++ Kein PRIMARK als neues Aushängeschild des Fairtrade-Standorts Wuppertal ++ ++ Ergebnisoffene Bürgerbeteiligung statt Investoren-bestimmter Verhandlungen ++ ++ Alternative Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes statt Bausünde ++

Lasst uns ein Zeichen setzen und unser Möglichstes tun, um dieser Entwicklung eine andere Richtung zu geben!

Begründung

Mehr als alle anderen Wahrzeichen prägte die sogenannte Harnröhre für alle Ankommenden und Durchreisenden jahrzehntelang das Stadtgesicht Wuppertals. Die Zeit der Neugestaltung ist gekommen, doch die Vorzeichen künden eine wirkliche Scheußlichkeit: Am 10. Februar 2015 stimmt der Wuppertaler Stadtrat in einer Sondersitzung über die Verträge mit dem Investor Signature Capital ab. Diese sehen die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes mit einem großvolumigen, mehrgeschossigen Geschäftsgebäude vor, das der irische Textildiscounter PRIMARK als Ankermieter beziehen soll.

Besonders aufgrund der städtebaulich so exponierten Fläche beschämt dieses Vorhaben - und das in einer Stadt wie Wuppertal. Angesichts der Stadtgeschichte wirkt es wie Zynismus, dass der Gebäudekomplex einer Garnrolle nachempfunden sein soll. Wuppertal als die Textilmetropole der frühen Industrialisierung mit Weltruf sollte angesichts des mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verbundenen Leids der Beschäftigten aktuellen Ausbeutungsverhältnissen in der Textilbranche gegenüber eine besondere Sensibilität wahren. Zwar reiht sich PRIMARK unter den bestehenden großen, globalen Textildiscountketten ein, sticht jedoch hier durch sein besonders ausbeuterisches Geschäftsmodell hervor (www.fluter.de/de/117/heft/11140/), zu dem man sich durch den exponierten Standort in Wuppertal mehr als bekennen würde. Und nicht nur dazu: Man würde sich auch zu einem Konsumverhalten bekennen, welches sich durch die Attribute billig, viel und achtlos auszeichnet. Das steht in scharfem Kontrast zu ebenfalls in Wuppertal ansässigen Unternehmen wie Gepa oder dem Wuppertalinstitut, kurz: dem um Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung bemühten Image der Stadt.

Mit Blick auf die Planungsprozesse wären Transparenz und Bürgerbeteiligung wünschenswert gewesen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde mit dem einzigen (!) Investor über das äußerst öffentlichkeitsrelevante Thema verhandelt. Abstimmungen der Stadtverordneten werden aufgrund der als alternativlos dargestellten Verhandlungsergebnisse und geschaffener Fakten zur bloßen Formalität. Entscheiden ausschließlich Standortfaktoren und weniger die Lebensqualität die Stadtpolitik, agiert die Stadt bloß noch als Unternehmen und nicht mehr als demokratische Institution.

Entgegen der früheren Planung, die das historische Bahnhofsgebäude ins Zentrum der Neugestaltung setzte, verriegelt nun laut bestehendem Bauplan der Investorenkubus das „Tor zur Stadt“. Die bislang hervorgehobene architektonisch-ästhetische Qualität des städtebaulichen Konzepts für den Döppersberg wird in der Beeinträchtigung der Blickachse Stadt-Bahnhof/Bahnhof-Stadt erheblich gemindert. Eine ursprünglich proklamierte Weitläufigkeit des Bahnhofsvorplatzes, die unter anderem städtebauliches Selbstbewusstsein und Großzügigkeit markierte, weicht somit einer räumlichen Enge.

Mit der Unterzeichnung der Petition spreche ich mich gegen den geplanten Investorenbau auf dem Vorplatz des Wuppertaler Hauptbahnhofs aus.

Weitere Informationen: www.facebook.com/pages/Nächster-Halt-Wuppertal-PRIMARK/641513535974999 oder primark_doeppen@web.de

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer und Beteiligte der Online-Petition,

    nach der Ratssitzung am 10.02.15, in der die Mitglieder des Stadtrats mehrheitlich für den Verkauf des Grundstücks am Vorplatz des Wuppertaler Hauptbahnhofs und damit sowohl für eine die Sichtachse auf den Bahnhof verriegelnde und raumgreifende Bebauung und zugleich auch für Primark als Ankermieter des Gebäudes gestimmt haben, wurde deutlich:

    Zwar fand die Online-Petition erfreulicherweise zahlreiche Unterstützung von Wuppertalern und mediale Aufmerksamkeit, wir Bürger sind aber schlussendlich mit einer Umstimmung der Abgeordneten leider gescheitert.

    Jedoch sind wir der Meinung, dass die Petition langfristig betrachtet, ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Gemeinsam haben wir den Preis für einen derartigen Politikstil ohne wirkliche bürgerliche Beteiligung in die Höhe getrieben. Nicht weniger positiv war und ist die rege und scheinbar dringend nötige öffentliche Diskussion (v.a. auf Facebook und openpetition, aber auch in der hiesigen Regionalzeitung) des Themas zu sehen, die es bis dato nicht gab.
    Diese wurde und wird auch weit nach der Abstimmung noch lebhaft geführt.

    Darin sahen wir die Möglichkeit als auch den Bedarf, weiterhin in Aktion zu treten und der Stadtspitze deutlich zu machen, dass gegenüber ihrem bisheriges Vorgehen seitens der Bürgerinnen und Bürger ein großes Unbehagen herrscht. Überlegungen zu einem Bürgerbegehren standen im Raum, welches nach unseren Recherchen formal zulässig gewesen wäre.

    Zwei Gründe haben uns aber dazu bewogen, das Bürgerbegehren nicht anzustoßen:
    Das Verfahren des Bürgerbegehrens räumt der Stadt auch bei erfolgreicher Sammlung der Unterschriften die Möglichkeit ein, das Verfahren für unzulässig zu erklären. Es wäre also durchaus wahrscheinlich, dass die Anstrengungen umsonst sein würden. Ein Mammut-Projekt von 13.000 analogen Unterschriften wäre zudem nur möglich bei Beteiligung vieler Initiativen und Unterstützer, die bereit wären, ein solches Projekt mitzutragen: Die Unterschrift unter eine Online-Petition zu setzen ist das eine und sich jedes Wochenende mit Unterschriftenständen in die Fußgängerzone zu stellen das andere. Dazu braucht es viele Aktive.

    Leider gab es hier nicht die erhoffte Rückmeldung, die eine breite Befürwortung signalisiert hätte. Es gab im Gegenteil viele Bedenken, die sicherlich auch aus dem Fall des gescheiterten Döppersberg-Begehrens resultierten.

    PRIMARK am Eingangstor zur Stadt wird also nicht mehr zu verhindern sein und der Textildiscounter wird damit sein radikales Geschäftsmodell ausbauen können, mit welchem er nicht zuletzt auch den gesamten Textilmarkt aufmischt. Just in diesem Frühjahr eröffnet bereits ein weiterer Textildiscounter in den City-Arkaden mit einem ähnlichen Geschäftsmodell.

    Wenn es sich schon nicht verhindern lässt, geht es weiterhin darum, zu überlegen, wie man mit dem Problem in Zukunft umgeht. Dazu lädt das Aktionsbündnis KPri diesen Sonntag, 29.3. um 11 Uhr herzlich zum Frühstück in der Alten Feuerwache an der Gathe ein.

    Wir danken für Ihre/eure Beteiligung an der Petition und hoffen, dass wir als Bürger dieser Stadt gemeinsam weiterhin bereits beschlossene stadtplanerische Entscheidungen der Stadtspitze kritisch begleiten und bei kommenden Entscheidungung unsere Beteiligung einfordern.

    Herzlich,
    Primark döppen!


  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern von Stadtrat Wuppertal eine persönliche Stellungnahme eingefordert, weil die Petition das Quorum von 3.300 Unterschriften aus Wuppertal erreicht hat.


    Damit verstärken wir die Wirksamkeit der Petition, stoßen die öffentliche Debatte an und sorgen für mehr Transparenz.


    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/naechster-halt-wuppertal-primark-nein-danke


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.


Pro

Der Primarkt führt nicht zu mehr Umsatz, es wird Umsatz verteilt, die Gewerbesteuereinnahmen sind eine Marginalie, die wenigen Arbeitsplätze die entstehen, entstehen im Niedriglohnsektor, wobei bevorzugt Teilzeitkräfte eingestellt werden. der Mfabrikneue Müll der dort verkauft wird kleidet Teenies deren Lebensinhalt aus shoppen besteht und deren Geschmack wie auch Finanzen am unteresten Ende anzusiedeln ist. Kurz ein Billigstladen, in einem Größenwahncubus und das als Tor zur Stadt, der Eindruck passt zu den Pennern am Döpperberg und zu den Stadtverordneten im Rat.

Contra

... und jetzt die Stadtwerke auf den Döps! Nachdem der Barmer auf seinem schönen Schotter sitzen bleibt, können die WSW endlich neben das Wuppertal Institut ziehen, Synergieen nutzen und einen zukunftsweisenden ÖPNV und Stromplan entwickeln! Und die Mitarbeiter der WSW müssten alle samt "öffentlich" anreisen, was den Handlungsdruck sicherlich befördert! Ich freu mich drauf!