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Bild zur Petition mit dem Thema: NEIN zum Offshore-Windpark Gennaker vor dem Fischland-Darss-Zingst NEIN zum Offshore-Windpark Gennaker vor dem Fischland-Darss-Zingst
  • Von: D. Eder (Unternehmerstammtisch Zingst) mehr
  • An: Landtag Mecklenburg-Vorpommern Petitionsausschuss
  • Region: Mecklenburg-Vorpommern mehr
    Kategorie: Energie mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 27 Tage verbleibend
  • 4.493 Unterstützende
    1.286 in Mecklenburg-Vorpommern
    15% erreicht von
    8.500  für Quorum  (?)

NEIN zum Offshore-Windpark Gennaker vor dem Fischland-Darss-Zingst

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Wir fordern das Vorhaben unter aktiver Einbeziehung der Öffentlichkeit umfassend unter Einbeziehung folgender Punkte zu prüfen.

  • Vorschaltung eines Raumordnungsverfahrens, da raumbedeutsames Vorhaben

  • Erstellung einer fundierten Landschaftsbildanalyse

  • Fundierte Prüfung der Immissionen unter besonderer Berücksichtigung der Hydro- und Luftschallimmissionen in Bau- und Betriebsphase auf Fauna

  • Auswirkungen des Windparks auf den Tourismus in Bau und Betrieb

  • Nutzung der Vorhabenflächen nach Ablauf der Nutzungsdauer

  • Finanzierung des späteren Rückbaus der Anlage

  • Haftungsgefahren bei Schiffskollisionen und deren Auswirkungen (ohne Festsetzung von Minderungsmaßnahmen)

Begründung:

Geplanter Windpark gefährdet Ihr Urlaubsparadies

Vor der Halbinsel Fischland-Darß- Zingst soll ein neuer Windpark mit 103 Windrädern entstehen. Dieser grenzt unmittelbar an die Naturschutzgebiete und die berüchtigte Kadettrinne.

Die 103 geplanten Windräder sind mit 175 Metern über 50% höher als die 21 Windräder des bereits bestehenden Pilotprojektes "Baltic 1".

Der Windpark belegt am Nordstrand den gesamten Horizont. Einen Sonnenuntergang ohne blinkende Windräder wird es nicht mehr geben.

Menschen kommen zu uns ans Meer um die Weite und unberührte Natur zu erleben! Echte Erholung am Meer braucht den natürlichen Horizont.

Die Kadettrinne gilt als einer der meistbefahrenen Seewege der Welt. 2014 gab es 54.592 Schiffsbewegungen, davon 8719 Öltanker. An der schmalsten Stelle verringert sich der schiffbare Bereich je nach Tiefgang der Schiffe auf 500 bis 1000 Meter; gleichzeitig wird hier ein Kurswechsel von etwa 90° erforderlich.

Glaubt man der „Seeverkehrs-Prognose 2025“, so müssen 2025 durch dieses Nadelöhr rund 95.000 Schiffe.

Das sind über 260 Schiffe/ Tag, darunter 42 Öltanker/ Tag.

Die Kadettrinne ist ein unfallträchtiges, enges Fahrwasser. Schon kleinste Navigationsfehler können hier zur Havarie führen. Zudem versuchen immer wieder Schiffsführer aus Zeit- und Kostengründen den Umweg um das Flachwasser abzukürzen. Dies beweisen die zahlreichen Havarien der letzten Jahre. Der Windpark erhöht dieses Risiko erheblich. Vorgeschriebene Mindestabstände werden nicht eingehalten, ein Notfallplan für eine Havarie im angrenzenden Windpark existiert nicht. Die Seenotrettung muss im Havariefall erst das Windparkgebiet umfahren bzw. als Fahrthindernis bei schwierigen Witterungsverhältnissen berücksichtigen, was zu lebensbedrohendem Zeitverlust führt. Ab ca. 2m Seegang kann hier eine Ölpest nicht mehr bekämpft werden, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Ein Seeheilbad und Gesundheitstourismus sind dann Geschichte.

Nearshore-Windparks erhöhen die Gefahr von katastrophalen Schiffsunfällen. Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ein Windrad onshore fern einer Straße oder offshore an einer der meist befahrendsten Schifffahrtsstraße ohne Leitplanken steht. Was passiert wenn ein Tanker an einer Anlage zerbricht und eine Ölpest Natur und Strände verschmutzt?

Betroffen wären im touristischen Einzugsgebiet rund 11.600 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 224 Beherbergungsbetriebe, sowie eine Vielzahl von Ferienwohnungen- die rund 2,17 Mio. Übernachtungen generieren- wären ebenfalls direkt betroffen. Die direkte touristische Wertschöpfung hieraus beläuft sich auf rund 200 Mio. € p.a. Darüber hinaus wären eine Vielzahl touristischer Dienstleister wie z.B. Gaststätten, Cafés, Reinigungsfirmen, Garten und Landschaftspflege… betroffen. Die gesamte Wertschöpfung ginge der Region im schlimmsten Fall auf Jahre ersatzlos verloren. Die Mehrzahl der Betriebe müsste schließen, die betroffenen Arbeitnehmer fielen in die Arbeitslosigkeit.

Ein Naturparadies im Nationalpark mit einer einmaligen Vogelwelt und mehr als 70 km teilweise urwüchsigen Stränden wären ölverseucht. Die Ostsee als Binnenmeer wäre auf Jahre hinaus nachhaltig geschädigt.

Ihr Urlaubsparadies ist dann auf Jahre zerstört.

Betrachtet man die Einflüsse der Verlärmung bei Bau und Betrieb der Anlage, so sind diese auf die Vielzahl der Tiere z.B. Kranichzug, Schweinswale nicht erforscht. Gerade bei Schweinswalen wird eine Beeinträchtigung der Wanderungen durch elektromagnetische Felder angenommen. Es ist auch denkbar, dass Kraniche ihre Route durch dieses über 17 Km breite Hindernis verändern. Damit würde eine große touristische Attraktion der Halbinsel verloren gehen.

103 Fundamente der Windräder sollen auf Pfahlgründung basieren, das bedeutet viele Monate Rammarbeiten in Sichtweite.

Ein nach unserem Verständnis sinnvolles und dringend notwendiges Raumordungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit wurde nicht durchgeführt. Die Landesregierung gibt nach unserem Eindruck unzureichend Informationen über Wirtschaftlichkeitsanalysen und Beteiligungen heraus. Die Fortschreibung des Landesraumentwicklungsprogramms erfolgte unter Nichtachtung unserer Bedenken, mitgeteilt über die Gemeinde Ostseeheilbad Zingst, die gemeindeeigene Kur- und Tourismus GmbH Zingst und den in unserer Region die Wirtschaft vertretenden Tourismusverband Fischland-Darß- Zingst e.V.

Wir brauchen Ihre Unterschrift um dies in letzter Sekunde zu verhindern.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Zingst, 20.12.2016 (aktiv bis 19.06.2017)


Debatte zur Petition

PRO: ...eine alternative Energiegewinnung ist mir wichtig; insbesondere wenn es darum geht, die immer noch laufenden Atomreaktoren endgültig und mit keinem weiteren Aufschub, abzuschalten. Jedoch nicht unter der Maßgabe, die nächste nicht korrigierbare Umweltsünde ...

PRO: Windkraftanlagen sollten nur dort errichtet werden wo der Strom auch direkt verbraucht werden kann, den die Stromtrassen belasten dann nicht auch noch die Umwelt. Dezentrale Energiewirtschaft wird seit Jahrzehnten von der Politik und der Enegiewirtschaft ...

CONTRA: Bei "42 Öltankern/Frachtschiffen am Tag" stören mich die 100 Windräder auch nicht mehr im Genuss des Sonnenuntergangs. Elektromagnetische Felder bei Windenergieanlagen sind also stärker als die Radar-Anlagen der Tanker, Fähren und Yachten? Aha, ist mir ...

CONTRA: Da steht, dass es denkbar sei das "Kraniche ihre Route durch dieses über 17 Km breite Hindernis verändern." Und weiter: " Damit würde eine große touristische Attraktion der Halbinsel verloren gehen." - Das ist doch lächerlich. :-D als ob sich die Vögel ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Für mich ist wichtig, dass nicht milliardenschwere Überlandleitungen Richtung Süden erforderlich sind. Hier erhalten wir als Betroffene viel zu wenig Informationen über geplante Maßnahmen und deren Kosten. Schwerpunktmäßig sollte die Energiegewinnung ...

Der Ausbau von Windenergie muss die resourcen- schonend und im Einklang mit Natur und Tierwelt sowie unserer Umwelt erfolgen. Windparks in Küstennähe stören den Tourismus, durch den viele in Mecklenburg-Vorpommern ihr Einkommen erzielen. Durch die ...

Die Natur soll nicht sinnlos zerstört werden.

Natur- und Tierschutz

Ich liebe die unberührte Natur auf Zingst Fischland Darß und möchte das es so bleibt. Keine Bedrohung für die vielen Tausende Zugvögel und Dauergäste. Erhaltung der Artenvielfalt muss oberstes Gebot sein. Ich fordere keine Lärmbelästung durch Windkra ...

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