Wir fordern ein Umdenken in der Saarländischen Verkehrspolitik. Wir stellen zunehmend fest, das die Verkehrsentwicklung sich auf die Kreisstädte sowie die Landeshauptstadt fokussiert. Gerade die Großregion Völklingen-Warndt, über Wadgassen bis Überherrn lebt von einer Infrastruktur, die größtenteils in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig ist. Jede einzelne Sperrung der A 620 hat massive Verkehrsbehinderungen links und rechts der Saar zur Folge. Bei gleichzeitig weiter zunehmendem Güterverkehr hat dies spürbare Folgen für die betroffenen Kommunen. Dabei liegt in der Region ein infrastruktureller Schatz, der nur gehoben werden möchte. Die linke Saarstrecke über Saarbrücken, Fürstenhausen, Wehrden, Wadgassen und Überherrn Ist bis zur französischen Grenze, und darüber hinaus, zweigleisig ausgebaut. Ein Gutachten des Eurodistrict SaarMoselle von 2015 beschreibt einen S-Bahn Ringverkehr, über Saarbrücken-Völklingen, die Bisttalbahn grenzüberschreitend nach Hargarten-Falck, über Forbach nach Saarbrücken zurück. Im Sinne der Frankreich Strategie würde damit die Großregion nachhaltig zusammenwachsen. Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige hätten eine planbare und staufreie Alternative zum jetzigen Pendlerverkehr. Gleichzeitig könnte eine längst überfällige Regional Express Verbindung nach Luxemburg etabliert werden. Ein RE Saarbrücken-Völklingen-Thionville, kann über die vorhandene Saarbrücke hinter Völklingen auf die Bisttal Strecke wechseln und Zubringer der, im 20 Minuten Takt verkehrenden, Luxemburg Verbindungen ab Thionville sein. Völklingen könnte wieder zu einem wirklichen Drehkreuz werden, was für die Stadt eine enorme Aufwertung wäre. Zudem hätte man die Chance am ehemaligen Güterbahnhof Überherrn ein KV Terminal (Anmerkung: kombinierter Verkehr) einzurichten, welches in Wurfweite zu dem Gewerbegebiet Häßfeld, dem neuen Gewerbegebiet Lisdorfer Berg sowie der B269 Neu liegt. Hier bietet sich die einmalige Chance einen Knotenpunkt im grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr zu etablieren.

Begründung

Die individuelle Mobilität unterliegt derzeit einem gravierenden Wandel. Entwicklungen hin zu alternativen Antriebsarten, autonomem Fahren und Luft- und Umweltbelastung durch Personen- und Schwerlastverkehr zollen Ihren Tribut. Das Auto als Statusobjekt ist längst nicht mehr das Objekt der Begierde das es mal war. Immer mehr Menschen fordern einen besseren ÖPNV in Ihrer Umgebung. Wir wollen dafür sorgen das keine Eisenbahninfrastruktur vernichtet wird, welche für die Region enormes Potential bietet.

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Pro

Eine gut besetzte Bahn entlastet die Straßen von 50-100 Autos, die im Schnitt mit genau einem Menschen besetzt sind. Dadurch verringern sich Lärm, Abgase, Parkraumbedarf. Selbst die Autofahrer auf der Straße haben was davon, weil weniger Verkehr herrscht.

Contra

Tolle Idee. Aber haben Sie einmal an die Anwohner der Bahntrasse in Überherrn gedacht, die ihre Häuser dort in dem guten Glauben gebaut haben, dass die Strecke endgültig stillgelegt ist? Sollen hier jeden Tag wieder Züge in Richtung Falk rollen? Das wäre der Horror, da hier Häuser in einer Entfernung von weniger als 15 Metern an der Strecke stehen. Und wer soll das Ganze überhaupt bezahlen?

Warum Menschen unterscheiben

  • Nicht öffentlich Saarbrücken

    am 05.06.2018

    In Zeiten der Diskussion um Feinstaubbelastung, Fahrverboten usw und der steten Zunahme des Individualverkehrs ist es mehr als geboten Alternativen zu betrachten. Insbesondere da hier im Saarland aus den Zeiten der Montanindustrie zahlreiche Infrastruktur noch vorhanden ist, sollte diese bestmöglichst für die Allgemeinheit genutzt werden.

  • am 02.06.2018

    Es ist Zeit vorhandene Infrastruktur zu nutze!

  • Ursula Dimmig Saarbrücken

    am 02.06.2018

    Der öffentliche Nahverkehr ist im Saarland eine Katastrophe und viel zu teuer. Beispiel Orscholz: Sonntags keine Chance dort hin zu fahren. Erstes für Familien zur Cloef zu kommen. Zweitens für Besucher der Reha-Klinik wenn Sonntags keine Therapien sind.

  • am 19.05.2018

    Nahverkehr

  • am 18.05.2018

    Ich habe selbst einige Zeit in Wadgassem gelebt und bin gerne an der Strecke entlangspaziert. Eine Schande, wie so viel Geschichte und so ein großer potenzieller Nutzen einfach verkommen.

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