• Von: Patrick Sema mehr
  • An: Landrat Hans Jörg Duppré
  • Region: Landkreis Südwestpfalz mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 6.422 Unterstützer
    5.485 in Landkreis Südwestpfalz
    Quorum für Landkreis Südwestpfalz (1.500) erreicht

NEIN zum neuen Abfallkonzept in der Südwestpfalz

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Sehr geehrter Herr Landrat Duppré,
sehr geehrte Damen und Herren der Kreisverwaltung,

seit kurzem wird das neue Abfallwirtschaftskonzept im Landkreis Südwestpfalz vorgestellt. Dieses sieht unter anderem vor, dass die Leerung der Restmülltonne ab 2015 nur noch in wesentlich längeren Zeitabständen erfolgen soll. Zwar sind weiterhin mehrere Leerungen möglich, dies aber nur gegen Zahlung zusätzlicher Gebühren.

Wir sind mit diesem neuen Konzept in keinster Art und Weise einverstanden. Dies zeigt deutlich der Zuspruch auf unserer Facebookseite „NEIN zum neuen Abfallkonzept in Landkreis Südwestpfalz“. Wir haben uns entschlossen diesen offenen Brief an sie zu richten, den alle Bürgerinnen und Bürger online unterzeichnen oder in ausgedruckter Version an sie versenden können.

Die genannte Facebookseite dient lediglich als Diskussionsplattform. Die meistdiskutierten Punkte möchten wir in diesem Brief an sie als zuständige Verwaltung weiterreichen:

Der vierwöchige Leerungsrhythmus mit den Kosten für weitere Leerungen ist in unseren Augen besonders für ältere Menschen mit einer kleinen Rente und für junge Familien untragbar. Größere Familien sind hier im Vergleich zum alten Gebührensystem augenscheinlich auch deutlich schlechter gestellt als kleinere Familien. Somit trifft es letztendlich finanziell wieder die, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen!

In der bereits mehrfach angesprochenen Windelproblematik (im Bezug auf Geruchsbelästigungen, gerade in den Sommermonaten) wurden von Ihnen bereits Nachbesserungen angekündigt - leider blieb es hier bisher bei wenig konkreten Aussagen. Wir hoffen sehr, dass nicht nur „warme Worte“ gemacht werden, um etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir nehmen Sie hier beim Wort, versprochen!
Neben den Problemen mit Kinderwindeln sollten Sie aber auch an Familien mit Pflegefällen (Windeln, Hygienematerial etc.) denken, bei denen sich das neue Konzept nicht weniger problematisch darstellt.

Auch die Tierbesitzer unter uns sorgen sich in hohem Maße über zu befürchtende Unannehmlichkeiten im kommenden Sommer. Neben der Belästigung durch bereits angesprochene unangenehme Gerüche bleibt weiterhin die Befürchtung, dass durch Fliegen usw. eine Unmenge von Ungeziefer in den Tonnen herangezüchtet wird.

Zusätzlich zu der Restmülltonne wird ab kommendem Jahr eine gesonderte Biotonne eingeführt, die ausnahmslos von allen bezahlt werden muss. Argumente für diese zusätzliche Tonne waren vor einigen Monaten noch ökologische und wirtschaftliche Gründe.
Die Tatsache, dass der Biomüll aus unserem Landkreis jetzt nach Stuttgart gefahren wird, kann auf keinen Fall ökologisch sein, auch die Wirtschaftlichkeit kann wohl stark bezweifelt werden.
Eigenkompostierer wirken diesem Wahnsinn entgegen, indem sie weniger Müll produzieren, der den 160 km langen Weg antreten muss. Dies spart bares Geld – gleichzeitig werden diese Eigenkompostierer mit nur wenigen Euro Ersparnis im Jahr abgespeist – warum?

Viele unter uns stellen sich die Frage, was die Anschaffung der neuen Tonnen gekostet hat, oder welche Daten exakt auf dem angesprochenen Chip der Restmülltonne erfasst sind. Wie verhält es sich mit diesem Chip in Sachen Datenschutz? Man hört hier zwar immer wieder, dass der Datenschutz gewährleistet ist, doch wer garantiert uns das?

Andere von uns (insbesondere Bewohner von Mehrparteienhäusern) haben immense Probleme, die große Anzahl von Tonnen überhaupt im oder am Haus unterzubringen – wer hat sich bitte hier im Vorfeld Gedanken gemacht?
Immer wieder lesen wir, dass Müll zugekauft werden muss, damit die Müllverbrennungsanlage in Pirmasens überhaupt voll ausgelastet werden kann. Das wir als Bürger nun für die Abfuhr und Verwertung unseres Mülls sogar noch mehr bezahlen sollen, entzieht sich jeglicher Logik.

Viele von uns machen sich aber auch Sorgen um unsere Natur, die Wälder und öffentliche Plätze. Wer garantiert dafür, dass künftig der Müll nicht einfach dort entsorgt wird?
Bitte argumentieren sie hier nicht damit, dass dieses Problem bereits ein altbekanntes ist – das wissen wir selbst! Dennoch lassen die höheren Gebühren befürchten, dass die Anzahl solch illegaler Ablagerungen hier künftig enorm steigen wird.

Trotz der jetzt durchgeführten Informationsveranstaltungen haben wir Bürger hier den Eindruck, nicht ordentlich in den Informationsfluss eingebunden zu sein. Auch auf Ihrer Internetseite findet man nur spärliche Informationen – warum werden hier gestellte Fragen der Bürger auf ihren Informationsveranstaltungen nicht in einem ordentlichen Fragenkatalog zusammengefasst, sodass Informationen kostenlos, schnell und verbindlich einsehbar sind?
...

Begründung:

...
Unterm Strich zahlen wir mehr Geld für weniger Leistung. Weitere Erhöhungen der Gebühren sind in den nächsten Jahren geplant – das neue Konzept ist für uns höchstens ein inakzeptabler Entwurf.

Wir sind nicht länger bereit, diese oder ähnliche Entscheidungen einfach hinzunehmen!

Wir fordern Sie auf, am neuen Abfallkonzept hinsichtlich der oben genannten Probleme und Anregungen massive Verbesserungen vorzunehmen und zwar umgehend!

Auch ohne sommerliche Temperaturen stinkt uns das neue Konzept für 2015 schon jetzt gewaltig!

Wir, die Bürger der Südwestpfalz

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Herschberg, 26.10.2014 (aktiv bis 06.12.2014)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer, Ende dieser Woche läuft unsere Petition aus. Wir bitten euch deshalb die Listen spätestens morgen zu versenden (Postlaufzeit beachten). Per Post bitte an: Patrick Sema Schulstraße 7 66919 Herschberg Per E-Mail bitte an: patrick.sema1@gmx.de Unter ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Neben allen schon diskutierten Punkten fehlt mir auch ein Argument,das sich mit den Leuten beschäftigt,die die Mülleimer leeren müssen? Demnaechst mit Gesichtsmasken? Bei der Keimbelastung?

PRO: Oft sehe ich Müllautos hinter denen sich oftmals nur ein Mitarbeiter mit 2 Straßenseiten abmühen muss. Bei dieser drastisch erhöhten Tonnenanzahl wird deren Job sicherlich noch schwerer. Menschen die nach einem kurzen Arbeitsleben nicht mehr können und ...

CONTRA: Man sollte erst mal nachdenken und dann schimpfen. Einen Tag jedes Teil, das man in den Restmüll wirft genau betrachten. Da ist Plastik > kommt in den gelben Sack. Papier > blaue Tonne. Essensreste > zukünftig Biotonne. Mir fällt gar nichts ein für die ...

>>> Zur Debatte



Antworten vom Parlament

Petitionsverlauf

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