste MVs!

Die deutsch-kanadische Firma Central European Petroleum (CEP) plant in Vorpommern an Land sowie vor dessen Küste nach Öl zu bohren. Das Bergamt Stralsund hat hierfür bereits Aufsuchungserlaubnisse für mehrere Gebiete an das nach Medienberichten bilanziell überschuldete* Unternehmen CEP vergeben. Auch wurden in den Jahren 2011 und 2012 bereits die ersten Probebohrungen an Land durchgeführt. Eine erneute Erdölförderung wäre sowohl für die Umwelt als auch das Naturpotential des Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern höchst riskant und würde die zügige Umsetzung der Energiewende gefährden. Daher darf es in keinem Fall zur Erteilung weiterer Betriebserlaubnisse durch das Bergamt Stralsund an CEP kommen.

Uns liegen die nachhaltige Entwicklung und die Unversehrtheit der Natur in Mecklenburg-Vorpommern am Herzen. Deshalb fordern wir: - Keine weitere Erteilung von Bohrlizenzen durch das Bergamt Stralsund an CEP sowie Transparenz gegenüber der Bevölkerung. - Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Erdölexploration und -förderung auf Mensch und Umwelt durch die Landesregierung. - Ein deutliches Bekenntnis der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns gegen die klimaschädlichen Machenschaften von CEP und ein konsequentes Eintreten für einen maßvollen und bestimmten Ausbau erneuerbarer Energien unter Beteiligung der Kommunen und der Bevölkerung.

Weitere Informationen unter www.greenpeace.de/greifswald * Quelle: Ausgabe des Cicero 12/2012

Begründung:

Ölförderung ist in Mecklenburg-Vorpommern nichts Neues; schon zu DDR-Zeiten wurde in kleinstem Stil in Vorpommern nach Öl gesucht. Heute da der Mensch erkannt hat, dass nur nachhaltiges Handeln zukunftsfähig ist und die Bundesregierung die Energiewende ausruft, ist ein erneutes Aufleben der Ölförderung unzeitgemäß. Dies gilt auch aufgrund des mit der Förderung verbundenen enormen Risikos für die Umwelt. Bei der Suche und Förderung von Öl ist mit der Freisetzung stark verschmutzter Schlämme und anderer kontaminierter Rückstände zu rechnen. Da CEP Ende 2011 offenbar schon an Land Probleme hatte, die eigenen Bohrungen zu kontrollieren, ist die beabsichtigte Förderung von Öl in dem sensiblen Ökosystem Ostsee nicht zu verantworten. Hinzu kommt, dass sich einige der Offshore-Aufsuchungsgebiete mit ausgewiesenen Natura 2000- und FFH-Schutzgebieten überschneiden. Eine Verletzung des in den Europäischen Richtlinien (92/43/EWG; 79/409/EWG) festgelegten Verschlechterungsverbotes wäre in diesen Gebieten zu erwarten. Das Risiko von Ölunfällen wird oft unterschätzt. Im Ernstfall hätten Land, Mensch und Natur vor Ort die Folgen von Bohr- und Förderunfällen sowie die Langzeitfolgen der Ölförderung zu tragen. Wäre Ölförderung unter deutschen Standards nicht eine Alternative zu Erdöl, welches in anderen Teilen dieser Erde ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt gefördert wird?

Die von CEP in Vorpommern vermutete Menge Erdöl beläuft sich auf 18 Mio. Tonnen*. Rechnerisch könnte diese Menge den Öl-Bedarf der Welt nur 36 Stunden decken². Vorpommerns Öl ist damit ein vergleichsweise sehr kleiner Tropfen. Eine Förderung würde die Förderung weltweit nicht messbar beeinträchtigen.

Wollen wir ein solches Risiko für die Umwelt eingehen, um 36 Stunden länger am Ölzeitalter festzuhalten?

Grundsätzlich ist klar, dass wir zum Beispiel unsere Fortbewegung und unseren Warenkonsum nicht von heute auf morgen Öl-unabhängig gestalten können. Wir sollten jedoch nicht aus bloßer Gewohnheit weiter in der Erde bohren, sondern unseren Blick zur Sonne und auf die erneuerbaren Energien richten. Ein solches Handeln ist wirtschaftlich, nachhaltig und gegenüber unseren Kindern vertretbar, daher wird es unter anderem von der Bunderegierung gefordert: „Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die alle Teile unserer Gesellschaft betrifft. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ist für eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung. Und nur gemeinsam ist der Weg dorthin zu schaffen: Alle – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – müssen ihren Beitrag zur Energiewende leisten.“ (Bundesregierung 2013)

Dass eine ganzheitliche Energiewende machbar ist, zeigt das Energieszenario ‚Der Plan‘, welches Greenpeace 2011 veröffentlich hat. Deutschland gilt weltweit als Modellregion für erneuerbare Energien und die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.³ Wollen wir diese Vorreiterrolle aufs Spiel setzen?

  • Quelle: Nordkurier 28.10.12 ‚Liegt hier in Vorpommern der große Schatz?‘ ² Quelle: Oil Consumption World: 88762*103 barrel/Tag (U.S. Energy Information Administration / Mothly Energy Review 2012) ³ Quelle: FAZ 24.4.2011 „Die Welt schaut auf Deutschland“

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Greifswald, 28.06.2013 (aktiv bis 31.12.2013)


Neuigkeiten

Liebe Unterzeichner unserer Petition „MV tut gut ohne Öl! - Gegen geplante Ölbohrung an der Küste Mvs!“, wir danken Ihnen vielmals für ihre Unterschrift und Zuschriften. Die Petition selbst endete mit dem vergangenem Jahr. 3701 Menschen haben ...

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Debatte zur Petition

PRO: Die weitere weltweite Ausbeutung unserer einzigartigen und schützenwerten Natur (die Erde ist rund und was wir 'heute' loschicken trifft uns 'morgen' wieder) und ist völlig aus dem Ruder gelaufen und für einen Großteil der Umwelt und Gesellschaftsprobleme ...

CONTRA: Das Fördern der überschaubaren Bodenschätze Deutschlands wird hier mit Profitieren gleichgesetzt. Es wäre nach meiner Einschätzung jedoch überdenkenswert, bei einer Förderung von sogenannten Schätzen des Bodens immer einen "Profit für Deutschland" zu ...

CONTRA: Es wäre die Chance für Mecklenburg-Vorpommern. Man kann nicht immer nur von Tourismus und Landwirtschaft leben. Außerdem können Ölförderung und Tourismus problemlos koexistieren. Und nicht überall ist Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Gäste ...

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Petitionsverlauf